mini|hochkant|Hauptsitz der BTV in der Innsbrucker Innenstadt Die BTV Vier Länder Bank AG (bis 1. Juli 2025 Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft) ist eine österreichische Universalbank mit Sitz in Innsbruck. Sie ist in Österreich in Tirol, Vorarlberg und Wien sowie in Süddeutschland, der Schweiz und Italien tätig.

Die BTV ist ein Finanzdienstleister für exportorientierte, eigentümergeführte Unternehmer und Anleger mit Präsenz in Tirol, Vorarlberg, Wien, Bayern, Baden-Württemberg und der deutschsprachigen Schweiz. Kunden aus Norditalien werden von Österreich aus betreut. Die BTV bildet mit der Oberbank und der BKS Bank den Verbund der 3-Banken-Gruppe.

Zum BTV-Konzern gehören verschiedene Beteiligungen, wie die Silvretta Montafon Holding GmbH oder die Mayrhofner Bergbahnen AG. 1904 gegründet, entwickelte sich die BTV von einer regionalen Bank zu einem grenzüberschreitenden Unternehmen.

Geschichte

Am 8. April 1904 wurde der k.k. privilegierten Allgemeinen Verkehrsbank in Wien vom Innenministerium die Genehmigung erteilt, eine Bank für Tirol und Vorarlberg als Aktiengesellschaft zu errichten. Die anschließende Firmengründung der Hauptbank für Tirol und VorarlbergVgl. Hauptbank für Tirol und Vorarlberg: Geschäfts-Bericht und Rechnungs-Abschluss über das Geschäftsjahr 1926. In: . erfolgte am 2. August, die Eintragung im Handelsregister am 18. August 1904. Entstanden nach Erhalt der Errichtungsgenehmigung ist die BTV durch Übernahme der Privatbanken Payr & Sonvico in Innsbruck sowie Ludwig Brettauer sel. Erben und Oskar Sohms Wwe in Bregenz. Deren bisherige Firmenchefs fungierten hernach als Direktoren der neuen Aktiengesellschaft.

Durch die zurückhaltende Geschäftspolitik überlebte die BTV als einzige regionale Aktienbank die Wirtschaftskrise und ging durch die gezielte Übernahme heimischer Banken sogar gestärkt aus den 1920er-Jahren hervor. Zum 1. Jänner 1927 erfolgte die Übernahme der Agrarbank für die Alpenländer (die zuvor die Alpenländische Vereinsbank A. G. aufgenommen hatte).Hauptbank für Tirol und Vorarlberg: Geschäfts-Bericht und Rechnungs-Abschluss über das Geschäftsjahr 1927. Hier: S. 9. In: . Am 3. März 1930 wurde mit der Tiroler Landesbank fusioniert, die Bank firmierte nun als Hauptbank für Tirol und Vorarlberg – Tiroler Landesbank.Banken-Konzentration in Tirol. In: Magazin der Wirtschaft. Nr. 8, Berlin 21. Februar 1930: In: .Hauptbank für Tirol und Vorarlberg – Tiroler Landesbank: Geschäfts-Bericht und Rechnungs-Abschluss über das Geschäftsjahr 1930. In: .

Nach dem „Anschluss Österreichs“ an den NS-Staat wurde in der Hauptversammlung vom 26. Juni 1939 beschlossen den Firmennamen von Hauptbank für Tirol und Vorarlberg – Tiroler Landesbank auf Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft zu ändern.Hauptbank für Tirol und Vorarlberg – Tiroler Landesbank: Geschäfts-Bericht und Rechnungs-Abschluss über das Geschäftsjahr 1938 und Reichsmark-Eröffnungsbilanz zum 1. Jänner 1939. Hier S. 3: „Tagesordnung für die am 26. Juni 1939 stattfindende […] Generalversammlung“ mit dem Tagesordnungspunkt 5 mit der Beschlussfassung, nebst Änderung und Anpassung der Satzung an das Aktiengesetz 1937, auch – fälschlich so angeführt – , statt, wie wohl gemeint, in Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft. In: .Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft: Geschäfts-Bericht und Rechnungs-Abschluss über das Geschäftsjahr 1939. In: . Stand 1943 war die Creditanstalt in Wien die maßgebliche Großaktionärin.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kurbelte die BTV durch die Vergabe von Krediten an regionale Unternehmen gezielt die heimische Wirtschaft an. Seit dem Jahr 1986 mit neuerlichem Börsengang notiert die BTV als einzige regionale Bank Westösterreichs an der Wiener Börse. 1989 expandierte das Unternehmen nach Wien. 2004 – im 100. Bestandsjahr – folgte die erste Auslandszweigniederlassung in Staad am Bodensee in der Schweiz. 2006 erfolgte der Markteintritt in Bayern, Baden-Württemberg und Südtirol.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Mai 2025 wurde die Änderung der Satzung und damit die Umbenennung beschlossen. Seit der Eintragung im Firmenbuch am 1. Juli 2025 firmiert die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft nunmehr als BTV Vier Länder Bank AG.

Aktionärsstruktur Die Aktionärsstruktur setzt sich wie folgt zusammen (Stand BTV-Geschäftsbericht 2025): BKS Bank AG, Klagenfurt, 16,35 %Aktionäre, die Parteien des Syndikatsvertrages sind – Anteil des Syndikats: 49,85 %. Oberbank AG, Linz, 18,16 % G3B Holding AG, 15,34 % (Beteiligungsholding aus dem Bereich von BTV, Oberbank, BKS Bank und Generali) CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Wien, 37,53 %Aktionäre, die konzernmäßig verbunden sind. (mittelbar 100-%-Tochter der Unicredit Bank Austria (100-%-Tochter der CABET-Holding-GmbH; diese: 100-%-Tochter der Unicredit Bank Austria.)) UniCredit Bank Austria AG, Wien, 9,85 % Streubesitz, 2,77 %

Weblinks

(Geschäftsberichte: 1926–1942, 1945–1970, 1971–1995; Zeitungsausschnitte: 1930–1933, 1939–1942, 1968–1996). Stand: 11. Juni 2018. BTV Vier Länder Bank AG (FN 32942w) – Firmenbuchdaten in der Elektronische Verlautbarungs- und Informationsplattform des Bundes (EVI).

Einzelnachweise

Kategorie:Kreditinstitut (Innsbruck) Kategorie:Unternehmensgründung 1904