mini|Das Domkapitelsche Palatium in Ochsenfurt, Sitz des Landratsamts Ochsenfurt (heute Außenstelle Ochsenfurt des Landratsamts Würzburg). Der Landkreis Ochsenfurt war ein Landkreis im bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken. Er wurde 1972 in der Gebietsreform aufgelöst.

Geographie

Lage Der Landkreis Ochsenfurt umfasste hauptsächlich den Ochsenfurter Gau und damit den südlichen Teil des heutigen Landkreises Würzburg.

Fläche und Einwohnerzahl Der Landkreis Ochsenfurt zählte vor seiner Auflösung ca. 35.500 Einwohner und blieb damit weit unter dem durch die Gebietsreform bestimmten Richtwert von 80.000 Einwohnern für die Bildung eines eigenen Landkreises.

Wichtigste Orte Die einwohnerstärksten Gemeinden des Landkreises waren Ochsenfurt, Giebelstadt, Eibelstadt und Gaukönigshofen.

Nachbarkreise Der Landkreis grenzte 1972 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an den Landkreis und die kreisfreie Stadt Würzburg, an den Landkreis und die kreisfreie Stadt Kitzingen und an den Landkreis Uffenheim (alle in Bayern) sowie an die Landkreise Bad Mergentheim und Tauberbischofsheim (beide in Baden-Württemberg).

Geschichte

Bezirksamt Das Bezirksamt Ochsenfurt wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Aub und Ochsenfurt gebildet.

Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter trat das Bezirksamt Ochsenfurt am 1. Januar 1880 die Gemeinde Geroldshausen an das Bezirksamt Würzburg ab.

Paul Stumpf war von 1. Februar 1929 bis 1933/34 Vorstand des Amtes. Von 1935 bis 1941 war Hermann Kraus Bezirksoberamtmann bzw. Landrat.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Regierungsbezirk am 1. Juli 1937 in Mainfranken umbenannt.

Landkreis Am 1. Januar 1939 wurde im Deutschen Reich die einheitliche Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Ochsenfurt.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst und in den Landkreis Würzburg eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Quelle 1864 25.624 1885 26.190 1900 26.062 1910 27.136 1925 26.875 für den Freistaat Bayern, nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 1939 29.422 Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1940 1950 40.806 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1952 1960 35.200 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1961 1971 35.500 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1973

Gemeinden Dem Landkreis gehörten 53 Gemeinden an: mini|375px|Landkreis Ochsenfurt, Gemeindegrenzenkarte von 1961

+ Frühere Gemeinde Heutige GemeindeHeutiger LandkreisAcholshausenGaukönigshofenWürzburgAllersheim, MarktGiebelstadtWürzburgAub, StadtAub (Verwaltungsgemeinschaft Aub)WürzburgAufstettenRöttingenWürzburgBaldersheimAubWürzburgBieberehrenBieberehren (Verwaltungsgemeinschaft Röttingen)WürzburgBolzhausenSondershofenWürzburgBuchBieberehrenWürzburgBurgerrothAubWürzburgBütthardBütthardWürzburgDarstadtOchsenfurtWürzburgEibelstadt, StadtEibelstadt (Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt)WürzburgEichelseeGaukönigshofenWürzburgErlachOchsenfurtWürzburgEßfeldGiebelstadtWürzburgEuerhausenGiebelstadtWürzburgFrickenhausen am Main, MarktFrickenhausen am MainWürzburgFuchsstadt, MarktReichenbergWürzburgGaubüttelbrunnKirchheimWürzburgGaukönigshofenGaukönigshofenWürzburgGaurettersheimBütthardWürzburgGelchsheim, MarktGelchsheim (Verwaltungsgemeinschaft Aub)WürzburgGiebelstadt, MarktGiebelstadt (Verwaltungsgemeinschaft Giebelstadt)WürzburgGnodstadtMarktbreitKitzingenGoßmannsdorf am MainOchsenfurtWürzburgGützingenBütthardWürzburgHerchsheim, MarktGiebelstadtWürzburgHohestadtOchsenfurtWürzburgHopferstadtOchsenfurtWürzburgHöttingenBütthardWürzburgIngolstadt in UnterfrankenGiebelstadtWürzburgKleinochsenfurtOchsenfurtWürzburgKlingenBieberehrenWürzburgLindelbachRandersackerWürzburgOchsenfurt, StadtOchsenfurtWürzburgOellingenGelchsheimWürzburgOesfeldBütthardWürzburgOsthausenGelchsheimWürzburgRiedenheimRiedenheim (Verwaltungsgemeinschaft Röttingen)WürzburgRittershausenGaukönigshofenWürzburgRöttingen, StadtRöttingen (Verwaltungsgemeinschaft Röttingen)WürzburgSächsenheimSonderhofenWürzburgSommerhausen, MarktSommerhausen (Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt)WürzburgSonderhofenSonderhofen (Verwaltungsgemeinschaft Aub)WürzburgStalldorfRiedenheimWürzburgStrüthRöttingenWürzburgSulzdorfGiebelstadtWürzburgTauberrettersheimTauberrettersheim (Verwaltungsgemeinschaft Röttingen)WürzburgTiefenthalBütthardWürzburgTückelhausenOchsenfurtWürzburgWinterhausen, MarktWinterhausen (Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt)WürzburgWolkshausenGaukönigshofenWürzburgZeubelriedOchsenfurtWürzburg

Kfz-Kennzeichen Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen OCH zugewiesen. Es wurde bis zum 30. April 1973 ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 ist es aufgrund der Kennzeichenliberalisierung wieder im Landkreis Würzburg erhältlich.

Einzelnachweise

Ochsenfurt Ochsenfurt Ochsenfurt Kategorie:Aufgelöst 1972