Günther Neukirchner (* 2. Dezember 1971 in Grambach) ist ein ehemaliger österreichischer Fußballspieler auf der Position eines Abwehrspielers. Die größte Zeit seiner aktiven Karriere verbrachte er beim steirischen Traditionsklub SK Sturm Graz, mit dem er große Erfolge feierte.
Karriere Als Spieler Günther Neukirchner durchlief von der U10 an alle Altersklassen beim SK Sturm Graz. Im Juli 1991 feierte der Steirer sein Debüt für die Kampfmannschaft unter Trainer Gustl Starek im Intertoto-Cup gegen Östers Växjö und erzielte dabei den Treffer für die Schwarz-Weißen zum 1:1 Unentschieden. Einen Monat später debütierte Neukirchner auch in der Bundesliga gegen die Vienna.
Neukirchner gab sein Debüt in der österreichischen Nationalmannschaft am 19. August 1998 gegen Frankreich beim 2:2 in Wien. Insgesamt stand er in 14 Spielen (1 Tor) für Österreich auf dem Rasen. Seine Laufbahn im Nationalteam nahm jedoch leider ein unrühmliches Ende, als sich Neukirchner und acht andere Spieler dazu entschlossen, die Reise nach Israel zum letzten Qualifikationsspiel für die Weltmeisterschaft 2002 aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht anzutreten (siehe: Fußballländerspiel Israel – Österreich 2001). Seitens des ÖFB wurde zugesichert, diese Entscheidung zu akzeptieren. Eine Einberufung ins Team erhielt Neukirchner danach nie wieder.
Er wurde mit Sturm Graz zweimal österreichischer Meister und dreimal österreichischer Pokalsieger. Zudem spielte er drei Mal in der Champions League.
Am 30. August 2006 wurde auf der Vereinshomepage bekannt, dass Neukirchner seine aktive Karriere beendet. Am 31. August unterschrieb das Grazer Urgestein einen Vertrag beim FC Gratkorn in der zweitklassigen Ersten Liga. Im Sommer 2007 beendete er dort nach 16 Einsätzen und einem Tor seine aktive Karriere als Fußballspieler. Mit 426 Punkte-Spielen (507 Pflichtspielen) bestritt Günther Neukirchner hinter Mario Haas die zweitmeisten Spiele überhaupt für den SK Sturm Graz.
Ein Wechsel ins Ausland kam nie zustande. Vereine aus Belgien, den Niederlanden und Japan bekundeten zwar Interesse, jedoch wurde letzlich nichts konkret.
„Gü(sch)“ - wie er von seinen Mitspielern genannt wurde - galt als echter Allrounder, da er mit Ausnahme der Position des Torhüters im Laufe seiner Karriere auf jeder Position eingesetzt wurde.
Unter Cheftrainer Ivica Osim entwickelte sich der gelernte Stürmer beim SK Sturm Graz zu einem der besten Abwehrspieler Österreichs seiner Zeit.
Als Trainer Erste Erfahrungen auf der Trainerbank sammelte Neukirchner beim FC Gratkorn. Zur Saison 2009/10 wechselte er wieder zu seinem Stammverein, um diesmal den Posten des Co-Trainers der Amateur-Mannschaft zu besetzen.kleinezeitung.at: , Kleine Zeitung 28. Juni 2009 Im September 2014 fungierte Neukirchner für zwei Spiele interimistisch als Trainer der Profis. Im November 2018 wurde er für ein Spiel ein zweites Mal Interimstrainer. sksturm.at, am 11. November 2018, abgerufen am 11. November 2018
Seit 2017 ist Neukirchner als „Entwicklungscoach“ als Teil des Betreuerteams bei der Kampfmannschaft des SK Sturm Graz tätig.
Titel und Erfolge 2× Österreichischer Meister (1997/1998 und 1998/1999) 4× Österreichischer Vizemeister (1994/1995, 1995/1996, 1999/2000, 2001/2002) 3× ÖFB-Pokalsieger (1996, 1997, 1999) 2× ÖFB-Pokalfinalist (1998 und 2002) 3× Österreichischer Supercupsieger (1996, 1998, 1999) 2× Österreichischer Supercupfinalist (1997, 2002)
Auszeichnungen
2009: Teil des "Jahrhundertteams" des SK Sturm Graz 2016: Ehrenkapitän des SK Sturm Graz 2017: "Legende" des SK Sturm Graz
Sonstiges Nach einer 0:4-Niederlage gegen den Grazer AK am 27. Februar 2005 lieferte Neukirchner ein legendäres Interview, in dem er vor allem die „depperten“ Fragen des Sportjournalisten des Senders Premiere kritisierte.
Bei der Generalversammlung des SK Sturm Graz am 18. Jänner 2016 wurde Neukirchner zusammen mit Mario Haas und Andy Pichler als Ehrenkapitän ausgezeichnet.
Er spielte auch Futsal beim 1. FSC Graz.
Günther Neukirchner ist geprüfter Mittelschullehrer (Mathematik, Sport).
Weblinks
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Einzelnachweise
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