miniatur|Waldkirch – über dem Quellgebiet des Seltenbaches. miniatur|Gaiß – über dem Quellgebiet des Liederbaches.
Gaiß-Waldkirch ist eine Ortschaft der Kreisstadt Waldshut-Tiengen im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg, bestehend aus den Ortsteilen Gaiß und Waldkirch.
Geographie Die Ortschaft Gaiß-Waldkirch liegt im Südschwarzwald auf der nördlichen Höhe des Hochrheintales. Der Ortsteil Gaiß liegt oberhalb des Quellgebietes des Liederbaches, eines direkten Zuflusses des Rheins, auf ca. 590 m. ü. NN. (). Der Ortsteil Waldkirch liegt oberhalb des Quellgebietes des Seltenbaches, auch ein direkter Zufluss des Rheins, auf ca. 687 m. ü. NN. (). Beide Ortsteile liegen auf dem Gebiet der Gemarkung Waldkirch, auf dem zudem der Stadtteil Schmitzingen liegt.
Die Ortschaft wird aus zwei Ortsteilen gebildet, Gaiß und Waldkirch. Zur Ortschaft gehören sonst keine weiteren Ortsteile oder Weiler.
Geschichte Aus dem Jahr 858 stammt die älteste urkundliche Erwähnung Waldkirchs.Trudpert Neugart: Episcopatus Constantiensis Alemannicus Sub Metropoli Moguntina, Cum Vindonissensi, Cui Succesit, in Burgundia, Transiurana Provinciae Vesontinae olim fundato, Chronologice et diplomatice Illustratus. Band 1, S. XXVI Waldkirch kam von Kloster Rheinau an das Damenstift Säckingen. Das große Fenster uff der rechten Seyten mit ihrem Wappen in der Pfarrkirche von 1575 in Waldkirch stiftete die Äbtissin Maria Jakobea von Sulzbach.Jakob Ebner: Geschichte der Ortschaften der Pfarrei Waldkirch Die Kirche und das Dorf wurden am 4. Juli 1633 im Dreißigjährigen Krieg durch die Schweden niedergebrannt. In der Folge wurde die Kirche repariert. 1758 wurde die jetzige Kirche unter dem Baumeister Ferdinand Weitzenegger neu erbaut.
Von der Firma Gebrüder Moroder wurden 1911 zwei Fronleichnamsaltäre in Waldkirch aufgestellt.Werner Scheurer: Die Altäre der Offenburger Altarbauer Moroder. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 36/37, 2017/2018 (2021), S. 147–182, hier: S. 178. Die beiden Gemeinden Gaiß und Schmitzingen wurden 1935 mit Waldkirch zu einer Gemeinde vereinigt. Diese wurde am 1. Juli 1971 in die Stadt Waldshut eingemeindet. Diese fusionierte am 1. Januar 1975 mit Tiengen/Hochrhein zur neuen Stadt Waldshut-Tiengen. Schmitzingen bildet seither innerhalb der neuen Stadt eine eigene Ortschaft.
Einwohnerentwicklung Einwohnerzahlen der früheren Gemeinde Waldkirch (Ortschaften Gaiß, Waldkirch und Schmitzingen) Jahr Einwohner 1871 571 1900 456 1925 513 1939 432 1950 547 1961 450 1970 512 2023 260
Politik
Ortschaft Gaiß-Waldkirch ist eine Ortschaft im Sinne des Baden-Württembergischen Kommunalrechts. Die Ortschaft verfügt damit über eine eng begrenzte Selbstverwaltung. Organe dieser Selbstverwaltung sind der Ortschaftsrat und der Ortsvorsteher.
Ortschaftsrat Der Ortschaftsrat besteht aus sechs Ortschaftsräten.
Ortsvorsteher Seit der Eingemeindung in die Große Kreisstadt Waldshut-Tiengen trägt der Leiter der Ortschaftsverwaltung die Amtsbezeichnung „Ortsvorsteher“.
Ortsvorsteher ist Torsten Basler.
Verkehrsanbindung Als Haupt-Verkehrsanbindung dient den Ortsteilen die von der B 33 in Triberg kommende Bundesstraße 500, die zwischen den Orten verläuft, und in Waldshut nach 6 km (Waldkirch) bzw. 5,5 km (Gaiß) an die B 34 anbindet.
Von Waldkirch führt zudem noch die Kreisstraße 6562 nach Schmitzingen und von dort als Gemeindestraße nach Waldshut (ca. 6,6 km) durch das Tal des Seltenbaches.
Von Gaiß führt zudem eine Gemeindestraße über Eschbach nach Waldshut (ca. 5,2 km).
Persönlichkeiten Johann Baptist Jehle (1774–1847), Schweizer Jurist und Politiker.
Weblinks
Internetauftritt der Ortschaft Gaiß-Waldkirch, abgerufen am 25. Februar 2011 Eintrag Waldkirch auf Landeskunde entdecken online - leobw
Einzelnachweise
Kategorie:Ortschaft von Waldshut-Tiengen Kategorie:Ort im Landkreis Waldshut