mini|Darstellung der Hautmarken zur Messung beim Schober-Test Das Schober-Zeichen oder Schober-Maß (benannt nach Paul Schober) ist ein Funktionstest für die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule. Am stehenden Patienten bzw. Probanden wird eine Hautmarke über dem Dornfortsatz von S1 (bzw. L5) und 10 cm weiter oben (kranial) aufgetragen. Bei maximaler Flexion (nach vorne beugen) weichen die Hautmarken normalerweise um 5 cm (mit einem Abstand von nun 14–15 cm)Vgl. auch Detlef Kießling, Sabine Stannat: Anatomie am Lebenden (= Exa-Med. Band 4b). Verlag Jungjohann, Heidelberg 1981, ISBN 3-88454-104-8, S. 85–87 (Beweglichkeit der Wirbelsäule). auseinander, bei Dorsalextension (nach hinten strecken) verringert sich der Abstand um 1–2 cm. Eine Bewegungseinschränkung der Wirbelsäule mit verminderter Beugbarkeit findet sich z. B. bei Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew).A. Ficklscherer: Basics Orthopädie und Traumatologie. Urban & Fischer bei Elsevier 2005, ISBN 3-437-42206-5. Zur Prüfung der Beweglichkeit der Brustwirbelsäule können Hautmarken über C7 und 30 cm kaudal angebracht werden. Die Erweiterung beträgt dann üblicherweise ebenfalls 4–5 cm.Detlef Kießling, Sabine Stannat: Anatomie am Lebenden (= Exa-Med. Band 4b). Verlag Jungjohann, Heidelberg 1981, ISBN 3-88454-104-8, S. 85.

Der Test wurde 1937 von Paul Schober beschrieben.Paul Schober: Lendenwirbelsäule und Kreuzschmerzen. In: Münchener Medizinische Wochenschrift. Band 84, 1937, S. 336–338.

Siehe auch Ott-Zeichen (Funktionstest für die Brustwirbelsäule)

Belege

Kategorie:Diagnostisches Verfahren in der Rheumatologie Kategorie:Diagnostisches Verfahren in Orthopädie und Unfallchirurgie Kategorie:Klinisches Untersuchungsverfahren