Die Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen (SES) ist die Dachorganisation der drei landeseigenen Völkerkundemuseen des Freistaats Sachsen.

Organisation und Entstehung Die Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen wurden am 1. Januar 2004 durch die administrative Fusion des Museums für Völkerkunde zu Leipzig, des Museums für Völkerkunde Dresden und des Völkerkundemuseums Herrnhut gegründet.

Unter Beibehaltung der traditionellen Bezeichnungen und Standorte der drei Museen, wie beispielsweise dem Grassimuseum in Leipzig oder dem Japanischen Palais in Dresden, entstand so die zweitgrößte ethnographische Sammlung Deutschlands. Insgesamt verfügt die Einrichtung über 6000 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

Die Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen waren eine nicht rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts unter der Aufsicht des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Am 1. Januar 2010 wurden die SES in den Verbund des Staatsbetriebs Staatliche Kunstsammlungen Dresden aufgenommen. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gehören ebenso wie das Museum für Völkerkunde zu Leipzig zu den kulturellen „Leuchttürmen“ und sind Mitglied der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen.

Sammlungsleitung Leiter der Sammlungen war von 2004 bis 2013 der Ethnologe Claus Deimel (zuvor Direktor des Leipziger Völkerkundemuseums).. Im September 2014 wurde die niederländische Anthropologin Nanette Jacomijn Snoep zur Leiterin des Museumsverbundes ab 1. Januar 2015 berufen.. Pressemitteilung vom 17. September 2014. Nach dem Wechsel von Snoep an das Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln wurde zum 1. Februar 2019 Léontine Meijer-van Mensch als neue Direktorin berufen, zuvor Stellvertretende Direktorin und Programmdirektorin des Jüdischen Museums Berlin.Sachsen.de Medienservice vom 27. November 2018: Léontine Meijer-van Mensch wird Direktorin der Staatlichen Ethnografischen Sammlungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. In: medienservice.sachsen.de abgerufen am 27. November 2018. Sie verließ die SES zum 1. Oktober 2024.Léontine Meijer-van Mensch verlässt Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD). Die Direktorin der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen gründet in Rotterdam ein neues Museum. SKD, 11. Juli 2024.

Seit 1. Oktober 2025 ist Lars-Christian Koch der Direktor.Sachsen.de Medienservice vom 30. September 2025: Lars-Christian Koch wird neuer Direktor der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen, abgerufen am 1. Oktober 2025

Weblinks

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Einzelnachweise

Sachsen Kategorie:Staatliche Kunstsammlungen Dresden Kategorie:Museumsverbund Kategorie:Museumswesen (Sachsen) Kategorie:Kulturelle Organisation (Leipzig) Kategorie:Verbandsgründung 2004