mini|Andreas H. Bitesnich (2013) Andreas H. Bitesnich (* 25. Februar 1964 in Wien) ist ein österreichischer Akt-, Porträt- und Reisefotograf sowie Musiker.
Leben Bitesnich erlangte den Hauptschulabschluss, absolvierte eine Lehre zum Einzelhandelskaufmann und verkaufte Elektrogeräte.Andreas H. Bitesnich: Ausstellung in München zeigt Arbeiten des Fotografen. In: Stern. Abgerufen am 9. November 2024. 1988 begann er als Autodidakt zu fotografieren und wurde in den 1990er Jahren zu einem international gefragten Fotografen.Andreas H. Bitesnich: 60 Jahre Foto und Musik. In: burgenland.orf.at. 28. Februar 2024. Abgerufen am 9. November 2024. 1998 veröffentlichte er seinen ersten Bildband mit Aktaufnahmen, Nudes, für den er den Kodak Photography Book Award erhielt. Weitere Publikationen folgten. Seine Werke wurden in einer Reihe von Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. 2014 fand eine katalogbegleitete Retrospektive im Kunst Haus Wien statt.Andreas H. Bitesnich. 25 Years of Photography. In: kunsthauswien.com. Abgerufen am 8. November 2024.
Bitesnich ist auch als Musiker aktiv. Als Jugendlicher spielte er in einer Punkband. 2004 gründete er gemeinsam mit Sänger und Songwriter Mani Obeya das Bandprojekt Soundhotel, das Pop- und Soul-Musik herausbringt.MQ Hofmusik: Soundhotel. In: mqw.at. Abgerufen am 9. November 2024. Sie veröffentlichten die Alben Your Place (2004, Universal) und Between Love And Disaster (2006, Room5Records). Nach 17 Jahren Pause, unter anderem bedingt durch Bitesnichs Konzentration auf seine Fotografenkarriere, begannen sie an einem dritten Album zu arbeiten, das 2024 unter dem Titel And the World Rushed In erschien. Weiters bildet Bitesnich zusammen mit dem befreundeten Wiener Gynäkologen Andreas Nather das Musikprojekt Stereofoundation, das erste Album ist 2024 erschienen.
Bitesnich wohnt in einem Haus in Breitenbrunn am Neusiedler See, wo er auch ein Tonstudio unterhält.
Fotografie Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit Bitesnichs ist die Aktfotografie. Zunächst schuf er ausschließlich schwarzweiße, seit 1999 auch farbige Aktfotografien. Für seine weiblichen und männlichen Akte sind eine konsequente grafische Abstraktion und gesteigerte Skulpturalität charakteristisch. Hierfür setzt Bitesnich gezielt das Licht und eine Behandlung der Körperoberflächen ein. Häufig zeigt er außergewöhnliche Figurenkompositionen und eine ungewöhnliche Anordnung der Akteure. Als Modelle mit der nötigen Körperbeweglichkeit dienen ihm dabei insbesondere Tänzer, Sportler und Akrobaten.Andreas H. Bitesnich. More Nudes. In: westlicht.com. Abgerufen am 8. November 2024.
Auch die Reisefotografie nimmt eine wichtige Stellung in Bitesnichs Gesamtwerk ein. Dabei setzt er sich mit den Konventionen und Klischees dieses Genres auseinander und entwickelt eine eigene eindringliche Bildsprache. Er unternahm Reisen durch verschiedene Länder wie Indien und beschäftigte sich als Fotograf mit den fremden Kulturkreisen. Ein Langzeitprojekt ist die fotografische Auseinandersetzung mit Metropolen der Welt, aus der eine Serie von Büchern entstand. Hierzu zählen New York City (2011), Tokyo (2012), Paris (2013), Wien (2015), Berlin (2017) und Lissabon. Die überwiegend schwarzweißen Fotografien stellen die jeweilige Stadt anhand einer Reihe kleiner Details dar.
Als Porträtfotograf machte Bitesnich Aufnahmen von Prominenten wie Anthony Quinn, Philip Glass, Reinhold Messner, Til Schweiger, Wladimir und Vitali Klitschko, Kruder & Dorfmeister, Till Brönner und Pelé. Zu seinem Œuvre gehören auch Mode- und Werbeaufnahmen sowie Videos bzw. Werbeclips.
Werke Nudes Edition Stemmle, Zürich/New York, 1998 Woman teNeues Publishing Group, 2001 Travel teNeues Publishing Group, 2001 Travel collector’s edition teNeues Publishing Group, 2001 Woman collector’s edition teNeues Publishing Group, 2002 On Form teNeues Publishing Group, 2003 On Form collector’s edition teNeues Publishing Group, 2004 Polanudes teNeues Publishing Group, 2006 More Nudes teNeues Publishing Group, 2007 Erotic teNeues Publishing Group, 2010 So Far, 25 Years of Photography, Room5Books 2014 Special Issue dedicated to Andreas H. Bitesnich, Italian Max Magazin, 2000 Tension – Andreas H. Bitesnich, Stern Fotografie On Form, Exhibition Catalogue, Modernbook, Gallery Sensu Publications
Ausstellungen (Auswahl) 2003: Andreas H. Bitesnich – Photography, Museum für Kunst und Gewerbe HamburgJulika Pohle: Auf der Jagd nach dem Omega-Molekül. In: Die Welt. Abgerufen am 8. November 2024. 2004: Andreas H. Bitesnich – Photography, Kunst Haus Wien 2008: Andreas H. Bitesnich. More Nudes, WestLicht, Wien 2014: Andreas H. Bitesnich. 25 Years of Photography, Kunst Haus Wien 2020: Andreas H. Bitesnich, Deeper Shades. Lisboa e Outras Cidades, Museu Coleção Berardo
Ehrungen und Auszeichnungen 1998: Gustav-Klimt-Preis für Plakatserie für die Wiener Aids-Hilfe 1998: Kodak Photography Book Award für Nudes 2009: Vienna Award for Fashion and Lifestyle in der Kategorie PhotographerVienna Awards 2009. In: viennaawards.at. Abgerufen am 9. November 2024.
Weblinks
Website (Fotografie) Band-Website Soundhotel (Musik)' Band-Website STEREOFOUNDATION (Musik) Band-Website BRAVOBRAVO (Musik)
Einzelnachweise
Kategorie:Fotograf (20. Jahrhundert) Kategorie:Fotograf (21. Jahrhundert) Kategorie:Fotograf (Österreich) Kategorie:Aktfotograf Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1964 Kategorie:Mann