Oden (japanisch , auch , kanji ; – aus Kansai-Dialekt) ist ein typisch japanisches Gericht der Winterzeit, das meist als Eintopf in einem irdenen Kochtopf (Donabe, ) zubereitet wird. Es besteht aus verschiedenen Zutaten wie beispielsweise gekochtem Ei, Daikon (Winterrettich), Konnyaku und Chikuwa, die zusammen in einer Dashi-Brühe mit Kombu oder Katsuobushi gekocht werden.
Karashi kann als Würze hinzugegeben werden. Abweichend von den meisten Eintopfgerichten können Zutaten zu jeder Zeit hinzugefügt und lange in der Dashi oder einer Grundbrühe belassen werden, die über eine längere Zeit kochen und stetig durch Zufuhr mit frischen Fonds aufgefüllt werden. Damit ist Oden ein beliebtes Gericht für die kalte Jahreszeit. In bestimmten Lokalitäten wird es aber auch zu allen Jahreszeiten angeboten. Erhältlich ist dieses Gericht beispielsweise in japanischen Odenläden (odenya, )Der Odenladen (jap. odenya, ), japanischen Kneipen (Izakayas), japanischen Convenience Stores (konbini, )Ein Selbstbedienungsladen, der rund um die Uhr geöffnet hat (, , ugs. konbini, ) und in stationären oder mobilen Verkaufsständen bzw. -wägen. Oden wird ab 50 Yen pro gegarte Zutat mit Dashi angeboten. Manchmal kann es mit einem Spieß in der Hand als Imbiss mitgenommen und direkt verspeist werden.
Ursprung Oden kommt ursprünglich von Misodengaku, kurz Dengaku (, kurz ). Dabei wurde Konnyaku oder Tōfu gekocht und mit Miso verzehrt. Später wurden die Zutaten anstelle von Miso in Dashi gekocht und das Gericht gewann an Beliebtheit.
Varianten Oden gibt es in verschiedenen Variationen und lokalen Eigenarten. In Nagoya wird Miso als Dipsauce verwendet und das Gericht dort als Kantō ni (, dt. „Kantō-Gegartes“) bezeichnet, da Oden aus der Region Kantō stammt. In der Kansai-Region kennt man Oden auch unter dem Ausdruck Kantō daki (, auch , „Kantō-Gekochtes“), das meist würziger zubereitet wird, verglichen mit der Zubereitungsart in der Kantō-Region.
Fußnote
Beliebte Zutaten (Auswahl) Atsuage Gekochtes Ei Chikuwa Chikuwabu Daikon Ganmodoki Gobōmaki Gyusuji Hanpen Ikamaki Ito konnyaku Kabocha Kamaboko Konnyaku Kartoffeln Satsumaage Shinjoage Shirataki Tōfu Tsukune Wiener
Außerhalb Japans Außerhalb Japans erfreut sich Oden auch großer Beliebtheit. Es wird in japanischen Restaurants, aber auch manchmal in japanischen Convenience Store-Ketten angeboten, wie beispielsweise 7-Eleven oder Lawson. Oden außerhalb Japans ist speziell auf den lokalen Geschmack zugeschnitten und unterscheidet sich von Zutaten und Geschmack her leicht von Odengerichten in Japan.
China In den Filialen von 7-Eleven in China wird es als Haodun ()Haodun () vermarktet. Bei Lawsons in China kennt man es unter der Bezeichnung Dundian ()Dundian (). Allgemein kennt man Oden auf dem chinesischen Festland und auf der Insel Taiwan auch als Guandongzhu (, selten Guandongchui ).Guandongzhu (), selten Guandongchui ()
Südkorea In Südkorea kennt man Oden unter dem japanischen Lehnbegriff odeng (koreanisch ) und es wird als Gericht meist unter dem Namen odeng-tang () angeboten. Odeng-tang wird in Korea meist mit einer scharfwürzigen Brühe zubereitet und es gibt sie sowohl in koreanischen Gaststätten als auch an Imbissständen.
Taiwan Schon bereits zur japanischen Kolonialzeit (1895–1945) kannte man in Taiwan Oden unter der Lehnbezeichnung olen bzw. heilun ().Der taiwanische Lehnbegriff heilun () hat seinen Ursprung im Hokkien-Begriff o-len bzw. oo33-lian51 (). Nach der hochchinesischen Aussprache wulun (). Dieser Begriff ist ein Lehnwort basierend auf dem japanischen Begriff Oden ( / ). Die lokale Odenvariante wird in Taiwan gewöhnlich Tianbula ()Der taiwanische Lehnbegriff nach der hochchinesischen Aussprache tianbula () ist ein Lehnwort aus dem Hokkien-Regiolekt für den japanischen Begriff Tempura (), in Hokkien nach Umschrift als thian35 pu55 lah3 ausgesprochen. Der Ursprung des taiwanischen Lehnbegriffs tianbula liegt in Westjapan (Kansai-Region). In Japan wird der Begriff für die Zutat „frittierter Fischkuchen“ regional unterschiedlich verwendet. Die häufigste Bezeichnung für frittertien Fischkuchen in Japan lautet Tempura () – 44,5 %, gefolgt von Satsumaage ( / ) – 34,4 %, Hanpen ( / ) – 5,8 % und Tsukeage () – 4,8 %. Die häufigste Nutzung der Bezeichnung für den frittierten Fischkuchen als Tempura liegt in Westjapan, während in Ostjapan (Kantō-Region) vermehrt die Bezeichnung Satsumaage genutzt wird. oder Samo zhayubing ()Samo zhayubing () genannt, dessen Name in der japanischen Küche, regional auf der Insel Kyūshū, als Satsumaage / Satsuma-age (japanisch , auch )Japaner aus der Region Kyūshū (Südjapan) führten in Taiwan die Bezeichnung Satsumaage ( / ) für den frittierten Fischkuchen ein, obwohl die Nutzung der Bezeichnung Tempura () in Westjapan (z. B. Kyūshū) für den frittierten Fischkuchen lokal häufiger anzutreffen ist. bekannt ist.
Fußnote
Anmerkungen
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Japanische Küche Kategorie:Fast Food Kategorie:Suppe