Der MKE Ankaragücü (offiziell: Makina Kimya Endüstrisi Ankaragücü Spor Kulübü; ) ist ein Fußballverein aus der türkischen Hauptstadt Ankara. Der Klub spielte lange Zeit in der höchsten Spielklasse des türkischen Fußballs und gehört zu den ältesten und traditionsreichsten Vereinen der Türkei.

Geschichte

mini|Historisches Vereinslogo bis zur Saison 2014/15 MKE Ankaragücü wurde 1904 unter dem Namen Altınörs İdman Yurdu in Zeytinburnu (Istanbul) gegründet. Die Mannschaft spielte damals in der Istanbuler Freitags Liga.

Der Klub wanderte in die spätere Hauptstadt nach Ankara. Über diesem Umzug gibt es einige Theorien. Eine dieser Theorien besagt, dass die Mannschaft sich in zwei Gruppen aufgeteilt hat und deren Kapitänen Şükrü Abbas sowie Agah Orhan gefolgt sind. Die Gruppe von Spielern mit Şükrü Abbas als Kapitän verließ die Mannschaft und gründete Turan Sanatkarangücü. Dies geschah im Jahr 1910, dieses Jahr gilt offiziell als das Gründungsjahr Ankaragücüs. Altınörs İdman Yurdu und Turan Sanatkarangücü schickten während des Ersten Weltkrieges ihre Spieler an die Front. Nach dem Krieg vereinigten sich die beiden Klubs und traten als AS-FA Gücü auf. Im Jahr 1948 nannte man sich in Ankaragücü um. Ankaragücü gehört zu den Mannschaften, die in der ersten Saison der Süper Lig spielten.

Die bislang größten Erfolge feierte die Mannschaft in den Jahren 1972 und 1981 mit dem Gewinn des türkischen Pokales. Nachdem der Klub sich für die ausstehenden Gehaltszahlungen seiner ehemaligen Spieler Ergin Keleş und Muhammed Türkmen nicht einigen konnte, verhängte der türkische Fußballverband im Januar 2014 erneut ein Transferverbot. Der Verein hatte sich erst kurz zuvor von einem vorherigen Transferverbot befreien können.trtspor.com.tr: „Ankaragücü yine yasaklı“ (abgerufen am 14. Januar 2014) Etwa zehn Tage nach diesem Transferverbot überwies der Verein beiden Spielern ihre ausstehenden Gehälter und erwirkte so die Aufhebung der Transfersperre.fotomac.com.tr: „Ankaragücü'nün transfer yasağı kalktı“ (abgerufen am 23. Januar 2014) Mit 48 Spielzeiten ist MKE Ankaragücü nach Beşiktaş Istanbul, Fenerbahçe Istanbul und Galatasaray Istanbul die längste Zeit in der Süper Lig.

2010er-Jahre Am Ende der Saison 2011/12 stieg Ankaragücü aus der 1. Liga ab sowie im Folgejahr auch aus der 2. Liga und spielte erstmals in der Vereinsgeschichte drittklassig.

Zum Saisonstart 2015/16 verhängte der türkische Fußballverband auf Direktive der FIFA gegen MKE Ankaragücü einen Sechspunkteabzug. Begründet wurde das mit den Transfer- und Gehaltsproblemen, die der Verein mit seinem früheren Spieler Jaroslav Černý hatte.hurriyet.com.tr: „FIFA'dan Ankaragücü'ne -6 puan silme cezası!“ (abgerufen am 25. Mai 2015)

Die Saison 2016/17 beendete der Verein als Meister der TFF 2. Lig und kehrte damit nach vier Jahren in die TFF 1. Lig zurück.tff.org: „MKE Ankaragücü, TFF 1. Lig'e yükselmeyi garantiledi“ (abgerufen am 23. April 2017)

Erfolge Sieger des Türkischen Fußballpokals (2): 1971/72, 1980/81 Tabellenvierter der Süper Lig (4): 1963/64, 1972/73, 1984/85, 2001/02 Meister der TFF 1. Lig und Aufstieg in die Süper Lig: 1968/69, 1976/77, 2017/18 Meister der TFF 2. Lig und Aufstieg in die TFF 1. Lig: 2016/17

Rekordspieler + Die meisten Erstligaspiele Rang Name Einsätze Zeitraum 1. 356 1992–2007 2. 309 1985–1999 3. 268 1994–2004 4. 222 1997–2005 222 1961–1975 6. 220 1993–2003 7. 228 1969–1979 8. 221 2000–2006 9. 211 1982–1990 211 1963–1975 11. 202 1998–2005 12. 200 1983–1993 Stand: 29. Februar 2016+ Die meisten Erstligatore Rang Name Tore Einsätze Tor/Spiel 1. 69 137 2. 53 123 3. 52 190 4. 44 103 5. 40 78 40 202 7. 38 113 8. 37 89 9. 36 90 10. 35 106 11. 31 115 Stand: 29. Februar 2016

Stadion

MKE Ankaragücü trägt seine Heimspiele im 22.000 Zuschauer umfassenden Eryaman Stadyumu aus. Es ist auch gleichzeitig das Heimstadion der Stadtrivalen Gençlerbirliği Ankara und Hacettepe SK.

Fans Ankaragücü genießt in Ankara starken Rückhalt und hat in jeder Saison, unabhängig davon, in welcher Liga man spielt, hohe Zuschauerzahlen zu verzeichnen. Die Ultras nennen sich Gecekondu, Gecekondu ist die türkische Bezeichnung für eine informelle Siedlung, also ein ungeplantes Viertel mit primitiven Unterkünften am Rande einer Großstadt. Übersetzt bedeutet es so viel wie „nachts hingestellt“ (türkisch gece: Nacht). Da viele der Ultras in diesen Gecekondu-Vierteln wohnten, übernahmen sie einfach die Bezeichnung Gecekondu als ihren Namen.

Die Fans von Ankaragücü gelten als fanatische und bedingungslose Unterstützer ihres Vereins und sind in der Vergangenheit auch durch gewalttätige Auseinandersetzungen auffällig geworden. Auf den Tribünen unterstützen sie ihre Mannschaft lautstark. Eine enge Freundschaft pflegt man zu den Fans von Bursaspor, gemeinsam nennen sich die Fans Bursankara, eine Zusammensetzung beider Stadtnamen. Rivalitäten bestehen zu Göztepe Izmir und Manisaspor.

Ligazugehörigkeit 1. Liga: 1959–1968, 1969–1976, 1977–1978, 1981–2012, 2018–2021, 2022–2024 2. Liga: 1968–1969, 1976–1977, 1978–1981, 2012–2013, 2017–2018, 2021–2022, 2024–ldf. 3. Liga: 2013–2017

Bekannte ehemalige Spieler

Trainer (Auswahl)

Präsidenten (Auswahl) Fatih Mert Mehmet Yiğiner Faruk Koca

Weblinks

Ankaragucu.org.tr – Offizielle Website (türkisch)

MKE Ankaragücü in der Datenbank von Kicker.de

Einzelnachweise

Ankaragucu

Kategorie:Vereinsgründung 1910