Die Saison 2004/05 war die erste Saison der 2. Fußball-Bundesliga der Frauen. Die Saison begann am 5. September 2004 und endete am 22. Mai 2005. Die Premierensaison stand ganz im Zeichen der beiden Aufsteiger, dem FFC Brauweiler Pulheim im Norden und dem VfL Sindelfingen im Süden. Während Brauweiler den sofortigen Wiederaufstieg schaffte, kehrten die Württembergerinnen aus Sindelfingen nach acht Jahren ins Oberhaus zurück.
Die Saison Lange Zeit konnte Tennis Borussia Berlin in der Nordgruppe das Titelrennen offen halten. Letztendlich scheiterte man im direkten Vergleich mit dem späteren Meister; beide Partien gegen Brauweiler gingen verloren. Platz drei belegte überraschenderweise Jahn Calden. Hinter dem Spitzentrio fanden sich Wattenscheid, Potsdam II und der FC Gütersloh wieder. Die Ostwestfälinnen waren der einzige Verein, der gegen Brauweiler nicht verlor und mit Lena Goeßling eine U-19-Weltmeisterin stellte. Mit ein wenig Abstand folgten Gersten, Timmel und Lütgendortmund. Die zweite Überraschung der Saison war der Schlussspurt des MTV Wolfenbüttel. Lange Zeit lagen die Niedersächsinnen auf dem letzten Platz. In der zweiten Saisonhälfte mauserte man sich zum Favoritenschreck und erreichte noch das rettende Ufer. Dabei profitierte man auch vom Einbruch der HSV-Reserve. Abgeschlagen Letzter wurde die SpVgg Oberaußem-Fortuna, die nur vier Punkte holen konnte.
In der Südgruppe, die insgesamt ausgeglichener war als der Norden, profitierte der VfL Sindelfingen von der mangelnden Konstanz des Absteigers 1. FC Saarbrücken. Dramatisch verlief der Abstiegskampf: Aue, Karlsruhe und Jungingen liefen punktgleich über die Ziellinie, wegen des schlechtesten Torverhältnisses mussten die Ulmer Vorstädter den Gang in die Drittklassigkeit antreten. Begleitet wurden die Jungingerinnen von Lok Leipzig, das früh den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen verlor.
Aus der dritten Liga stiegen Holstein Kiel, der FFV Neubrandenburg, der TuS Köln rrh. (Nachfolger des Rekordmeisters SSG Bergisch Gladbach), der TuS Niederkirchen (Deutscher Meister 1993) und die zweite Mannschaft des VfL Sindelfingen auf.
Nord Abschlusstabelle
(A) Absteiger aus der Frauen-Bundesliga 2003/04 (N) Aufsteiger aus den Regionalligen 2003/04
Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe.
2004/05 Nord22px|FFC Brauweiler Pulheim22px|Tennis Borussia Berlin22px|TSV Jahn Calden22px|SG Wattenscheid 0922px|1. FFC Turbine Potsdam22px|FC Gütersloh 200022px|SuS Timmel22px|SV Victoria Gersten22px|SG Lütgendortmund22px|MTV Wolfenbüttel22px|Hamburger SV22px|SpVgg Oberaußem-Fortuna 1. FFC Brauweiler Pulheim – 2:1 5:1 5:0 4:0 3:3 2:0 7:1 2:0 5:0 12:0 8:2 2. Tennis Borussia Berlin 2:3 – 6:0 0:3 3:0 4:2 5:2 2:0 5:0 2:1 7:0 5:0 3. TSV Jahn Calden 1:3 3:2 – 3:4 4:1 1:4 2:1 1:0 5:1 5:0 7:1 4:0 4. SG Wattenscheid 09 2:7 3:0 1:4 – 1:1 1:6 4:3 2:1 3:1 1:1 6:0 5:1 5. 1. FFC Turbine Potsdam II 1:0 2:4 0:1 4:0 – 0:1 2:2 2:1 1:0 3:0 4:1 5:1 6. FC Gütersloh 2000 2:2 1:1 0:4 2:2 1:4 – 2:3 3:1 3:0 1:2 5:0 4:0 7. SuS Timmel 0:4 0:1 1:1 1:3 2:3 0:4 – 1:1 1:0 1:1 4:0 3:1 8. SV Victoria Gersten 1:3 1:2 0:1 1:3 1:3 2:3 0:0 – 7:0 5:0 2:1 6:0 9. SG Lütgendortmund 2:6 1:6 1:4 0:8 2:2 1:1 2:0 3:2 – 1:1 2:0 3:2 10. MTV Wolfenbüttel 5:2 1:4 1:3 3:2 1:1 0:5 0:2 1:3 0:2 – 2:0 3:1 11. Hamburger SV II 1:2 0:4 1:1 0:5 1:2 3:2 0:1 2:4 5:1 5:0 – 3:0 12. SpVgg Oberaußem-Fortuna 0:8 0:7 0:3 0:6 1:2 0:2 1:2 2:3 2:3 8:2 0:0 –
Torschützenliste Spielerin Verein Tore 1. Anja Koser FFC Brauweiler Pulheim 27 2. Mariana Ciorbă FFC Brauweiler Pulheim 23 3. Kerstin Straka Tennis Borussia Berlin 20 4. Riem Hussein MTV Wolfenbüttel 18 5. Caroline Hamann SG Wattenscheid 09 17
Süd Abschlusstabelle
(A) Absteiger aus der Frauen-Bundesliga 2003/04 (N) Aufsteiger aus der Regionalligen 2003/04/Oberligen 2003/04
Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe.
2004/05 Süd22px|VfL Sindelfingen22px|1. FC Saarbrücken22px|FF USV Jena22px|SC Sand22px|FFC Wacker München22px|1. FFC Frankfurt22px|FSV Viktoria Jägersburg22px|FC Erzgebirge Aue22px|Karlsruher SC22px|SV Jungingen22px|1. FC Lokomotive Leipzig 1. VfL Sindelfingen – 1:1 2:2 4:0 2:0 5:0 3:0 3:0 4:2 4:0 3:2 2. 1. FC Saarbrücken 2:3 – 2:2 3:0 1:2 0:1 4:1 7:1 8:1 2:0 2:0 3. FF USV Jena 1:2 2:0 – 1:1 1:1 3:2 7:1 1:1 4:1 8:1 3:2 4. SC Sand 0:2 0:2 2:1 – 3:2 1:0 1:1 1:0 6:0 3:0 2:0 5. FFC Wacker München 2:1 2:0 0:3 3:3 – 2:1 2:2 1:1 1:3 0:0 3:1 6. 1. FFC Frankfurt II 0:4 1:2 0:1 1:1 1:3 – 6:1 0:0 3:1 5:0 7:1 7. FSV Viktoria Jägersburg 2:4 3:4 2:1 0:2 4:4 0:0 – 3:1 2:1 4:1 1:2 8. FC Erzgebirge Aue 0:2 0:1 0:2 1:2 1:1 1:0 2:2 – 1:0 0:1 2:1 9. Karlsruher SC 5:1 2:2 3:0 3:1 1:1 1:2 0:4 3:1 – 0:2 2:1 10. SV Jungingen 0:4 0:4 1:1 2:0 0:3 0:2 0:3 3:5 4:1 – 2:1 11. 1. FC Lokomotive Leipzig 0:4 0:5 1:4 0:2 1:1 2:3 2:1 0:1 3:1 1:4 –
Torschützenliste Spielerin Verein Tore 1. Christina Arend 1. FC Saarbrücken 25 2. Patricia Brocker FSV Viktoria Jägersburg 14 Anna Blässe FF USV Jena Ivonne Hartmann FF USV Jena 5. Tanja Coblenzer VfL Sindelfingen 12
Aufstiegsrunde Automatisch stiegen die Meister der vier Regionalligen auf: Holstein Kiel (Nord), FFV Neubrandenburg (Nordost), TuS Köln rrh. (West) und der TuS Niederkirchen (Südwest).
Da der Süddeutsche Fußballverband keine Regionalliga hatte, mussten die Meister der Oberliga Hessen 2004/05, Baden-Württemberg und der Bayernliga eine Aufstiegsrunde spielen. Aus der Bayernliga hatte nur der SV 67 Weinberg eine Lizenz für die 2. Bundesliga beantragt. Weinberg beendete die Bayernliga-Saison als Dritter. Da nur der Meister bzw. der Vizemeister als Nachrücker aufstiegsberechtigt ist, entsandte die Bayernliga keine Mannschaft in die Aufstiegsrunde. Der Meister der Oberliga Hessen TGM SV Jügesheim verzichtete auf die Teilnahme und somit rückte Germania Wiesbaden nach. Germania Wiesbaden (Hessen) und VfL Sindelfingen II (Baden-Württemberg) ermittelten in Hin- und Rückspiel den Aufsteiger.
Die Spiele fanden am 12. und 18. Juni 2005 statt.
Dadurch stieg Sindelfingen auf.
Weblinks
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