Tom Stiansen (* 3. September 1970 in Oslo) ist ein ehemaliger norwegischer Skirennläufer und Fernsehmoderator. Der größte Erfolg seiner Karriere war der Sieg im Slalom bei den Weltmeisterschaften 1997.
Biografie Stiansen ist ein Sohn des Eisschnellläufers Svein-Erik Stiansen. Er besuchte das NTG Bærum, ein privates Sportgymnasium in Bærum.
Sportkarriere Im Jahr 1991 wurde Stiansen norwegischer Meister in der Kombination. Ab 1992 startete Stiansen im Skiweltcup. Sein Debütrennen war der Super-G in Garmisch-Partenkirchen am 12. Januar 1992, bei dem er Achter wurde. Im selben Jahr trat er bei den Olympischen Winterspiele in Albertville in der Abfahrt und im Super-G an. Auch dort wurde er Achter im Super-G. Er beendete die Saison 1991/92 auf dem 24. Platz der Disziplinenwertung im Super-G. Auch in den beiden nächsten Jahren konnte er im Super G die besten Resultate erzielen: In der Saison 1992/93 war er 19. der Disziplinenwertung und 49. in der Saison 1993/94.
Ab der Saison 1995/96 spezialisierte Stiansen sich auf Slalom und Riesenslalom. Nachdem er in der Saison 1995/96 noch Zehnter in der Riesenslalomwertung war, gelangen ihm in den drei folgenden Jahren jeweils Top-10-Platzierungen in der Slalom-Disziplinenwertung. Am 1. Dezember 1996 gewann er in Breckenridge (USA) seinen einzigen Weltcupslalom. Im selben Jahr wurde er norwegischer Meister im Riesenslalom. Sein größter Erfolg war der Gewinn der Weltmeisterschaften 1997 im Slalom in Sestriere. Stiansen selbst gab an, dass er mit seinen Ski bei eisigen Verhältnissen besonders gut zurechtgekommen sei und ihm dies sowohl bei seinem Weltcup-Sieg als auch bei den Weltmeisterschaften geholfen habe. Bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano wurde er Vierter im Slalom. Zu Beginn des Jahres 1999 gelangen ihm mehrere Podestplätze.
Beim Riesenslalom in Alta Badia am 19. Dezember 1999 stürzte er schwer. Bei dem Sturz zog er sich unter anderem einen Riss der Achillessehne zu. Er fiel deshalb für den Rest der Saison aus. Nach seiner Rückkehr in der Saison 2000/01 startete er im Weltcup nur noch im Slalom. Zunächst konnte er nicht an frühere Leistungen anknüpfen und er wurde 34. in der Disziplinenwertung. Sowohl in der Saison 2001/02 als auch in der Saison 2003/04 wurde er Elfter in der Disziplinenwertung des Slaloms. Seine letzten Olympischen Winterspiele waren die Winterspiele 2002 in Salt Lake City. Dort wurde er Zwölfter im Slalom. Im Jahr 2002 wurde er norwegischer Meister im Slalom. Am 29. Februar 2004 gelang ihm mit seinem zweiten Platz im Slalom in Kranjska Gora sein letzter Podestplatz im Weltcup.
In der Saison 2004/05 konnte er nur acht Punkte im Weltcup sammeln. Er fuhr schließlich sein letztes Weltcuprennen am 27. Februar 2005 in Kranjska Gora. Er beendete seine Karriere nach 14 Weltcup-Saisons im Alter von 34 Jahren.
Fernsehkarriere Im Jahr 2006 begann er seine Tätigkeit als Moderator der bei TVNorge ausgestrahlten Realityshow 71° Nord. Ab 2010 übernahm er auch die Moderation der Promiausgabe der Show. Im Jahr 2023 wurde er für seine Moderationstätigkeit in der Kategorie „Bester Moderator – Reality und Lifestyle“ beim Fernsehpreis Gullruten nominiert.
Neben seiner Moderation von Realityserien wurde er auch als Sportkommentator bei Eurosport tätig.
Erfolge Olympische Spiele Albertville 1992: 8. Super-G Nagano 1998: 4. Slalom, 17. Riesenslalom Salt Lake City 2002: 12. Slalom
Weltmeisterschaften Sierra Nevada 1996: 13. Slalom Sestriere 1997: 1. Slalom Vail/Beaver Creek 1999: 14. Riesenslalom St. Moritz 2003: 8. Slalom
Weltcupwertungen Saison Gesamt Super-G Riesenslalom Slalom Kombination Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte 1991/92 78. 73 24. 73 – – – – – – 1992/93 70. 106 19. 77 37. 17 – – 30. 12 1993/94 145. 2 49. 2 – – – – – – 1995/96 28. 272 – – 10. 218 30. 54 – – 1996/97 26. 339 – – 27. 43 7. 296 – – 1997/98 38. 238 – – 45. 13 10. 185 – – 1998/99 35. 216 – – 49. 7 10. 209 – – 1999/00 77. 69 – – 47. 6 34. 63 – – 2000/01 95. 44 – – – – 34. 44 – – 2001/02 40. 187 – – – – 11. 187 – – 2002/03 47. 169 – – – – 14. 169 – – 2003/04 38. 216 – – – – 11. 216 – – 2004/05 136. 8 – – – – 55. 8 – –
Weltcupsiege Stiansen errang 7 Podestplätze, davon 1 Sieg:
Datum Ort Land Disziplin 1. Dezember 1996 Breckenridge USA Slalom
Weitere Erfolge 1 Sieg im Nor-Am Cup
Weblinks
Tom Stiansen im Store norske leksikon (norwegisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Alpiner Skirennläufer (Norwegen) Kategorie:Weltmeister (Ski Alpin) Kategorie:Norwegischer Meister (Ski Alpin) Kategorie:Olympiateilnehmer (Norwegen) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1992 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1998 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2002 Kategorie:Fernsehmoderator (Norwegen) Kategorie:Norweger Kategorie:Geboren 1970 Kategorie:Mann