mini|The 5th Dimension (1969) The 5th Dimension ist eine US-amerikanische Popgruppe. Sie wurde 1965 in Los Angeles gegründet.

Geschichte Die männlichen Sänger Davis Jr., Townson und McLemore wohnten im selben Ort in St. Louis, Missouri. Jeder von ihnen ging eigene Wege, bis diese sich in Los Angeles, dem Zentrum der damaligen Soul-Ära, wieder kreuzten. Alle drei wollten sie den Sprung ins Musikgeschäft.

Ursprünglich nannte sich die afroamerikanische Band The Versatiles. Als solche blieben sie erfolglos, bis Manager Marc Gordon sie an die Plattenfirma Soul City Records vermittelte. Sie waren die ersten Musiker, die dort unter Vertrag standen. Ihre erste Single hieß Lovin’ You Forever/Train Keep on Movin und verzeichnete in den Billboard Top 20 von 1966 auf Platz 16.

Johnny Rivers, Gründer von Soul City Records, änderte den Namen und das Auftreten in The 5th Dimension. Damit schafften sie 1968 den Durchbruch mit dem von Jimmy Webb geschriebenen Titel Up, Up and Away, die mit fünf Grammy-Awards honoriert wurde.

Noch erfolgreicher war 1969 die Adaption der Lieder aus dem Musical Hair, von The 5th Dimension zu dem Medley Aquarius/Let the Sunshine In zusammengefasst.Text und Musik von James Rado, Gerome Ragni und Galt MacDermot; Produzent: Bones Howe; US-Katalognummer: Soul City 772. Die Single belegte sechs Wochen lang Platz eins der US-Charts.Nähere Informationen zu dem Song in: Fred Bronson: The Billboard Book of Number One Hits. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Billboard Publications, New York City 1992, S. 253. Sie wurde innerhalb von sechs Wochen 1,5 Millionen Mal verkauft, insgesamt drei Millionen Mal. Das dazugehörige Album Age of Aquarius (Wassermannzeitalter) blieb 72 Wochen in den US-Charts und gelangte dort bis auf Platz zwei.Joel Whitburn: Top Pop Albums 1955–1996. Record Research Ltd., Menomonee Falls, Wisconsin 1996, S. 264.

Im November 1969 führten The 5th Dimension mit Wedding Bell Blues, ursprünglich von Laura Nyro,Text und Musik von Laura Nyro; Produzent: Bones Howe; US-Katalognummer: Soul City 779; nähere Informationen zu dem Titel siehe: Fred Bronson: The Billboard Book of Number One Hits. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Billboard Publications, New York City 1992, S. 261. erneut an die US-Charts an. Die Single belegte drei Wochen lang den Spitzenplatz.

Mitglieder Billy Davis Davis war Mitglied in diversen Gospel- und Soulgruppen und studierte in Washington Technik. Er eröffnete seinen eigenen Nachtclub und befasste sich schon damals mit dem Gedanken, nach Los Angeles zu gehen, um eventuell bei Motown unterzukommen.

Lamonte McLemore McLemore war vor seinem Umzug nach Los Angeles professioneller Baseballspieler und arbeitete als Fotograf. Er entdeckte sein Talent zum Singen bei der US Navy. Er starb am 3. Februar 2026.

Ron Townson Townson versuchte sich schon als kleiner Junge im Singen von Operetten. Er machte seinen Hochschulabschluss an der Lincoln-Universität, bevor er nach Los Angeles ging mit der Absicht ins Musikgeschäft einzusteigen. Der Sänger starb im Jahr 2001.

Marilyn McCoo und Florence LaRue McLemore sollte die Gewinner eines Fotowettbewerbs fotografieren und lernte dadurch McCoo und LaRue kennen. Beide wollten – zunächst nur als Hobby – der Gruppe beitreten. McCoo dachte an eine Solokarriere als Sängerin. LaRue träumte eigentlich von einer Schauspielerkarriere.

Musik Davis war der Komponist der Gruppe. Er produzierte aber auch für andere Interpreten. Gruppenfremde Lieder wie What Do You Want (From Me Girl) stammten z. B. aus seiner Feder. Zu den Songlieferanten von The 5th Dimension gehören berühmte Komponisten wie P. F. Sloan, Jimmy Webb, Laura Nyro, Burt Bacharach, Ashford & Simpson.

Die auf dem Album Stoned Soul Picnic (1968) erschienenen Titel It’ll Never Be the Same Again und Broken Wing Bird mit den seichten Backgroundstimmen von McCoo, LaRue und Davis sind Lieder, die den romantischen (afro-amerikanischen) „California Soul“ der späten 1960er Jahre wiedergeben. Ein Titel der 5th Dimension hieß auch California Soul.

Diskografie

Studioalben

Weitere Studioalben 1978: Star Dancing 1978: High on Sunshine 1995: In the House

Livealben

Weitere Livealben 1995: Respect – Live 2005: Live! Plus Rare Studio Recordings!

Kompilationen

Weitere Kompilationen 1969: Let The Sunshine In 1970: Dimension Five 1970: Love Garden 1970: The 5th Dimension Special 1971: The Best of Fifth Dimension 1971: The Fantastic Fifth Dimension Vol. 2 1976: 22 of Their Fabulous Hits 1982: The Very Best of 5th Dimension 1986: Anthology 1967–1973 1997: Up-Up and Away: The Definitive Collection 1999: Aquarius / Let The Sunshine In

Singles

Weitere Singles 1975: Magic In My Life 1975: Walk Your Feet In The Sunshine 1983: Surrender

Videoalben 2005: The 5th Dimension Travelling Sunshine Show (mit Dionne Warwick, Merle Haggard und The Carpenters)

Literatur Irwin Stambler: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3., überarbeitete Auflage. St. Martin’s Press, New York City 1989, S. 225–227, ISBN 0-312-02573-4. Jay Warner: The Billboard Book Of American Singing Groups. A History 1940–1990. Billboard Books, New York City 1992, S. 380–382.

Weblinks

5thdimensionlive.com (englisch)

Einzelnachweise 6. LaMonte McLemore of The 5th Dimension dies at 90 - Los Angeles Times Kategorie:Popband Kategorie:US-amerikanische Band Kategorie:Grammy-Preisträger