Welitsch ist ein Gemeindeteil des Marktes Pressig im oberfränkischen Landkreis Kronach in Bayern.
Geographie Das Kirchdorf liegt an der Tettau und grenzt an das östlich gelegene Pressig. Im Westen schließt sich eine flachhüglige Landschaft, bestehend aus Acker- und Grünland, an. Im Nordosten befindet sich die bewaldete Anhöhe Pressiger Berg (), im Südosten die bewaldete Anhöhe Rauher Berg (). Die Staatsstraße 2201/L 2661 führt nach Heinersdorf (1,5 km nordwestlich) bzw. nach Pressig zur Bundesstraße 85 (1,7 km östlich).
Geschichte Der Ort wurde 1325 erstmals urkundlich erwähnt.Geschichte und Gemeindeteile auf der Website pressig.de
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Welitsch 16 Anwesen (12 halbe Güter, 3 Viertelgüter, 1 Mahlmühle). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Kronach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Vogteiamt Kronach inne, die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Kastenamt Kronach. Neben den Anwesen gab es noch 1 Kirche, 1 Schulhaus und 1 Gemeindehirtenhaus und 1 Viertelgut, das zu der Zeit unbewohnt war.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis. S. 518. Dort sind abweichend 18 Anwesen als Gesamtzahl angegeben.
Infolge der Säkularisation kam der Ort 1803 zu Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde 1808 der Steuerdistrikt Welitsch gebildet, zu dem Keimenschneidmühle und Welitscher Schneidmühle gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt entstand 1818 die Ruralgemeinde Welitsch, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Teuschnitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Rothenkirchen (1919 in Finanzamt Rothenkirchen umbenannt). 1837 wurde Welitsch dem Landgericht Ludwigsstadt zugewiesen. Von 1862 bis 1880 und von 1888 bis 1931 war für Welitsch das Bezirksamt Teuschnitz zuständig, von 1880 bis 1888 und ab 1931 das Bezirksamt Kronach (1939 in Landkreis Kronach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Ludwigsstadt (1879 in Amtsgericht Ludwigsstadt umbenannt, das 1956 eine Zweigstelle des Amtsgerichts Kronach wurde). Die Finanzverwaltung hat seit 1929 das Finanzamt Kronach.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis. S. 606. Die Gemeinde hatte eine Fläche von 4,890 km².
Am 1. Mai 1978 wurde Welitsch im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Pressig eingegliedert.
Baudenkmäler Haus Nr. 6, 7, 11, 14: Wohnstallhäuser Haus Nr. 22: Katholische Filialkirche St. Anna Haus Nr. 29: Ehemalige Schule Vier Bildstöcke, ein Wegkreuz und vier Grenzsteine
Die folgenden Häuser listete Tilmann Breuer in dem Buch Landkreis Kronach von 1964 mit ihren ursprünglichen Hausnummern als Kunstdenkmäler auf. Sie werden in der Denkmalschutzliste nicht geführt, da sie entweder nicht aufgenommen, abgerissen oder stark verändert wurden. Haus Nr. 4: Eingeschossiger Wohnstallbau mit Satteldach des 18. Jahrhunderts. Blockbau, der Wohnteil ist verschiefert. Die Giebelseite trägt eine reiche dekorative Bemalung aus dem 19. Jahrhundert, auf der Hofseite befinden sich profilierte Balkenköpfe.T. Breuer: Landkreis Kronach. S. 280. Ursprüngliche Hausnummerierung. Haus Nr. 10: Eingeschossiger, ehemaliger Wohnstallbau des 18. Jahrhunderts. 1962 war noch der Wohnteil, ein Blockbau mit schwarz-weißer Verschieferung und profilierten Balkenköpfen auf der Hofseite erhalten, der Stallteil war bereits durch einen Neubau ersetzt. Unter dem Giebel befindet sich ein profiliertes Gesims. Haus Nr. 13: Eingeschossiger Wohnstallbau des 18. Jahrhunderts mit Satteldach. Blockbau, der Wohnteil ist verschiefert. Auf der Hofseite befinden sich profilierte Balkenköpfe.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987 2020Einwohner 93 172 161 159 175 168 199 193 202 200 189 198 201 238 253 252 289 309 311 426 412 433 380 390 350 318HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 17 27 25 32 27 37 47 60 86 Quelle
Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und war nach St. Bartholomäus in Rothenkirchen gepfarrt.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis. S. 518. Im Jahr 1926 erfolgte die Angliederung von St. Anna als Filiale an die neugegründete Kuratie Pressig.herz-jesu-pressig.de Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Pressig) Kategorie:Ort im Landkreis Kronach Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kronach) Kategorie:Ersterwähnung 1325 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)