mini|hochkant|Jules Laurens, porträtiert von Félix Bracquemond Jules Joseph Augustin Laurens (* 25.,L.-H. Labande: Jules Laurens. ouvrage illustré d’aprés les oeuvres de l’artiste. H. Champion, Paris 1910 (französisch, ). 26. oder 27. Juli 1825 in Carpentras; † 5. Mai 1901 in Saint-Didier, Département Vaucluse) war ein französischer Maler, Radierer, Zeichner, Holzschneider und Schriftsteller.

Leben Laurens war der jüngste Sohn und das fünfte Kind des Louis-Alexis-Sébastien Laurens, der sich in mehreren Berufen, unter anderem als Betreiber eines Cafés, Geigenbauer, Goldschmied, Kolumnist, Kopist in einer Anwaltskanzlei, mit der Hersteller von Jagdnetzen oder Wein, Maurer, Schriftsteller, Schuhmacher ausprobiert hatte und in seiner Freizeit als Musiker in einem kleinen Orchester spielte und als Chorleiter n der Kathedrale Saint-Siffrein tätig war. Dieser vermittelte seinen Kindern die Neigung, sich künstlerischen Tätigkeiten zu widmen und sich ihnen mit ganzem Herzen zu verschreiben. Seine Mutter Marguerite-Thérèse-Joséphine (geborene Garcin) war zum Zeitpunkt seiner Geburt bereits 46 Jahre alt sein Vater war 48. Sein ältester Bruder Jean Joseph Bonaventure Laurens (* 24. Juli 1801), der sehr an Malerei und Musik interessiert war, arbeitete im Steueramt von Carpentras und wollte demnächst heiraten und eine eigene Familie gründen. Dieser nahm sich später seines jüngsten Bruders an und brachte ihm das Malen bei. Er hatte zudem drei weitere Geschwister Théophile Laurens (* um 1802), Thérésine Laurens (* um 1807) und Louise Laurens (* 1. September 1815).

Später wurde er in Paris von Paul Delaroche unterrichtet. 1846 bis 1849 begleitete er als Zeichner eine Reiseexpedition in die Türkei und nach Persien, von der er tausende von Zeichnungen und Skizzen heimbrachte, mit denen er 1854 den Reisebericht des Forschungsreisenden Ignaz Xavier Morand Hommaire de Hell (24. November 1812 – 29. August 1848)Jacqueline Calmard-Compas: Hommaire de Hell, Ignace Xavier Morand. In: Ehsan Yarshater (Hrsg.): Encyclopædia Iranica. Band 12, Fasc. 4, S. 439–440 , 15. Dezember 2004 (englisch, Stand: 10. Juni 2013). illustrierte. Wieder in Paris fertigte er Holzschnitte für mehrere Zeitschriften wie die L’Illustration oder das Magasin pittoresque sowie Radierungen für den Verleger Alfred Cadart und zahlreiche Lithografien nach eigenen Ideen oder Vorlagen französischer Maler wie Rosa Bonheur, Alexandre-Gabriel Decamps, Eugène Delacroix, Narcisso Virgilio Díaz de la Peña, Paul Jean Flandrin, Eugène Isabey, Théodore Rousseau, Constant Troyon und anderen. Auch als Aquarellmaler war er sehr produktiv. Später zog er sich nach Carpentras zurück und übernahm die Leitung des dortigen Museums. Er verfasste zudem Aufsätze die Zeitschriften Cigale, L’Illustration, Magasin pittoresque und das Journal des Arts. Seit 1871 war er verheiratet. Aus ihrer ersten Ehe hatte seine Frau Jeanne Joséphine (geborene Bernard, verwitwete Juge; 1838–1917) zwei Töchter. Die ältere heiratete den Architekten C. Formigé, die jüngere Suzanne Adrienne Adam-Laurens 1882 den Chemiker Paul Gabriel Adam.

Werke (Auswahl) Illustrationen Mit Xavier Hommaire de Hell: Voyage en Turquie et en Perse etc. 4 Bände mit Atlas, Paris 1854–1860 (Zeichnungen). Artistes anciens et modernes; lithographies et eaux-fortes. Victor Bertauts, Paris 1846–1862 (Lithografien). Les artistes contemporains. Victor Bertauts, Paris 1847–1853 (digi.ub.uni-heidelberg.de – Lithografien). Les Vosges. 1860 (20 Blatt mit Ansichten aus den Vogesen nach Zeichnungen von Jean-Joseph Bellel, mit Text von Théophile Gautier). Jean Joseph Bonaventure Laurens, Joséphin Soulary: Album des Dames, types et portraits de femmes peints d’aprés nature par. J. Hetzel, Paris 1864 ( – Lithografien).

Eigene Schriften

Aquarelle Aqueduc de Carpentras Dans la campagne de Trébizonde L’hiver en Perse Le Mont Ventoux Les Ruines du palais d’Achraf Paysage, souvenir d’Asie Mineure Orage Salle de réunion à Téhéran Village fortifié de Lasguirt dans le Korassan 1872: La Mosquée bleue à Tauris 1874: Jardin abandonnés d’Aschref

Literatur

L.-H. Labande: Jules Laurens. ouvrage illustré d’aprés les oeuvres de l’artiste. H. Champion, Paris 1910 (französisch, ).

Jules Laurens’ın Türkiye yolculuğu (= Le voyage de Jules Laurens en Turquie.) Yapı Kredi Kültür Sanat Yayıncılık, Istanbul 1998, ISBN 975-363-886-8 (Ausstellungskatalog).

Weblinks

Jacqueline Calmard-Compas: Laurens, Jules Joseph Augustin. In: Ehsan Yarshater (Hrsg.): Encyclopædia Iranica. , 2. Juli 2003 (englisch, Stand: 16. November 2012). Jules (Joseph Augustin) Laurens (French, 1825–1901) artnet.com

Einzelnachweise

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