mini|hochkant|Kürassier-Denkmal „Lanzenreiter“ in Köln-Deutz mini|hochkant|Brunnen vor dem Toelleturm in Wuppertal

Paul Wynand (* 30. Januar 1879 in Elberfeld; † 2. März 1956 in Berlin) war ein deutscher Bildhauer der Berliner Bildhauerschule der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Leben und Werk Paul Wynand absolvierte zunächst ein Studium an der Kunst- und Baugewerbeschule Berlin (Bildhauerei); danach war er ab 1900 Schüler unter anderem von Auguste Rodin in Paris. Ab 1901 war er Dozent an der Kunstgewerbeschule Elberfeld. Ab ca. 1903 lieferte er eine Vielzahl bedeutender Entwürfe für die Jugendstilära der Westerwälder Steinzeugproduktion, zunächst vor allem für Simon Peter Gerz, später auch für Reinhold Merkelbach und andere. Diese Tätigkeit setzte sich fort bis in die 1920er Jahre. 1905 nahm er eine Lehrtätigkeit an der Keramischen Fachschule in Höhr-Grenzhausen auf. 1911 zog er nach Berlin um.

1912 nahm er teil an der Sonderbund-Ausstellung in Köln (Kat. S. 73) und 1914 an der Ausstellung "neuzeitlicher Bildhauer" in der Kunsthalle Mannheim.

Erhalten sind von ihm Denkmäler in Wuppertal-Barmen, Berlin, Köln, Verden und auf Schloss Burg sowie eine Goethe-Büste in der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main und eine Büste von Papst Pius XII. im Canisius-Kolleg Berlin. Wynand bearbeitete das Wappen an der Außenwand des Ratssaals Bochum (im Krieg zerstört). Er war 1934 bis 1944 als Lehrer für „Bildnerei“ an den Vereinigten Staatsschulen für Freie und Angewandte Kunst (ab 1939: „Staatliche Hochschule für bildende Künste“) in Berlin tätig. In dieser Zeit entwickelte er einen heroisch-monumentalen Stil. Von 1938 bis 1944 wurden sieben Werke von ihm auf der Großen Deutschen Kunstausstellung präsentiert, u. a. „Parsifal“, „Stabspringer“, „Fechter“, „Bewunderung“. 1938 schuf er die große Bronzeplastik Falkner für das Berliner Olympiagelände.

Paul Wynand war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes. (abgerufen am 21. Juni 2016).

Er war auch als Medailleur tätig.

Veröffentlichungen Wie die Plastik in heutiger Zeit stehen soll. In: Kunst für alle Band 49, 1933–1934, S. 184–186 (Digitalisat).

Literatur

Paul Westheim, Plastiken von Paul Wynand, Die Kunst 1914, S.193-198 Herbert von Oelsen, Bildhauer Paul Wynand, Die Kunst, 1934, S. 189-191

Einzelnachweise

Weblinks

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