Der Cicero Rednerpreis soll laut Selbstdarstellung auf „die wichtige Rolle der Redekunst in einer auf Kommunikationsfähigkeit und Dialogbereitschaft angewiesenen Demokratie“ hinweisen. Er wird vergeben in den Kategorien Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Namensgeber ist der Staatsmann und Philosoph Marcus Tullius Cicero.

Der Preis wurde 1993 von Friedhelm Franken (* 1943) und Gert Ueding initiiert. Stifter ist der Verlag für die Deutsche Wirtschaft in Bonn, in dem unter anderem die von Franken konzipierte Loseblattzeitschrift Der neue Redenberater erscheint.

Preisträger 1994: Erich Dittus, Ulla Hahn und Hubert Markl 1995: Alfred Grosser, Dag Moskopp und Heinz Riesenhuber 1996: Marcel Reich-Ranicki, Lothar Späth und Antje Vollmer 1998: Odo Marquard, Ingrid Matthäus-Maier, Christian Meier und Mark Wössner 1999: Ulrich Beck, Kurt Biedenkopf, Hans Maier und Ron Sommer 2000: Joachim Gauck, Andreas Paul und Minoru Tominaga 2001: Hans-Olaf Henkel, Miriam Meckel und Herta Müller 2002: Paul Achleitner, Rolf Hochhuth, Jean-Claude Juncker und Hans Joachim Meyer 2003: Moritz Leuenberger, Hans Neuenfels, Hans-Ulrich Wehler und Wendelin Wiedeking 2005: Wolfgang Grupp und Salomon Korn 2007: Thomas Gottschalk 2008: Peter Sloterdijk 2009: Daniel Cohn-Bendit 2010: Heribert Prantl 2011: Peer Steinbrück 2012: Navid Kermani 2014: Andreas Voßkuhle 2016: Hanns Zischler 2018: Harald Lesch

Kritik

Der Spiegel bezeichnete 2007 den Cicero-Rednerpreis als „gut getarnte PR“ eines der „eifrigsten Adresshändler und Lebenshilfe-Ratgeber im Lande“ Norman Rentrop.

Weblinks Offizielle Website (Mit den Texten von Reden der Preisträger)

Einzelnachweise

Kategorie:Rhetorik Kategorie:Marcus Tullius Cicero Kategorie:Sprachpreis (Deutschland) Kategorie:Erstverleihung 1994