Altenhasungen ist ein Stadtteil der Stadt Wolfhagen im nordhessischen Landkreis Kassel.

Geographie Altenhasungen liegt im Habichtswälder Bergland im Naturpark Habichtswald. Es befindet sich zwischen den Wolfhagener Stadtteilen Wenigenhasungen im Südosten und Nothfelden im Nordwesten. Durchflossen wird die Ortschaft vom Twiste-Zufluss Erpe. Nordöstlich erhebt sich der Große Bärenberg (), und nach Südsüdwesten leitet die Landschaft über das Tal des Erpe-Zuflusses Lohbach zum Isthaberg () über.

Geschichte mini|Heerstraße Altenhasungen

Ortsgeschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Altenhasungen erfolgte unter dem Namen Hasungen inferiori im Jahr 1252 in einer Urkunde des Klosters Hasungen. Die ältere Erwähnung im Mainzer Urkundenbuch wird als Fälschung angesehen. Weitere Erwähnungen erfolgten unter den Ortsnamen (in Klammern das Jahr der Erwähnung): vetus Hasungen (1341), Alttenhasungen (1555), Altenhasungen (1585) und Alten Hasungen (1708/10).

Ursprünglich war die Kirche zu Schützenberg in Altenhasungen begütert. Im Jahr 1367 gehen die Besitzungen auf das Kloster Hasungen über. Die Evangelische Kirche Altenhasungen stammte aus dem Mittelalter, wurde aber 1740 grundlegend erneuert.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 1. Februar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Altenhasungen im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Stadt Wolfhagen eingemeindet. Für Altenhasungen wurden wie für alle nach Wolfhagen eingegliederten Gemeinden ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Altenhasungen angehört(e): vor 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Amt Wolfhagen ab 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Wolfhagen 1787: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Wolfhagen ab 1806: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Wolfhagen 1807–1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Hoof ab 1815: Kurfürstentum Hessen, Amt Wolfhagen ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis WolfhagenVerordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 71.Trennung von Justiz (Justizamt Wolfhagen) und Verwaltung. ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Kassel ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Wolfhagen ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Wolfhagen ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Wolfhagen ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Wolfhagen ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Wolfhagen ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Wolfhagen ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Wolfhagen ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Wolfhagen ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Wolfhagen, Stadt WolfhagenAm 1. Februar 1971 als Ortsbezirk zur Stadt Wolfhagen. ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Kassel, Stadt Wolfhagen

Bevölkerung Einwohnerentwicklung Quelle: Historisches Ortslexikon 1510: 25 Haushaltungen 1585: 46 Haushaltungen 1747: 56 Haushaltungen

Einwohnerstruktur 2011 Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Altenhasungen 633 Einwohner. Darunter waren 6 (0,9 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 96 Einwohner unter 18 Jahren, 246 zwischen 18 und 49, 174 zwischen 50 und 64 und 114 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 285 Haushalten. Davon waren 93 Singlehaushalte, 93 Paare ohne Kinder und 75 Paare mit Kindern, sowie 24 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 51 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 198 Haushaltungen lebten keine Senioren.

Religion Quelle: Historisches Ortslexikon • 1885: 397 evangelische (= 99,75 %), ein katholischer (= 0,25 %) Einwohner • 1961: 493 evangelische (= 84,27 %), 74 katholische (= 12,48 %) Einwohner

Die evangelische Kirchengemeinde gehört zum Kirchspiel Altenhasungen.

Politik Für Altenhasungen besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Altenhasungen) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 60,52 %. Alle Kandidaten gehörten der „Altenhasungener Liste“ an. Der Ortsbeirat wählte Jens Vial zum Ortsvorsteher.

Wirtschaft und Infrastruktur Der Ort ist noch heute stark landwirtschaftlich orientiert. Es wird eine Gesamtfläche von ca. 665 ha bearbeitet. Im Jahre 1989 wurde im Rahmen der Dorfentwicklung ein „Bürgerladen“ gebaut. In Altenhasungen gibt es einen Supermarkt, eine Autowerkstatt, einen Anhängervertrieb und eine Lkw-Spedition mit Baustoffhandel und Abfall-Entsorgung.

Altenhasungen hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Volkmarsen–Vellmar-Obervellmar und wird von der NVV-Linie RT4 der RegioTram Kassel bedient.

Linie Verlauf Takt

Literatur

Weblinks

Stadtteil Altenhasungen. In: Webauftritt der Stadt Wolfhagen.

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Kassel Kategorie:Geographie (Wolfhagen) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kassel) Kategorie:Ersterwähnung 1074 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971