mini|Josef Knap Josef Knap (* 28. Juli 1900 in Podůlší bei Jičín; † 13. Dezember 1973 in Prag) war tschechischer Schriftsteller, Dichter, Literaturkritiker und gemeinsam mit Jan Čep und František Křelina führende Vertreter der Ruralismus auch Blut- und Bodenliteratur genannt.

Nach dem Besuch des Gymnasiums 1919 und dem Studium er modernen Literatur an der philosophischen Fakultät der Karls-Universität in Prag, das er 1924 abschloss, bereiste er vor allem eine Reihe europäischer Staaten, darunter Deutschland, Schweden, Norwegen, Italien und Frankreich. Von 1925 bis 1951 arbeitete er in der Theaterabteilung des Nationalmuseums, dessen Leiter er später auch war.

Seine Gläubigkeit, die auch in seiner Literatur starken Einfluss fand, wurde er in den 50er Jahren Opfer der Schauprozesse gegen katholische Intellektuelle. 1952 wurde er zu elf Jahren Gefängnis verurteilt. 1955 folgt die Entlassung und 1967 die gerichtliche Rehabilitation. Nach der Entlassung arbeitet er zunächst als Bauarbeiter, später erhält er eine Stelle bei Památník národního písemnictví. Er stirbt in Prag und wird in Železnice bei Jičín beerdigt.

Sein Werk kombiniert realistische und impressionistische Elemente. Inspiriert wurde er durch literarische Werke von Autoren aus dem Norden und Tschechien, darunter Antal Stašek, Karel Václav Rais und des Impressionisten Fráňa Šrámek. Er beschreibt meist das Leben der ländlichen Bevölkerung.

In den 1960er Jahren beschäftigt er sich mit der Geschichte der Theatervereine und veröffentlicht 1961 darüber sein Buch Künstler auf Wanderschaft (Umělcové na pouti). 1967 erscheinen seine Erinnerungen Ohne das letzte Kapitel (Bez poslední kapitoly). Zu weiteren Werken gehörten Monografien und literarisch-kritische Studien.

Werke Erzählungen

Píseň na samotě, 1924 Zaváté šlépěje, 1929 bis 1940 Žloutnou stráně, 1929 Polní kytice, 1935 Čas kopřiv, 1970

Kinderbücher

Trojlístek, 1943

Romane

Ztracené jaro, 1922 Réva na zdi, 1926 Muži a hory, 1928 Vysoké jarní nebe, 1932 Cizinec, 1934 Puszta, 1937 Dívčí hlas, 1938 Věno, 1944 Dokud vane vítr, 1968 Vzdálená země, 1969 Bez poslední kapitoly, 1997

Theater – Fachliteratur

Hilbert, 1926 Zöllnerové: Dějiny divadelního rodu, 1958 Umělcové na pouti: České divadelní společnosti v 19. století, 1961 Čtyři herečky: Spurná, Vojtová, Brzková, Beníšková, 1967

Historische Arbeiten

Alej srdcí, 1920 Úvod do krásné literatury, 1924 Cesty a vůdcové: k literatuře let dvacátých, 1926 Venkovu o četbě, 1926 Básníci selství, 1932 Fráňa Šrámek, 1937 Literatura české půdy, 1939 Selma Lagerlöf, 1949

Gedichtssammlungen

Neznámému bohu, 1929 Zaslechnutý hlas, 1997

Literatur

Čeští spisovatelé 20. století, Československý spisovatel, Praha 1985 Lexikon české literatury K-L, Academia, Praha 1993 Slovník českých spisovatelů, Libri, Praha 2000

siehe auch Liste tschechischer Schriftsteller

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