mini|Asclepias-Samen mit Samenhaaren mini|Samen von Calotropis gigantea mini|Pappelsamen mit Pappelflaum Als Samenhaare werden Trichome bezeichnet, die sich aus Epidermiszellen von Pflanzensamen bilden. Zu den wohl bekanntesten Samenhaaren zählen die Baumwollfasern und die Kapokfasern.
Samenhaare haben die Funktion, den Samen über große Strecken mit dem Wind auszubreiten (Anemochorie). Auch können sie dazu dienen, die Samen schwimmfähig zu machen (Hydrochorie), oder sie können Haken ausbilden, damit die Samen anhaften können (Epichorie).L. van der Pijl: Principles of Dispersal in Higher Plants. 3rd Edition, Springer, 1982, ISBN 978-3-642-87927-2 (Reprint), S. 59, 64, 73, 85, 141.
Fachsprachlich werden Samenhaare bzw. ein Samenschopf auch als Coma bezeichnet.Theodor C. H. Cole: Wörterbuch der Biologie Dictionary of Biology: Deutsch/Englisch. 4. Auflage, Springer, 2015, ISBN 978-3-642-55327-1, S. 386.Vít Bojnanský, Agáta Fargašová: Atlas of Seeds and Fruits of Central and East-European Flora. Springer, 2007, ISBN 978-1-4020-5362-7, S. XXIV.
Nicht zu den Samenhaaren zählt der Pappus der Korbblütler, weil dieser aus den Kelchblättern gebildet wird und dem Perikarp anhaftet. Bei den Achänen der Platanen und Rohrkolben ist ein beständiger Griffel und ein basaler oder gestielter Haarschopf vorhanden, allerdings ist dieser aus dem Perianth oder SchuppenJames Cullen: Handbook of North European Garden Plants. Cambridge Univ. Press, 2001, ISBN 0-521-65183-2, S. 223. bzw. aus dem Perigon entstanden und daher ebenfalls von Samenhaaren abzugrenzen.
Einzelnachweise
Kategorie:Pflanzenausbreitung Kategorie:Papierrohstoff Kategorie:Pflanzenfaser