alt=|mini|Ev.-Luth. Elf-Gebote-Kirche in Schönborn Schönborn ist eine Ortschaft und ein Ortsteil von Dresden. Die zuvor eigenständige Gemeinde im Nordosten der sächsischen Landeshauptstadt wurde am 1. Januar 1996 nach Langebrück eingemeindet und erhielt den Status einer Ortschaft. Mit Langebrück kam Schönborn 1999 durch Eingliederung nach Dresden und bildet den gemeinsamen statistischen Stadtteil Langebrück/Schönborn. Der rund 500 Einwohner zählende Ort gehört landschaftlich zum Radeberger Land.
Geographie Schönborn ist ein typisches Bauerndorf, besitzt eine knapp 50 Hektar große Waldhufenflur, die sich in über zwei Kilometern Breite zwischen dem Roten-Graben-Weg und der Großen Röder sowie zwischen der Grundmühle und der Kunathmühle (Seifersdorfer Tal) ausdehnt.
Geschichte alt=|mini|Altarraum der Schönborner Kirche Das Dorf wird 1350 als Schonenburn erwähnt. Sein Name ist als Ort am schönen, lichten Bach beziehungsweise Quell zu deuten und steht wohl in Verbindung mit der Lage an der Quelle eines linken Zuflusses der Großen Röder. In Verbindung eines Personennamens hat der Ort eine noch ältere gesicherte urkundliche Erwähnung. In dieser heißt es:
„Am 3. Oktober 1297 erwerben Hermannus de Schonenburne und der praefato Heinrico de Schonenburne Brachland vor dem Dresdner Frauentor.“
Auch soll nach Mitteilung des Landesamtes für Archäologie und des Landesamtes für Vorgeschichte in Dresden das Dorf Schönborn schon in der Mitte des 13. Jahrhunderts (um 1250) eine steinerne Kapelle (Kirche) im romanischen Stil besessen haben. Nach der Zerstörung 1653 wurde sie bis 1664 wieder aufgebaut. Der Kirchenraum wird als Saal mit eingezogenem, rechteckigem Chor charakterisiert. Schönborn war herrschaftliches Dorf, dessen Einwohner zumeist den Besitzern des Rittergutes Seifersdorf unterstanden und ihnen Frondienste zu leisten hatten. Als Anrainer der Dresdner Heide durften die Bewohner im Wald Holz sammeln und Vieh dorthin auf die Hutung treiben, sogar bis zum fünf Kilometer entfernten Dachsenberg. Dafür mussten sie noch im 17. Jahrhundert bei Hofjagden als Treiber helfen.
Politik
Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr Einwohner 1351 6 besessene Mann 1551 26 besessene Mann, 4 Häusler, 44 Inwohner 1587 28 Hufner, 7 Häusler 1764 26 besessene Mann, 19 Häusler 1834 329 1871 352 1890 427 1910 435 1925 485 1939 470 1946 577 1950 543 1964 558 1985 547 Jahr Einwohner 1990 426 1991 361 1992 351 1993 349 1994 345 1995 395 1996 1997 1998 1999 451 Jahr Einwohner 2000 478 2001 496 2002 503 2003 501 2004 497 2005 487 2006 490 2007 478 2008 499 2009 497 Jahr Einwohner 2010 494 2011 496 2012 492 2013 500 2014 513 2015 511 2016 506 2017 504
Siehe auch Liste der Kulturdenkmale in Schönborn (Dresden) Liste der Straßen und Plätze in Schönborn (Dresden)
Literatur
Hanns Franke: Schönborn – eine Ortscharakteristik. In: Radeberger Kulturleben: Heimatschrift für Radeberg und Umgebung. 3, Stadtrat der Stadt Radeberg, Juni 1958, S. 15. Melderegister der Landeshauptstadt Dresden
Weblinks
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