Karl Zuchardt (* 10. Februar 1887 in Leipzig; † 12. November 1968 in Dresden) war ein deutscher Schriftsteller und Dramatiker.
Leben miniatur|Karl Zuchardts Grab auf dem Heidefriedhof in Dresden Der Sohn eines Buchhändlers besuchte von 1897 bis 1906 die II. städtische Realschule und die Petrischule seiner Heimatstadt. Anschließend studierte er in Freiburg im Breisgau, Berlin und Leipzig Literatur, Geschichte, Volkswirtschaft und Philosophie. 1910 promovierte er zum Doktor der Philosophie und bestand 1911 das Staatsexamen. Von 1910 bis 1912 war er Assistent am Historischen Institut der Universität Leipzig.
Seine Lehrtätigkeit begann er 1912 an der Oberrealschule Nord in Leipzig. 1913 erfolgte seine Ernennung zum Studienrat. Von 1914 bis 1916 unterrichtete er am Lehrerseminar Dresden-Strehlen. Von 1916 bis 1918 unterrichtete Zuchardt an der deutschen Schule in Aleppo. Nach Ende des Ersten Weltkrieges kehrte er nach Deutschland zurück und übernahm einen Lehrauftrag am Königin-Carola-Gymnasium in Leipzig.Rudolf Weinmeister: Das Lehrerkollegium des Königin-Carola-Gymnasiums während der ersten 25 Jahre seines Bestehens (1902–1907), in: Fünfundzwanzig Jahrfeier des Königin Carola Gymnasiums in Leipzig 1927, Edelmann, Leipzig 1927, S. 13 Von 1919 bis 1925 war er an der deutschen Oberrealschule in Barcelona tätig. Seit 1925 lebte er in Dresden, wo er an der Oberrealschule Seevorstadt unterrichtete.
Bis zum Ende der Hitlerdiktatur bestand sein literarisches Wirken hauptsächlich aus Bühnenwerken, danach beschränkte er sich auf die Epik. Von 1945 bis 1957 hielt Zuchardt Literaturvorlesungen an der Musikhochschule Dresden und der Technischen Hochschule. Im Jahr 1961 erhielt er den Martin-Andersen-Nexö-Kunstpreis der Stadt Dresden.
Zuchardt verstarb 1968 in Dresden und wurde auf dem dortigen Heidefriedhof beigesetzt.
Zitat
Ausgewählte Werke 1935: Ein König und ein Grande, spanische Historie 1936: Erbschaft aus Amerika, Komödie 1937: Frisch verloren, halb gewonnen, Komödie 1937: Könige und Masken, historische Novellen 1938: Die Prinzipalin, Komödie 1938: Umwege des Schicksals, historische Novellen 1941: Held im Zwielicht, historisches Drama 1942: Cäsars Traum, Erzählung 1944: Umwege des Schicksals, Erzählung 1947: Primanerin Ruth Hofbaur, Roman 1948: Das Mädchen Salud, spanische Begegnungen 1948: Cäsars Traum, gleichnamige Erzählung zur historischen Komödie neu gestaltet 1954: Der Spießrutenlauf, historischer Roman über die Fridericus-Legende 1956: Wie lange noch, Bonaparte?, historischer Roman zu Napoleon I. und dem Umsturzversuch von General Malet 1960: Stirb, du Narr, historischer Roman über die Auseinandersetzung zwischen Heinrich VIII. und Thomas Morus 1965: Die Stunde der Wahrheit, historische Novellen über Heinrich VIII., Philipp II., Ludwig XIV., Friedrich II.
Literatur Karl Zuchardt. In: Lexikon deutschsprachiger Schriftsteller. Bibliographisches Institut, Leipzig 1975.
Einzelnachweise
Weblinks
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