The Saint (dt. Titelzusatz Der Mann ohne Namen) ist ein US-amerikanischer Spielfilm um Leslie Charteris’ Figur des Simon Templar. Regie führte Phillip Noyce nach einem Drehbuch von Jonathan Hensleigh und Wesley Strick. Die Hauptrollen spielten Val Kilmer und Elisabeth Shue. Die Premiere fand am 4. April 1997 in den USA statt.

Handlung Der in einem Waisenhaus aufgewachsene Meisterdieb und Verkleidungskünstler Simon Templar wird von dem Oligarchen Ivan Tretiak beauftragt, der Wissenschaftlerin Emma Russell die Formel der Kalten Fusion zu stehlen, was er nach einer Liebesnacht tut. Trotzdem setzt sich ihr Verhältnis fort. Die Formel erweist sich als unvollständig, Templar und Russell werden in Moskau von Tretiak gejagt, der die Macht in Russland übernehmen will und die Formel an den russischen Präsidenten verkauft.

Es kommt zu einem Staatsstreich. Tretiak beschuldigt den Präsidenten öffentlich, Unsummen für die nutzlose Kalte Fusion ausgegeben zu haben. Während einer Demonstration auf dem Roten Platz stellt sich jedoch heraus, dass die Formel inzwischen von Russell vervollständigt und einem russischen Wissenschaftler mitgeteilt wurde: Die auf dem Platz aufgebaute Versuchsanordnung erzeugt fehlerfrei Energie. Tretiaks Versuch der Machtübernahme ist damit gescheitert und er wird festgenommen.

Russell will ihre Entdeckung der ganzen Welt kostenlos zur Verfügung stellen. Der maskierte Templar besucht ihren Vortrag und wird von der anwesenden Polizei erkannt, entkommt aber.

Rezeption

The Saint erhielt ein eher schlechtes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes überwiegend kritische Besprechungen und ordnet den Film damit als „Gammelig“ ein. Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Durchwachsen oder Durchschnittlich“ aus.

TV Hören und Sehen 17/1997 beschrieb den Film als „spannend, aber peinlich albern“. TV Today 09/1997 bezeichnete die Handlung als „die dümmste Story des Kinojahres“, TV Spielfilm 09/1997 als „äußerst schwach“.

James Berardinelli verglich den Film mit GoldenEye, mit dem er sich nicht wirklich messen könne. Der Protagonist unterscheide sich stark von der Hauptfigur der Fernsehserie der 1960er Jahre, die als Inspiration des Films gedient habe. Das Ende sei enttäuschend. Berardinelli lobte die „wundervolle“ Darstellung von Elisabeth Shue.Filmkritik von James Berardinelli

Graeme Revell gewann für die Filmmusik den BMI Film Music Award. Elisabeth Shue wurde für den Blockbuster Entertainment Award nominiert.

Entstehung und Veröffentlichung Die Dreharbeiten fanden in den Pinewood Studios in England, in Oxford und in Moskau statt.Filming locations für The Saint, abgerufen am 8. August 2007 (englisch) Zum Teil wurden Szenen auch in Sofia, Bulgarien, gedreht, darunter vor dem Nationaltheater „Iwan Wasow“. In der englischen Originalfassung spricht Roger Moore, Hauptdarsteller der Originalserie, die Stimme im Autoradio und den Schlusstext. Der Film wurde Elisabeth Leustig gewidmet, welche für das Casting verantwortlich war und beim Dreh in Moskau während eines Autounfalls mit Fahrerflucht tödlich verletzt wurde.Elizabeth Leustig, Casting Agent, 50 in der New York Times vom 22./23. Dezember 1995, abgerufen am 16. November 2017 (englisch)

Der Film war ein kommerzieller Erfolg. Gegenüber einem geschätzten Budget von 70 Mio. US-Dollar spielte er weltweit rund 170 Mio. US-Dollar ein, davon 61 Mio. US-Dollar in Nordamerika.Box office / business für The Saint, abgerufen am 8. August 2007 (englisch) Inflationsbereinigt entspricht dies inzwischen Gesamteinnahmen von etwa Mio. US-Dollar.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1997 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Filmkomödie Kategorie:Thriller Kategorie:Actionfilm Kategorie:Film über Simon Templar