In dieser Liste werden die südslawischen den griechischen Bezeichnungen von Orten in Griechenland gegenübergestellt.

Viele griechische Siedlungen hatten in ihrer Geschichte griechische und nichtgriechische Namensformen. Eine Vielzahl dieser Namen war unter der Herrschaft der Osmanen in Verwendung. Einige dieser Namensformen sind nachweislich griechischen Ursprungs, andere entstammen slawischen Sprachen, dem Türkischen, Aromunischen, Italienischen oder Albanischen. Infolge des Ersten Weltkriegs und des Griechisch-Türkischen Krieges (1919–1922) wurde aufgrund der Verträge von Neuilly (1919) und Lausanne (1923) ein umfassender Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland, dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, Bulgarien und der Türkei durchgeführt. Die vormaligen Wohnorte der migrierten Bevölkerungsteile auf griechischem Staatsgebiet wurden von Griechen aus Ost- und Nordthrakien, Kleinasien, aus dem Norden Makedoniens und von der Schwarzmeerküste besiedelt. Die griechische Regierung nahm im Zuge ihrer Siedlungspolitik die Umbenennung zahlreicher Orte vor und führte ursprünglich altgriechische Namen, Orts- und Flurnamen lokaler griechischer Dialekte oder Übersetzungen nichtgriechischer Ortsnamen (wieder) ein. Zahlreiche Namen wurden auch von griechischen Migranten mitgebracht.Bintliff: The Ethnoarchaeology of a 'Passive' Ethnicity. In: K.S. Brown, Yannis Hamilakis: The Usable Past: Greek Metahistories. Lexington Books, 2003. S. 138. Zitat: This denial of the multiethnic composition of the rural landscape has been helped by state-imposed systematic place-name changes throughout this century, many as late as the 1960s, through which a wonderful scatter of traditional Greek, Slav, Albanian, and sometimes Italian village names has been suppressed – wherever conceivable – in favor of the name of any ancient Greek toponym remotely connected to the neighborhood.

Obwohl nun der überwiegende Großteil der Bevölkerung griechisch war, wurde die Ortsumbenennung als ein Mittel zur ethnischen und kultureller Selbstfindung und der Bildung eines griechischen Gruppenbewusstseins betrachtet.Anastasia Karakasidou: Politicizing Culture: Negating Ethnic Identity in Greek Macedonia. In: Journal of Modern Greek Studies, 11 (1993), S. 22–23, Fußnoten 2–3: the bulk of the population in Greek Macedonia is nothing less than GreekElisabeth Kontogiorgi: Population Exchange in Greek Macedonia: The Forced Settlement of Refugees. Oxford University Press, 2006. Zitat: The influx of Greek refugees coupled, with the departure of Muslims and pro-Bulgarian Slavs, produced a radical ethnological impact: whereas Macedonia was 42 per cent Greek in 1912, it was 89 per cent in 1926.Elisabeth Kontogiorgi: Population Exchange in Greek Macedonia: The Forced Settlement of Refugees. Oxford University Press, 2006. S. 292–294. Zitat: The policy of Hellenizing toponyms was fundamental to the more comprehensive process of establishing a collective ethnic consciousness and a sense of national identity rooted deeply in the profundity of time and history. Die Phase der Umbenennungen zog sich über mehrere Jahrzehnte hin. Sie begann 1926 und dauerte bis in die 1960er Jahre.

Mit den Umbenennungen griechischer Orte im 20. Jahrhundert beschäftigt sich unter anderem ein Projekt des Institute of Neohellenic Research in Athen. Bislang wurden für die Periode von 1913 bis 1962 insgesamt 4075 Umbenennungen dokumentiert und in einer Datenbank nach Regionen aufgeschlüsselt erfasst (Stand: 1. Februar 2011).Informationen zum Projekt Name changes of settlements in Greece – Pandektis beim Institute for Neohellenic Research dazu auch den Online-Zugang zur genannten Datenbank

Südslawische Bezeichnung griechischer Orte