mini|Ehemaliges Zeiss-Werk in Wien, 2005 miniatur|Ausbildungswerkstätte für KFZ- und Panzertechnik der HLogS Das Gebäude des Zeiss-Werks Wien wurde 1916–1917 im 14. Wiener Gemeindebezirk Penzing an der Abbegasse 1 errichtet. Von 1936 bis 1987 wurde es durch die Radiowerke Horny und die Wiener Radiowerke AG (WIRAG) genutzt, als Standort des Bundesheeres seit 1987 heißt die Anlage Militärische Liegenschaft Breitensee.Bundesheer: Militärische Liegenschaft Breitensee, abgerufen am 24. März 2022. mini|Auf dem Gelände verrostendes Tübbing der Wiener U-Bahn
Geschichte Produktionsstätte Bei dem nach Plänen von Robert Oerley errichteten Stahlbetonbau handelte es sich um eine Produktionsstätte für optische Geräte des Jenaer Unternehmens Carl Zeiss. Ausgestattet war das auf einer Hügelkuppe im Westen Wiens errichtete Bauwerk mit einer Observatoriumskuppel, die Testzwecken diente.
Von 1918 bis 1929 stand der Bau leer und wurde dann an die Radiowerk Schrack AG in Wien-Meidling verkauft. Die Wiener Philips Radioröhren GmbH, eine Tochter des niederländischen Philips-Konzerns, übernahm zunächst 1936 die Radiowerke Horny, firmierte diese in Wiener Radiowerke AG (WIRAG) um und kaufte 1939 auch das Schrack-Werk an der Abbegasse.
Dort stellte man zunächst WIRAG-Röhrenempfänger und Philips-Elektronenröhren her. Ab 1940 wurden feinmechanische Instrumente für den Schiffs- und Flugzeugbau sowie u. a. für die Luftwaffe Lorenz-Landesystemempfänger hergestellt. Nach dem Kriegsende 1945 begann erneut die Produktion von Radioröhren. 1947 wurde hier das erste Tonbandgerät von Philips produziert und 1964 das erste Videogerät. In den 1970er-Jahren folgten Radiorekorder.
Nutzung durch Bundesheer Zwischen 1985 und 1987 wurde das hier bestehende Werk abgesiedelt, seither wird das Areal unter dem Namen Militärische Liegenschaft Breitensee vom Bundesheer militärisch genutzt. Bis 2008 war diese Liegenschaft Standort der Heimatfunkstationen (Funkverbindung zu Auslandsmissionen) des österreichischen Bundesheeres. Die dort angebrachten Antennen und Funkstationen wurden abgebaut und im Rahmen einer Neustrukturierung in St. Johann im Pongau und Villach neu installiert.
Zudem diente das Areal dem Technischen Museum während des Umbaus in den Jahren 1992 bis 1999 als Außenlager diverser Exponate, die teilweise erst Jahre nach dem Umbau abgeholt wurden. Reste davon, etwa das einst vor dem Museum stehende Tunnel-Tübbing der Wiener U-Bahn, befinden sich immer noch auf dem Gelände. Im Jahr 2005 wurde der Verkauf des Areals beschlossen, was aber bis heute nicht vollzogen wurde.
Derzeit (2021) dienen die Gebäude als Ausbildungswerkstätte für Kfz- und Panzertechnik der Heereslogistikschule sowie als Heeressportzentrum.Bundesheer: Nachgeordnete Dienststellen, abgerufen am 24. Februar 2021.
Weblinks
Pressemitteilung über Nutzung als Wohnraum schlot.at – Ehemalige Zeisswerke Wien
Einzelnachweise
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