mini|Mike Müller (2009) Michael «Mike» MüllerAndreas Tobler: Abtreten, marsch! In: SonntagsZeitung. 28. Juli 2019 (Archiv). (* 25. Oktober 1963 in Grenchen) ist ein Schweizer Schauspieler.

Leben und Karriere Mike Müller besuchte die Primarschule zuerst in Zuchwil, später in Trimbach. 1984 schloss er an der Kantonsschule Olten die Matura ab. Im Jahr 1983 gründete er mit Freunden die «Theatergruppe Olten» (anfänglich «Jugendtheatergruppe Olten» genannt), aus der das «Theaterstudio Olten» hervorging. Müller studierte während 27 Semestern Philosophie und schloss mit dem Lizenziat ab. Er besuchte nach dem Studium Schauspiel-Workshops in Berlin, Wien und Zürich. Durch seine Produktionen im Kabarett, in Satiresendungen und auf der Theaterbühne ist er in der Schweiz und in Deutschland bekannt geworden. Des Weiteren engagiert er sich insbesondere im Casinotheater Winterthur. In der SRF-Krimiserie Der Bestatter spielte er in sieben Staffeln die Hauptrolle Luc Conrad.Ich muss nicht immer lustig sein. In: Magazin Zeitlupe, Juni/Juli 2023, abgerufen am 16. August 2024.

Mike Müller tritt häufig in satirischen Rollen auf. In der Deutschschweiz wurde er vor allem bekannt mit seinen Parodien im Satiremagazin Viktors Spätprogramm für das Schweizer Fernsehen. Vom 27. Januar 2008 bis zum 11. Dezember 2016 war er zusammen mit Viktor Giacobbo auf SRF 1 in der satirischen Sendung Giacobbo/Müller jeweils am Sonntagabend zu sehen. In seiner hierfür geschaffenen Rolle als Burri Hanspeter hatte er 2009 einen Auftritt am Arosa Humor-Festival.

Figuren und Parodien Zu den Figuren, die Müller in der Sendung Giacobbo/Müller verkörperte, gehören Hanspeter Burri, ein Berndeutsch sprechender Experte, der Fachvorträge hält, Mergim Muzzafer, ein eingewanderter Albaner, der Tipps für das Leben in der Schweiz gibt, Schorsch Rickenbacher, ein Baselbieterdeutsch sprechender Sicherheitsexperte, der die fiktive Sendung Security TV moderiert, und Jean-Luc Zimmermann, ein Geschäftsleitungsmitglied eines Kreditinstituts. Zu den von Mike Müller parodierten Persönlichkeiten zählen Peter Bichsel, Toni Brunner, Gölä, Bischof Haas, Kim Jong-un, Hans-Rudolf Merz, Frank A. Meyer, Beat Schlatter, Mike Shiva.

Theater OFF OFF Bühne, Zürich 1998: Forever Godard, Regie: Igor Bauersima Casinotheater Winterthur 2005: Ein seltsames Paar, schweizerdeutsche Fassung nach The Odd Couple von Neil Simon 2005: Sickmen, mit Patrick Frey und Viktor Giacobbo Schauspielhaus Zürich 2004/05: Hinter den sieben Gleisen, von Kurt Früh, Regie: Rafael Sanchez 2004/05: Der Geizige, von Molière, Regie: Werner Düggelin 2004/05: Brand, von Henrik Ibsen, Regie: Niklaus Helbling 2009: Erfolg als Chance, von und mit Patrick Frey, Viktor Giacobbo und Mike Müller, Regie: Tom Ryser 2025/26: Blösch, nach dem Roman von Beat Sterchi, Regie: Rafael Sanchez Schauspiel Köln 2024/25: GRMPF, Regie: Rafael Sanchez Soloprogramme 2011: Elternabend 2013: Truppenbesuch 2017: Heute Gemeindeversammlung 2021: Erbsache – Heinzer gegen Heinzer und Heinzer 2023: Klassentreffen

Müller ist auch Co-Autor verschiedener Programme, etwa Sickmen, Erfolg als Chance, Mother T. oder RAF unplugged.

Filmografie 2000: Studers erster Fall 2001: Ernstfall in Havanna 2002: Dario M. 2003: Au large de Bad Ragaz 2003: Achtung, fertig, Charlie! 2003: Strähl 2005: Undercover 2005: Mein Name ist Eugen 2006: Alles bleibt anders, TV-Spielfilm 2007: Tell 2009: Flug in die Nacht – Das Unglück von Überlingen 2012: Das Missen Massaker 2012: Dead Fucking Last 2013–2019: Der Bestatter, TV-Krimi-Serie 2016: Die Welt der Wunderlichs 2020: Jagdzeit 2020: Moskau Einfach! 2023: Der Bestatter – Der Film 2025: Love Roulette

Auszeichnungen 2005: Prix Walo der Sparte «bester Schauspieler» 2013: Prix Walo der Sparte «bester Schauspieler» 2017: Schweizer Fernsehfilmpreis (Spezialpreis) im Rahmen der Solothurner Filmtage für die Hauptrolle in Der Bestatter 2022: Schweizer Kabarett-Preis Cornichon 2022: Schweizer Preis Darstellende Künste

Weblinks

Website von Mike Müller Zum Satiremagazin Giacobbo/Müller Roger Schawinski im Gespräch mit Mike Müller. In: «Schawinski» (SRF 1) vom 14. November 2011 und 2. März 2015.

Einzelnachweise

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