mini|Heinz Zednik (2013) Heinz Zednik (* 21. Februar 1940 in Wien) ist ein österreichischer Opernsänger (Charaktertenor).
Leben Zednik studierte am Konservatorium Wien, debütierte 1964 in Graz und wurde 1965 Mitglied der Wiener Staatsoper. Dort blieb er mehr als fünf Jahrzehnte und gab im Jahr 2018 seine letzte Vorstellung.Was macht eigentlich...Heinz Zednki. Artikel im Fachmagazin OPER!, abgerufen am 9. September 2024. Ab 1970 sang er bei den Bayreuther Festspielen, wo er als Mime, Loge und David der Nachfolger von Gerhard Stolze und Gerhard Unger war. Im sogenannten „Jahrhundertring“ 1976 verkörperte er unter der musikalischen Leitung von Pierre Boulez in der Regie von Patrice Chéreau den Loge im Rheingold und den Mime in Siegfried.Interview mit Heinz Zednik Über den Jahrhundertring in der Sendung Aus Burg und Oper vom 19. Oktober 1975 im Onlinearchiv der Österreichischen Mediathek Ab 1980 wirkte er bei den Salzburger Festspielen mit, wo ihn Herbert von Karajan als Bardolfo in Giuseppe Verdis Falstaff engagierte, 1992 war er bei den Festspielen in Z Mrtvého Domu zu sehen. Unter der Leitung von Herbert von Karajan sang er den Valzacchi im Rosenkavalier, unter Claudio Abbado den Schreiber in Chowanschtschina, unter James Levine den Monostatos in der Zauberflöte und unter Lorin Maazel den Regisseur in Un ré in ascolto.
Im Liedgesang widmet sich Heinz Zednik einem ausgefallenen Repertoire. So etwa Ernst Kreneks Liedzyklus Reisebuch aus den österreichischen Alpen sowie dem Krämerspiegel von Richard Strauss oder den eigens für ihn komponierten Grünspan-Liedern von Franz Thürauer. Außerdem zählt Zednik zu den führenden Interpreten des klassischen Wienerliedes.
Heinz Zednik gilt vielen aufgrund seines natürlichen Talents für Komik, Posse und Ironie sowie seiner hohen, sehr flexiblen Stimme und seiner kleinen, schmalen Gestalt als die Idealbesetzung für seine Paraderollen.
2019 heiratete er die Schönheitschirurgin Dagmar Millesi.
Auszeichnungen 1980: Berufstitel Österreichischer Kammersänger Volksoper; abgerufen am 26. Februar 2015. 1983: Grammy Award „Best Opera Recording“ 1991: Grammy Award „Best Opera Recording“ 1994: Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper 2000: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. KlasseListe der Träger des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (PDF; 6,6 MB) Abgerufen am 26. Februar 2015. 2001: Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in GoldEhrung für Kammersänger Heinz Holecek und Heinz Zednik. Abgerufen am 8. Juli 2019. 2016: „Goldener Johann Strauss“ 2016Goldener Johann Strauss für Kammersänger Heinz Zednik. Abgerufen am 8. Juli 2019. 2021: Österreichischer Musiktheaterpreis für sein Lebenswerk
Aufnahmen Alban Berg: Lulu (Oper), mit Julia Migenes, Margarethe Bence, Ulrike Steinsky, Brigitte Fassbaender, Heinz Zednik, Theo Adam; Dirigent: Lorin Maazel, Orchester der Wiener Staatsoper, Ariola, Live-Aufnahme 1983
Publikationen
In memoriam Peter Schreier, in: Matthias Herrmann (Hrsg.), Begegnungen mit Peter Schreier, Beucha/Markkleeberg 2020, 2. Aufl. 2021, ISBN 3-86729-263-9, S. 132–133.
Literatur
Peter Blaha: Der Erste im zweiten Fach. In: Bühne. Nr. 11, 2004, S. 49–53. Gregor Hauser: Magische Töne. Österreichische Tenöre der Nachkriegszeit. Verlag Der Apfel 2020, ISBN 978-3-85450-019-3, S. 9–12.
Weblinks
Audio- und Videoaufnahmen mit Heinz Zednik im Rahmen der Salzburger Festspiele im Onlinearchiv der Österreichischen Mediathek (anmeldepflichtig)
Einzelnachweise
Kategorie:Opernsänger Kategorie:Tenor Kategorie:Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper Kategorie:Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper Kategorie:Österreichischer Kammersänger Kategorie:Person (Bayreuther Festspiele) Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse Kategorie:Träger der Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold Kategorie:Wienerlied Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Mann