mini|Vashti Bunyan (2022) Jennifer Vashti Bunyan (* 2. März 1945 in Newcastle upon Tyne) ist eine britische Folk-Sängerin, Gitarristin und Songwriterin. Aufgrund ausbleibenden Erfolgs beendete sie 1970 ihre Karriere und zog sich ins Privatleben zurück. Als ihre Musik wiederentdeckt wurde, feierte Bunyan 30 Jahre später ein vielbeachtetes Comeback.
Leben mini|Vashti Bunyan (2009) Vashti Bunyan studierte zunächst Kunst, verließ die Akademie aber, um eine Karriere als Sängerin zu verfolgen. Stones-Manager Andrew Loog Oldham wollte sie als Nachfolgerin von Marianne Faithfull aufbauen, was misslang. Sie bewegte sich schließlich eher in Folk-Kreisen im Umfeld der Incredible String Band.
Ende der 1960er Jahre begab sich Bunyan auf eine Reise auf die Äußeren Hebriden, wo sie mit ihrem Mann in einem Bauernhaus lebte. Zurück in London nahm sie ihr erstes Album, Just Another Diamond Day, auf. Es wurde von Joe Boyd produziert, der zu dieser Zeit auch für Nick Drake und Fairport Convention arbeitete. Das 1970 bei Philips Records veröffentlichte Album blieb ohne Erfolg und Bunyan kehrte dem Musikgeschäft im selben Jahr den Rücken.
Ende der 1990er Jahre wurde die Rarität Just Another Diamond Day zur Überraschung der Künstlerin wiederveröffentlicht. Nach einer musikalischen Pause von über 30 Jahren trat Bunyan als Gastsängerin bei verschiedenen Independent-Projekten in Erscheinung: Piano Magic, Devendra Banhart und Animal Collective. So nahm sie mit der letztgenannten Band zum ersten Mal nach 30 Jahren eine EP auf: Prospect Hummer (2004). Dies führte dazu, dass sie von FatCat Records unter Vertrag genommen wurde und nach 35 Jahren im Jahre 2005 ihr zweites Album veröffentlichte, Lookaftering. 2007 brachte FatCat die Kompilation Some Things Just Stick in Your Mind heraus, die Bunyans Songs aus dem Zeitraum 1964 bis 1967 enthält. Mit Heartleap erschien 2014 ihr drittes und bislang letztes Album. Bunyan war 2020 Gastsängerin auf dem Album We Will Always Love You von The Avalanches.
Der von Bunyan 1966 aufgenommene Train Song kam im Jahr 2008 zu größerer Bekanntheit, als Reebok ihn als Teil eines Werbespots für Football-Kleidung nutzte. Im Jahr 2011 wurde der Train Song erneut in einem Werbespot der Firma Samsung eingesetzt. Außerdem wurde er im Jahr 2014 Bestandteil des Soundtracks der US-amerikanischen HBO-Krimiserie True Detective. Ferner wurde Train Song im Soundtrack und Trailer des Dokumentarfilms Kokolampy von Hajo Schomerus verwendet, der 2016 im Deutschen Wettbewerb der DOK Leipzig lief. Des Weiteren ist der Song auch der Soundtrack der von Amazon produzierten Serie Patriot.
Diskographie Studioalben 1970: Just Another Diamond Day 2005: Lookaftering 2014: Heartleap
Kompilationen 2007: Some Things Just Stick in Your Mind – Singles and Demos 1964 to 1967
Extended Plays 2005: Just Another Diamond Day
Singles 1965: Some Things Just Stick in Your Mind / I Want to Be Alone 1966: Train Song / Love Song
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