Augustinus Franz Kropfreiter (* 9. September 1936 in Hargelsberg; † 26. September 2003 in Sankt Florian) war ein österreichischer Komponist und Organist.

Leben Kropfreiter verbrachte seine Schulzeit ab 1948 im katholischen Bischöflichen Gymnasium Petrinum, wo er seine erste musikalische Grundausbildung erhielt.Biografie Augustinus Franz Kropfreiter. Musikdatenbank von mica – music austria, 11. Juni 2024; abgerufen am 21. Juli 2024. Unmittelbar nach der Matura trat er 1953 in das Augustiner-Chorherrenstift St. Florian ein; wegen seiner außerordentlichen musikalischen Begabung wurde für ihn eigens der Status eines Chorfraters begründet, denn Kropfreiter hatte kein Theologie-Studium absolviert und war kein geweihter Priester. Im Stift wurde er anfangs vom Organisten Johann Krichbaum in Musiktheorie unterrichtet. Von 1955 bis 1960 studierte er Komposition und Orgel am Linzer Bruckner-Konservatorium und an der Wiener Musikhochschule. Nach Beendigung seiner musikalischen Studien wurde er in St. Florian zum Stiftsorganisten ernannt; dieses Amt hatte er bis zu seinem Tod inne. Zeitweise war er zusätzlich auch Lehrer der St. Florianer Sängerknaben und ab 1966 Leiter des Stifts-Chores (Regens Chori). 2003 verstarb er im 68. Lebensjahr in St. Florian.

Werk Kropfreiter schuf ein umfangreiches Orgelwerk und ist damit einer der bedeutendsten österreichischen Orgelkomponisten des 20. Jahrhunderts. Dem Stift St. Florian verhalf er zu noch größerer Bekanntheit. Er komponierte unter anderem mehrere Orchesterwerke (u. a. Orgelkonzerte, 3 Sinfonien), Messen, Kirchenmusik-, Chormusik-, Kammermusik- und Orgelmusikstücke (u. a. Toccata francese, Signum, zahlreiche Choralbearbeitungen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades), mit denen er nicht nur in Österreich Bekanntheit erlangte. Er legte bei seinen Kompositionen großen Wert auf die Polytonalität und den hindemithschen Kontrapunkt.

Auszeichnungen 1962: Kulturpreis des Landes Oberösterreich 1964: Staatspreis für Musik 1993: Anton-Bruckner-Preis 2001: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. KlasseAufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952. (PDF; 6,9 MB) parlament.gv.at, S. 1406. 2002: Österreichischer Kunstpreis für Musik Bundesministerium für Bildung und Frauen; abgerufen am 16. November 2014. 2002: Heinrich-Gleißner-Preis kirchenzeitung.at; abgerufen am 16. November 2014.

Literatur Klaus Sonnleitner: „Soli Deo Gloria“ Zum Schaffen Augustinus Franz Kropfreiters. Hollitzer, Wien 2022, ISBN 978-3-99012-984-5. Georgina Szeless: Augustinus Franz Kropfreiter. Trauner Verlag, Linz 2006, ISBN 3-85487-991-1. Maria Helfgott: Das Orgelwerk von Augustinus Franz Kropfreiter. Diplomarbeit, Univ. Wien, 2000.

Weblinks

Kropfreiter, Augustinus Franz. aeiou. Augustinus Franz Kropfreiter. komponisten.at

Kropfreiter spielt Orgelwerke von Anton Bruckner. abruckner.com

Einzelnachweise

Kategorie:Augustiner-Chorherr Kategorie:Komponist (Österreich) Kategorie:Komponist (Chor) Kategorie:Organist (Kirchenmusik) Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert) Kategorie:Absolvent der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse Kategorie:Träger des Kulturpreises des Landes Oberösterreich Kategorie:Träger des Heinrich-Gleißner-Preises Kategorie:Hargelsberg Kategorie:Person (Stift Sankt Florian) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1936 Kategorie:Gestorben 2003 Kategorie:Mann