The Bar-Kays, auch The Barkays, ist eine US-amerikanische Funkband aus Memphis, Tennessee, die seit ihrer Gründung 1966 bis heute aktiv ist. Die Formation spielte u. a. als Studioband mit Otis Redding, Isaac Hayes, The Staple Singers und Rufus Thomas. 1967 veröffentlichte sie ihr erstes Album.
Bandgeschichte Zu Beginn ihrer Laufbahn nannte sich die Band „The River Arrows“ und „The Imperials“, bis sie von Otis Redding entdeckt wurde. Umbenannt in „The Bar-Kays“ stand die Gruppe mit ihren Gründungsmitgliedern bei Stax Records in Memphis unter Vertrag. Im Sommer 1967 löste sie Booker T. & the M.G.’s als Backgroundband für Otis Redding ab.
Bei einem Flugzeugabsturz in den amerikanischen Lake Monona (nahe Madison) am 10. Dezember 1967 kamen vier Bandmitglieder der Bar-Kays – Sänger King, Caldwell, Cunningham und Jones – sowie Otis Redding ums Leben. Bandmitglied Ben Cauley überlebte den Absturz. Der Bassist James Alexander hatte den Flug verpasst.
Nach dem Unglück gründete Bassist James Alexander die Bar-Kays neu und ebnete damit den Weg für eine der erfolgreichsten Funkbands in den USA. Ab 1968 bestand die Besetzung aus Bassist James Alexander, Posaunist Ben Cauley, Saxophonist Harvey Henderson, Keyboarder Ronnie Gordon, Gitarrist Michael Toles und den Schlagzeugern Roy Cunningham und Willie Hall.
1972 folgte ein Live-Auftritt bei Wattstax, einer Art Festival von Stax Records im Stadtteil Watts von Los Angeles. Durch diesen Auftritt wurden The Bar-Kays insbesondere durch den charismatischen Leadsänger Larry Dodson in den gesamten USA populär. 1973 kam Lloyd Smith als Leadgitarrist zur Gruppe.
Weil das Label Stax Records 1975 in die Insolvenz ging, wurde der Titel Holy Ghost erst drei Jahre nach Fertigstellung der Aufnahme auf der LP Money Talks (1978) veröffentlicht. Nach der Labelinsolvenz wechselten The Bar-Kays zu Mercury Records und blieben dort bis 1993 unter Vertrag. Nach einem Kurzengagement bei Zoo, das zu BMG gehört, wechselte die Band zu dem Independent-Label Baxis in Memphis und später zu Curb Records. Im Jahr 2015 starb Ben Cauley. (englisch)
Stil Ursprünglich sahen sich The Bar-Kays als eine Black-Rock-Band, jedoch erstreckte sich ihr musikalisches Spektrum über Genregrenzen hinweg. Die Band spielte Black Rock, Funk, P-Funk, Disco-Funk, Boogie, Disco, Soul und R’n’B und passte sich damit immer der Tanzmusik ihrer Zeit an. Im Jahr 2011 coverte die Gruppe sogar den Popsong Return of the Mack von Mark Morrison aus dem Jahr 1996. Ihr Musikstil in den siebziger Jahren wurde auch Memphis Soul oder Memphis Funk genannt.
Diskografie
Studioalben
Weitere Studioalben 1967: Soul Finger (Volt 417) 1974: Coldblooded (Volt 9504) 1994: 48 Hours (Basix Music 9308) 2003: The Real Thing (Jea Right Now)
Kompilationen
Weitere Kompilationen 1988: The Best of the Bar-Kays (Stax 8542) 1996: The Best of Bar-Kays Volume 2 (Mercury 532 407) 1996: Best of Barkays (Curb 77826) 1998: The Ballads Collection (Mercury 558 318) 2000: Greatest Hits: Too Hot to Stop (Masters Music 1238) 2004: 20th Century Masters: The Millennium Collection: The Best of Bar-Kays (Mercury B0004345-02) 2007: House Party (I M / Right Now / KOCH Entertainment 4000) 2007: R&B Soul (Direct Source)
Singles
Weitere Singles 1968: A Hard Day’s Night (Instrumental) 1968: Copy Kat 1969: Don’t Stop Dancing (To the Music) 1969: Midnight Cowboy 1970: Sang and Dance 1970: Montego Bay 1972: You’re Still My Brother 1972: Dance, Dance, Dance 1973: It Ain’t Easy 1974: Coldblooded 1975: Holy Ghost (nicht veröffentlicht) 1980: Running In and Out of My Life 1993: Put a Little Nasty on It 1998: Body Fine (Splitsingle, A-Seite: Rufus Thomas – Hey Rufus!) 2016: Do Your Thing (mit Isaac Hayes)
Literatur Dave Thompson: Third Ear: Funk. Backbeat Books, San Francisco, 2001, ISBN 0-87930-629-7. Rickey Vincent: Funk, the Music, the People, and the Rhythm of the One. St. Martin’s Griffin, New York, 1996, ISBN 0-312-13499-1.
Weblinks
Offizielle Website
The Bar-Kays bei 45cat.com The Bar-Kays bei soulwalking.co.uk
Einzelnachweise
Kategorie:Funkband Kategorie:US-amerikanische Band Kategorie:Memphis (Tennessee) Kategorie:Kultur (Tennessee)