Ein Doxosoph, manchmal auch Doxosophist, eine Zusammensetzung aus und , ist also jemand, der eine Meinungsweisheit oder eine Wissenseinbildung (Doxosophilis) vertritt, ein Meinungsnachahmer oder Meinungslehrer.

Begriffsdefinition Der Doxosoph stellt nach Platon das genaue Gegenteil des Philosophen dar, wie es bei Paul Friedländer im Kapitel VII. Ironie des Buches Seinswahrheit und Lebenswirklichkeit heißt Dabei gilt der Doxosoph als jemand, der sich der praktischen Wirkungen seiner Theorie nicht bewusst ist.

Zur Bekanntheit dieses Begriffs hat auch Pierre Bourdieu mit seinem Buch Gegenfeuer beigetragen. Bourdieu meint mit Doxosophen Menschen in Medien und Politik, die neoliberales Wissen vertreten, ohne Fachwissen zu haben. In Talkshows beispielsweise reden sie mit neoliberalen Begriffen (Schlagwörtern) und nicht über diese. Doxosophen verkaufen nur vorgefertigte Antworten, die nicht hinterfragt werden und sind somit bloße „Meinungstechniker“. Er schreibt dazu:

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Wissenssoziologie Kategorie:Pierre Bourdieu Kategorie:Platon