mini|PZL-106 Kruk im niedrigen Vorbeiflug mini|PZL-106 Kruk in einer Sonderausführung mit einem zweiten Cockpit. Gut zu sehen sind die festen Vorflügel zu Verbesserung der Langsamflugeigenschaften. mini|Eine mit Propellerturbine ausgerüstete PZL-106 Turbo Kruk Die PZL-106 Kruk () ist ein Agrarflugzeug des polnischen Herstellers PZL. Es handelt sich um einen einmotorigen einsitzigen Tiefdecker mit festem Fahrgestell in Ganzmetallbauweise. Er ist serienmäßig mit einer Sprühanlage ausgerüstet.

Geschichte Der Erstflug erfolgte am 14. April 1973. Zwischen 1973 und 1995 wurden 266 Maschinen der verschiedenen Varianten gefertigt.

Seit 2007 werden die PZL-106 BT 601 „Turbo Kruk“EADS PZL „Warszawa-Okęcie“ S.A.: PZL-106 BT 601 „Turbo Kruk“, abgerufen am 20. Januar 2009 und die PZL-106 BTU-34 „Turbo Kruk“EADS PZL „Warszawa-Okęcie“ S.A.: PZL-106 BTU-34 „Turbo Kruk“, abgerufen am 20. Januar 2009 von der EADS PZL (Division Airbus Military) wieder gebaut und verkauft.

Konstruktion Bei der Entwicklung wurde auf Erfahrungen zurückgegriffen, die mit den Typen PZL-101 und PZL-104 gemacht wurden. Die PZL-106 ist außerordentlich robust, wendig und besitzt sehr gute Flugeigenschaften. Besonders die Langsamflugeigenschaften sind hervorragend. Dies beruht auch auf den festen Vorflügeln, die über die gesamte Tragflächenlänge montiert sind.

Nutzung Während ihres Einsatzes im Betrieb Agrarflug der Interflug waren die Flugzeuge täglich bis zu zwölf Stunden im Einsatz und absolvierten dabei bis zu 100 Starts und Landungen. Das Wiederbefüllen des Sprühbehälters dauerte eine Minute.

Erhaltene Flugzeuge Die einzigen noch in Deutschland zugelassenen PZL-106 aus den Lieferungen an die DDR sind die D-FOAB (PZL-106AR), die mit dem originalen Kennzeichen DDR-TAB fliegt und die D-FOAA. Die D-FOAB wurde mit Doppelsteuer ausgeliefert und war als Trainer für die Agrarflugstaffeln in Leipzig-Mockau stationiert. PZL 106 AR, abgerufen am 20. Januar 2009. Das Flugzeug wurde am 11. März 2011 bei einer Notlandung infolge Triebwerksausfalls schwer beschädigt, wurde aber als Einsitzer wieder aufgebaut und fliegt seit dem 28. März 2012 wieder., abgerufen am 10. Januar 2012. Die D-FOAA ist eine PZL-106A und wird auf dem Flugplatz Großenhain überholt.

Technische Daten (PZL-106A) Kenngröße Daten (PZL-106A) Daten (PZL-106BR) Besatzung 1–2 Länge 9,10 m Spannweite 14,80 m 14,90 m Höhe 3,30 m 3,32 m Flügelfläche 28,4 m² 32,18 m² Flügelstreckung 7,7 6,9 Leermasse 1575 kg 1670 kg Zuladung k. A. 1050 kg Chemikalien Startmasse maximal 3000 kg Höchstgeschwindigkeit 211 km/h 270 km/h Arbeitsgeschwindigkeit k. A. 150–160 km/h Steiggeschwindigkeit k. A. 4,0 m/s Dienstgipfelhöhe 4000 m k. A. Reichweite 400 km maximal 1100 km Start-/Landerollstrecke k. A. 200 m / 160 m Triebwerk ein luftgekühlter Siebenzylinder-Sternmotor Typ PZL-3S PZL-3SR Leistung

Mitwirken in Filmen In der DDR-Serienreihe „Flugstaffel Meinecke“ spielen Kruks eine große Rolle in der Agrarfliegerei. In der letzten Folge der Serie „Testflug“ wird sogar eine seltene Turbo-Kruk gezeigt.

Auch im MDR Tatort "Absturz" aus dem Jahr 2010 wirkte eine PZL-106BR (Kennzeichen DDR-TEJ, später D-FOEJ) aus dem ehemaligen Aeropark Leipzig mit. Dabei wurde ein Unfall während einer Flugschau nachgespielt, der an den Unfall einer Let Z-37 auf dem Flugplatz Eisenach-Kindel erinnert. Das Flugzeug wurde 2022 durch einen privaten Investor gekauft und soll nun Schritt für Schritt restauriert werden. https://www.saechsische.de/riesa/lichtensee-er-hat-einen-ddr-agrarflieger-im-garten-5688637-plus.html

Siehe auch Liste von Flugzeugtypen

Weblinks

Musterzulassung PZL-106 BT TURBO KRUK Series – EASA-TCDS-A.444 (PDF; 160 kB) EADS PZL, abgerufen am 20. Januar 2009

Einzelnachweise

Kategorie:Agrarflugzeug Kategorie:Erstflug 1973 Kategorie:Einmotoriges Flugzeug mit Kolbenmotor