mini|Acanthosis nigricans in der rechten Achselhöhle, zusätzlich pendulierende Fibrome mini|Acanthosis nigricans, axillär Unter Acanthosis nigricans (auch Akanthosis nigricans) wird eine Gruppe klinisch ähnlicher Hauterkrankungen unterschiedlicher Ätiologie zusammengefasst, die durch eine Akanthose mit meistens symmetrischen schmutzig braunen bis grauen Hautveränderungen vorwiegend in den Achselhöhlen, Gelenkbeugen, im Nacken oder der Leistenregion charakterisiert ist. Pathogenetisch spielt oft eine erhöhte Insulinkonzentration eine wichtige Rolle, so dass die Erkrankung bei Patienten mit Insulinom, Diabetes mellitus Typ 2 und Adipositas häufiger vorkommt. Teilweise existiert ein Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen wie Systemischer Lupus erythematodes, dem Sjögren-Syndrom, Systemischer Sklerose oder Hashimoto-Thyreoiditis. Die Pseudoacanthosis nigricans betrifft vor allem stärker pigmentierte Übergewichtige und erscheint diffus. Ursachen sind unbekannt.

Bei Tieren kommt die Acanthosis nigricans als Primärerkrankung nahezu ausschließlich bei Dackeln vor. Sekundär tritt sie bei Hunden bei Intertrigo, Malassezien-Dermatitis, endokrinen Erkrankungen (Schilddrüsenunterfunktion, Hyperadrenokortizismus, Störungen der Sexualhormone) und allergischen Erkrankungen (Atopische Dermatitis) auf.

Formen Gutartige Formen Akanthose tritt als dominant vererbbare Acanthosis nigricans benigna (auch Pseudoacanthosis nigricans) meistens in der Kindheit auf und bessert sich oft nach der Pubertät.

Bösartige Formen Als Acanthosis nigricans maligna treten bösartige Akanthoseformen nahezu immer als paraneoplastisches Syndrom auf, meistens in Zusammenhang mit Adenokarzinomen des Magens, mit dann meistens starker Pigmentierung auch an Armen und Beinen.

Diagnose Zur Differenzierung zwischen benigner und maligner Akanthose sollte nach einem Primärtumor gesucht werden. Weiterführend ist hier die laborchemische Bestimmung von CEA und Alpha-1-Fetoprotein. An invasiven Untersuchungen können eine endoskopische Untersuchung des Magen-Darm-Traktes, eine Laparatomie sowie eine Bronchoskopie in Frage kommen.

Therapie Meistens genügt es, die zugrundeliegende Krankheit zu behandeln. Alternativ können Retinoide gegeben werden.

Bei Syndromen Bei einigen Syndromen kann eine Acanthosis nigricans ein wesentliches Merkmal sein: Acanthosis nigricans-Insulinresistenz-Muskelkrämpfe Akrenvergrößerung-Syndrom Beare-Stevenson-Cutis-gyrata-Syndrom (Synonym: Cutis gyrata-Acanthosis nigricans-Kraniosynostose-Syndrom) Crouzon-Syndrom – Acanthosis nigricans Lelis-Syndrom Leukonychia totalis – Acanthosis-nigricans-artige Läsionen – Haarveränderungen SADDAN-Dysplasie (Synonym: Achondroplasie, schwere – Entwicklungsverzögerung – Acanthosis nigricans)

Siehe auch Lentigo maligna

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Hautkrankheit Kategorie:Hautkrankheit des Hundes