Die Rinne, zur Unterscheidung von der nahegelegenen Remdaer Rinne auch Königseer Rinne genannt, ist ein 18 km langer Nebenfluss der Schwarza im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt im Thüringer Schiefergebirge.

Verlauf Sie entspringt am nördlichen Ortsrand von Herschdorf im Ilm-Kreis auf etwa 620 m Höhe und fließt zunächst in nördlicher Richtung weiter nach Garsitz. Anschließend folgt Königsee in ihrem Verlauf noch die Ortschaft Rottenbach, wo sie den 12 km langen Rottenbach aufnimmt. Sie mündet in Bad Blankenburg auf etwa 221 m Höhe links in die Schwarza.

Überwundene Umweltbelastung

Zu DDR-Zeiten war die Rinne biologisch tot. Außer den Gemeinden an der Rinne war der Hauptverschmutzer die damalige Werkzeugfabrik Königsee (vorm. Stock & Co), welche die Abwässer der Härterei und der Beizanlagen ungenügend neutralisiert einleitete. Die Verschmutzung war so stark, dass man in Watzdorf verrostete Werkzeuge und andere Teile zum Reinigen in die Rinne eintauchte und nach zwei bis drei Tagen blank wieder herausholte.

Heute hat sich die Rinne soweit regeneriert, dass sich Kleingetier und Fische in ihr wohlfühlen.

Renaturierung Die Rinne ist namensgebend für den Gewässerunterhaltungsverband Schwarza/Königseer Rinne mit Sitz in Cursdorf, der die Gewässerunterhaltung in der Region wahrnimmt und dabei auch Maßnahmen nach der EG-Wasserrahmenrichtlinie umsetzt. Zusammen mit der Stadt Königsee ließ der Verband den Bach naturnah umgestalten. In den Ortslagen Königsee und Rottenbach wurde das Profil aufgeweitet und der Lauf wieder in Mäander gelegt, ins Bett kamen Wurzelstöcke und Steine als Strukturelemente. Außerhalb der Ortslagen wurden Sohl- und Uferbefestigungen entfernt, damit sich das Gewässer eigenständig entwickeln kann. Die Maßnahmen sollen Lebensräume für Fische, Amphibien und Insekten schaffen und zugleich den Hochwasserspiegel senken.

Einzelnachweise

Kategorie:Gewässer im Ilm-Kreis Kategorie:Gewässer im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt Kategorie:Gewässer im Naturpark Thüringer Wald Kategorie:Flusssystem Schwarza (Saale)