Als die drei Daseinsmerkmale (Pali: ) werden im Buddhismus – insbesondere im Theravāda – die Merkmale bezeichnet, die allen physischen und psychischen Phänomenen des Daseins innewohnen.

(Pali; Sanskrit ) – Alles ist vergänglich und nichts von ewigem Bestand. Alles ist dem Wandel unterworfen. (Pali; Sanskrit ) – Alles ist dem Leiden unterworfen. Der Begriff kann auch als Unzulänglichkeit bzw. Unbefriedigendheit übersetzt werden. (Pali; Sanskrit ) – Alle Dinge und Phänomene existieren ohne einen unveränderlichen Wesenskern. Es gibt kein getrenntes, permanentes „Ich“ und keine ewiglich individuelle Seele. Alles entsteht abhängig von anderem.Volker Zotz: Mit Buddha das Leben meistern. Buddhismus für Praktiker. 8. Auflage, S. 64, Rowohlt Taschenbuch Verlag: 2009. Jeder Mensch wird etwa von seinen Eltern gezeugt und muss Nahrung zu sich nehmen, um existieren zu können.

Im Mahāyāna steht – neben den universalen Gegebenheiten von Vergänglichkeit () und Nicht-Selbst () – nicht das durch das Wirken der drei Geistesgifte bedingte Leid () (Erste und zweite Edle Wahrheit), sondern Nirwana, als universaler Grund des Seins.Thich Nhat Hanh: Das Herz von Buddhas Lehre. Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 1999, S. 25–29.

Im Vajrayana sind beide Ansichten in der Lehre von den „Vier Dharma-Siegeln“ vereint: Unbeständigkeit, Leidhaftigkeit, Nicht-Selbst (Leerheit), Nirwana. Auch im Vajrayana gilt, dass ohne die vier grundlegenden Ansichten ein Lehrsystem nicht als buddhistisch bewertet werden kann.

Siehe auch Vipassana

Weblinks Der Buddha erläutert die Drei Daseinsmerkmale, Anguttara Nikaya III, 137 Ñāṇārāma Mahāthera. Die Sieben Betrachtungen – theravadanetz.de

Einzelnachweise

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