Gustav Lindau (* 2. Mai 1866 in Dessau; † 10. Oktober 1923 in Berlin) war ein deutscher Mykologe und Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „“.

Leben und Wirken Lindau begann seine naturgeschichtlichen Studien in Heidelberg und später Berlin, wo er Schüler von Simon Schwendener wurde. 1888 wurde er mit einer These zu Apothecien von Flechten promoviert. 1890 wurde er Direktor des Botanischen Gartens in Münster und Assistent von Julius Oscar Brefeld. Seit 1892 war er in Berlin als Assistent im botanischen Garten tätig. 1894 habilitierte er und wurde Privatdozent für Philosophie. Schließlich erhielt er 1902 den Ruf zum Professor.

Lindau ist Erstbeschreiber der Gattung Eidamia 1904 aus der Abteilung der Schlauchpilze, die er 1904 zu Ehren des Botanikers und Mykologen Eduard Eidam benannte.Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018.

Ehrungen Lindau zu Ehren wurde die Gattung Lindauea der Pflanzenfamilie der Akanthusgewächse (Acanthaceae) benannt.

Schriften (Auswahl) Thesaurus litteraturae mycologicae et lichenologicae. 5 Bände, 1908–1917 – mit Paul Sydow. Kryptogamenflora für Anfänger. 6 Bände, 1911–1914.

Literatur Heinrich Dörfelt (Hrsg.): Lexikon der Mykologie. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart, New York 1989, ISBN 3-437-20413-0.

Einzelnachweise

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