Ulrich Pinder, auch Ulrich PinterM. Georg Wolfgang Panzers Schafferrs an der Hauptpfarrkirche zu St. Sebald in Nürnberg. Annalen der älteren deutschen Literatur oder Anzeige und Beschreibung derjenigen Bücher welche von der Buchdruckerkunst bis MDXX. in deutscher Sprache gedruckt worden sind..., Nürnberg by Ernst Christoph Grattenauer., Nürnberg 1788., 464 S., Google Books, online, S. 268 und 354 und Ulrich BinderNördlingische Wöchentliche Nachrichten, in welchen mit Hochobrigkeitlicher Erlaubnis angezeigt werden: ...., Den 25. Novembr. 1768., Nro. 48., Carl Gottlob Beck, Gelehrte Anmerkungen, Google Books, online sowie, latinisiert, Udalricus Binder († 1. Januar 1519 in Nürnberg)Eike Frietsch (Red.): Wiener Jahrbuch fur Kunstgeschichte. LVII., Böhlau Verlag., Wien 2008, Google Books, auszugsweise online, S. 51ff., ISBN 978-3-205-78288-9 war ein Mediziner, von 1489 bis 1493 Leibarzt des Kurfürsten Friedrich III. von Sachsen, Herausgeber und Buchdrucker.

Leben Von 1484 bis 1489 arbeitete Pinder als Arzt in Nördlingen.Vgl. Lassnig 2008, S. 56. Seit 1493 war er als Stadtarzt in Nürnberg und als Verfasser medizinischer Schriften tätig. Pinder erwarb sich zudem Verdienste als Herausgeber und Buchdrucker. Seine Drucke waren mit exzellenten Holzschnitten versehen. In seinem Werk Epiphaniae medicorum, das die mittelalterliche Harnschau behandelt, stellt er sich in einem Holzschnitt selbst dar.Friedrich v. Zglinicki: Die Uroskopie in der bildenden Kunst. Eine kunst- und medizinhistorische Untersuchung über die Harnschau. Ernst Giebeler, Darmstadt 1982, ISBN 3-921956-24-2, S. 8 f. Das 1507 in seiner eigenen Druckerei hergestellte Betrachtungsbuch über das Leiden Christi Speculum passionis domini nostri Ihesu christi ist eines der am reichsten illustrierten Bücher (die Illustrationen stammen wahrscheinlich von Hans Baldung Grien, der in der fraglichen Zeit oder etwas früher in Dürers Werkstatt vermutet werden kann).

Ehevereinbarung und Ehevertrag mit Friedrich Peypus Entsprechend der Übereinkunft vom 25. Juli 1512 mit dem Drucker und späteren Buchhändler Friedrich Peypus übergab Pinder seiner Tochter zwei Typenalphabethe mit 70 Gulden berechnet, Bücher im Wert von 30 Gulden und 50 Gulden in bar zu gemeinsamen Händen. Diese Vereinbarung wurde durch die Mediziner Johann Löchner und Hartmann Schedel bestätigt.

Eine weitere Quelle gibt das Sterbedatum in dem Zeitraum ab dem 15. Dezember 1518 und bis 16. März 1519 an.Christoph Reske: Die Buchdrucker des 16. und 17. Jahrhunderts im deutschen Sprachgebiet, S. 662f.

Schriften Aegidii liber de Urinis cum Gentilis Comentario. 1504 Der beschlossen gart des rosenkrantz Mariae. Nürnberg 1505 () Epiphaniae medicorum. Speculum videndi urinas hominum. Nürnberg 1506 (Vollständiger Text in der Google-Buchsuche: , ) Speculum passionis domini nostri Ihesu christi. Nürnberg 1507 (, ; Vollständiger Text in der Google-Buchsuche: , ) Speculum intellectuale felicitatis humanae. Compendium breue de bonae valitudinis cura. Nürnberg 1510 (; ) Speculum phlebotomyae. Friedrich Peypus Druckerei Nürnberg 1510 Die Bruderschaft sanct Ursule. Nürnberg 1513 Speculum passionis domini nostri Iesu Christi. Friedrich Peypus Druckerei Nürnberg 1519

Literatur

Georg Scheja: Über Ulrich Pinder, in: Festschrift Wilhelm Pinder zum sechzigsten Geburtstage, Leipzig 1938, S. 434–440.

Birgit Ulrike Münch: Cum figuris magistralibus. Das „Speculum passionis“ des Ulrich Pinder (Nürnberg 1507) im Rahmen der spätmittelalterlichen Erbauungsliteratur. Ein Passionstraktat mit Holzschnitten der Dürer-Werkstatt. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 92 (2005), S. 1–91 (online).

Einzelnachweise

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