OGame ist ein Browserspiel der Gameforge AG, in dem der Spieler im Weltraum friedlich und/oder kriegerisch ein Imperium aufbaut. Das Spiel wurde ursprünglich im Jahr 2002 veröffentlicht. Es ist in mehreren Sprachen verfügbar und verfügt über getrennte, regional organisierte Spielgemeinschaften mit weitgehend identischem Spielablauf. Im Jahr 2022 wurde das Spiel für mobile Plattformen verfügbar gemacht.

Entwickelt wurde OGame von Alexander Rösner, vielen OGamern auch nur unter seinem Nickname Legor bekannt. Der Name OGame – zusammengesetzt aus den Wörtern Online und Game – war anfangs nur als Arbeitstitel des Spieles gedacht. Durch das schnelle Bekanntwerden des Spieles blieb der Name jedoch bis heute bestehen. Die Gameforge AG aus Karlsruhe betreibt und internationalisiert das Spiel. Ein Entwickler-Team entwickelt OGame stetig weiter. Informationen zu Aktualisierungen und Regeländerungen werden in der Regel über offizielle Foren sowie über Ankündigungen innerhalb des Spiels bereitgestellt.

Inhalt Der Spieler übernimmt die Rolle eines Herrschers über anfangs einen Planeten und baut eine wirtschaftliche und militärische Infrastruktur auf. An die drei dafür benötigten Rohstoffe Metall, Kristall und Deuterium gelangt man durch Minenausbau, Handel, Expeditionen zu unbekannten Planeten und/oder Überfälle („Raids“) auf andere Planeten von Spielern. Deuterium dient zusätzlich als Treibstoff für Flotten. Zur Energieversorgung der Minen werden Energiequellen wie Solarkraftwerke, Solarsatelliten oder Fusionskraftwerke genutzt. Die militärischen Einheiten folgen hierbei zu einem gewissen Grad dem Schere-Stein-Papier-Prinzip. Durch Forschung kann ein Spieler neue Planeten kolonisieren und Zugang zu neuen Technologien, Gebäuden und besseren Waffensystemen erhalten.

In OGame gibt es keine Spielrunden – ein Universum hat also kein zeitliches Ende, und es wird auch kein Ziel vorgegeben. Allerdings erhält man für verbaute oder erforschte Rohstoffe Punkte, wodurch man in einer Rangliste aufsteigt, während für verlorene Schiffe und Verteidigungseinheiten Punkte abgezogen werden. In der Regel wählen sich Spieler daher das Ziel, in der Rangliste möglichst weit nach oben zu klettern.

Wie die meisten Browsergames läuft das Spiel rund um die Uhr in Echtzeit, das eigene Imperium ist somit bei Spielerabwesenheit ungeschützt. Dies stellt auch den entscheidenden Faktor bei der Entwicklung suchtartiger Verhaltensweisen dar, wie sie bei solchen Spielen durchaus auftreten können. Bei längerer Abwesenheit gibt es die Möglichkeit, den sogenannten „Urlaubsmodus“ zu aktivieren. In diesem kann der Spieler von anderen nicht angegriffen werden, produziert aber auch keine Ressourcen und kann keine Flottenaktionen durchführen.

Die Komplexität des Spieles entwickelt sich mit zunehmender Verfügbarkeit von Gebäuden und Technologien. Neueinsteigern stehen verschiedene Hilfsangebote zur Verfügung.

Seit 2011 wurden mehrere neue Spielsysteme eingeführt, darunter das sogenannte Lebensformen-System, das es ermöglicht, verschiedene Spezies freizuschalten. Diese bieten jeweils eigene Technologien, Boni und Fortschrittspfade. Weitere Funktionen umfassen Spielerprofile, Avatare und Erfolgssysteme.

Universen Die erste Spielwelt („Universum“, kurz „Uni“) wurde am 3. Oktober 2002 eröffnet; jedes Universum ist dabei von den anderen Universen komplett unabhängig. Die deutsche Version beherbergt durchschnittlich jeweils 1515 Spieler. Dadurch ist OGame eines der größten Browsergames Europas. Zeitweise gab es mehr als 2 Millionen Spieler-Accounts in über 700 Universen, wobei zahlreiche Spieler in mehreren davon einen Account haben. OGame ist derzeit in 29 Länderversionen verfügbar, wobei die Länderversion von Großbritannien gleichzeitig die englischsprachige internationale Version darstellt. In dieser gibt es ein Speeduniversum (Uni 35), ehemals PrOGame genannt, mit 5-facher Spielgeschwindigkeit.

Hier eine Übersicht über die Länder, in denen es OGame gibt. In Klammern sind die Endung der URL, sowie die Anzahl der aktiven Universen angegeben:

Argentinien (.com.ar, 5) Bosnien (.ba, 18) Brasilien (.com.br, 15) Dänemark (.dk, 15) Deutschland (.de, 25) Finnland (.fi, 5) Frankreich (.fr, 78) Griechenland (.gr, 10) Großbritannien (.co.uk, .org, 54) Italien (.it, 51) Japan (.jp, 6) Kroatien (.com.hr, 3) Mexiko (.mx, 4) Niederlande (.nl, 21) Norwegen, (.no, 2) Polen (.pl, 78) Portugal (.com.pt, 32) Rumänien (.ro, 10) Russland (.ru, 26) Schweden (.se, 6) Slowakei (.sk, 7) Slowenien (.si, 2) Spanien (.com.es, 71) Taiwan (.tw, 16) Tschechien (.cz, 14) Türkei (.com.tr, 62) Ungarn (.hu, 10) USA (.us, 13) VAE (.ae, 3) Die Server in China und Südkorea mit jeweils 9 Universen wurden im November 2009 abgeschaltet. Als Gründe dafür wurden länderspezifische, technische Probleme und daraus schlussfolgernd geringes Interesse (insgesamt ca. 6000 und 7000 Spieler) genannt. Interview

Obwohl das deutsche OGame bei Uni 91 bzw. Mizar angelangt ist, gibt es nur 84 aktive Universen, da Uni 24 fehlt und die Universen 32, 35, 36, 37 und 38 im Zuge der Universumsfusion geschlossen wurden. Uni 24 war ein zeitlich begrenztes, kostenpflichtiges „Speed-Universum“, in dem Bau-, Flug-, Forschungs- und Produktionszeiten auf ein Fünftel der Originalzeit verkürzt waren. Das Universum „Electra“ läuft mit vierfacher Geschwindigkeit und ähnelt damit Universum 24. Uni 6 war seit Eröffnung als Testuniversum des Entwicklerteams vorgesehen, wurde jedoch im Dezember 2008 als Betauniversum für das Redesign wieder zum Spielen freigegeben. Jupiter, eines der meistbesuchten Universen, ist das erste Sonderuniversum, bei dem die Community Besonderheiten mitentscheiden konnte. In: board.ogame.de

Zur Teilnahme an den entsprechenden Länderversionen OGames wird die Beherrschung der entsprechenden Spielsprache vorausgesetzt. Für Länderversionen, in denen zu wenige Spieler erwartet werden, ist auch Englisch als Umgangssprache erlaubt.

Im November 2010 wurde im offiziellen Forum von OGame die sogenannte „Universumsfusion“ angekündigt. In: board.ogame.de Die Universumsfusion, kurz Unifusion genannt, soll durch Zusammenlegung mehrerer Universen den sinkenden Spielerzahlen in den Universen entgegenwirken.

Die „Exodus“- und „Zieluniversen“ werden bei der Unifusion von den Entwicklern festgelegt. Spieler aus den Exodusuniversen haben die Möglichkeit, ein Zieluniversum auszuwählen. Nach einigen Wochen sollen dann alle Exodusuniversen geschlossen werden. Spieler, die kein Zieluniversum ausgewählt haben, werden dann gelöscht.

Nach einem Test an einem Prototyp im Frühjahr 2011 In: board.ogame.de und der Beseitigung mehrerer Bugs, wurde die erste Fusionsphase mit der Zusammenlegung der Universen 32, 35, 36, 37 und 38 in die Universen 30, 31 und 33 im Juli/August 2011 durchgeführt. In: board.ogame.de

Kampfsystem Kämpfe in OGame werden automatisch berechnet, sobald gegnerische Flotten oder planetare Verteidigungsanlagen aufeinandertreffen. Die Einheiten werden während der Gefechte nicht direkt gesteuert. Stattdessen werden Flotten zu bestimmten Koordinaten entsandt und die Gefechtsberechnung erfolgt bei Ankunft unter Berücksichtigung von Flottenzusammensetzung, Forschungsstand und Verteidigungsstrukturen.

Gefechte finden unmittelbar statt und bestehen aus bis zu sechs Kampfrunden, in denen Schiffe und Verteidigungsanlagen gemäß festgelegter Mechaniken Schaden austauschen. Das Ergebnis bestimmt, ob Flotten vollständig zerstört werden, teilweise überleben oder sich zurückziehen.

Ein zentrales Ziel von Kämpfen ist die Ressourcengewinnung durch Angriffe auf andere Planeten. Darüber hinaus können Gefechte zur gezielten Zerstörung gegnerischer Flotten dienen, wodurch Trümmerfelder entstehen, die aus Metall und Kristall bestehen und weiterverwertet werden können. Planetare Verteidigungsanlagen können zum Schutz von Ressourcen und Infrastruktur errichtet werden. Ein Teil der zerstörten Verteidigungsstrukturen wird nach einem Kampf automatisch wiederhergestellt, während zerstörte Schiffe dauerhaft verloren gehen. Durch spätere Aktualisierungen wird das Kampfsystem zusätzlich durch weitere Mechaniken beeinflusst, darunter Systeme wie die Lebensformen. Kämpfe spielen zudem eine zentrale Rolle im Allianzspiel, bei dem koordinierte Angriffe und Verteidigungsstrategien mehrerer Spielender eingesetzt werden.

Allianzen Allianzen sind Zusammenschlüsse von Spielenden zur strategischen, wirtschaftlichen und defensiven Zusammenarbeit. Mitglieder können Angriffe koordinieren, Ressourcen austauschen und sich gegenseitig unterstützen. Zudem stehen Kommunikationsmittel wie interne Nachrichten und gemeinsame Seiten zur Verfügung.

Die Allianzsysteme ermöglichen koordinierte Flottenaktionen, bei denen mehrere Spielende Angriffe oder Verteidigungen zeitlich abstimmen. In einigen Universen besteht die Möglichkeit, Flotten vorübergehend auf Planeten von Verbündeten zu stationieren und an gemeinsamen Gefechten teilzunehmen. Diplomatische Beziehungen zwischen Allianzen, etwa Kriege oder Waffenruhen, werden üblicherweise über Ingame-Systeme und offizielle Community-Plattformen organisiert.

Lebensformen Das Lebensformen-System ermöglicht das Freischalten und die Entwicklung verschiedener außerirdischer Spezies. Spielende können zwischen mehreren Lebensformtypen wählen, die jeweils über eigene Technologiezweige und Spezialisierungen verfügen. Diese beeinflussen unter anderem Ressourcenproduktion, Flottenleistung, Forschungseffizienz und Verteidigungsfähigkeiten.

Das System ergänzt die Forschung um eine zusätzliche Fortschrittsebene und erlaubt eine individuelle Ausrichtung des Imperiums, etwa auf wirtschaftliches Wachstum, militärische Stärke oder kombinierte Strategien. Zudem sind bestimmte Gebäude und Mechaniken mit den Lebensformen verknüpft.

Offiziere und Bezahlsystem Seit Februar 2007 ist es möglich, kostenpflichtige Erweiterungen, sogenannte Offiziere, zu aktivieren, die Produktionsboni oder andere Vorteile freischalten. Darunter befindet sich auch der Commander, der Bedienkomfort-Vorteile bietet.

Am 19. September 2007 wurden ein neues Zahlungssystem in OGame und die Spielwährung Dunkle Materie eingeführt.Infos zur dunklen Materie. In: board.ogame.de Dunkle Materie kann man kaufen, lagern und sie gegen Ingame-Features wie die Offiziere oder Minen-Booster eintauschen.GamesVZ.de: Außerdem kann man damit einen Händler herbeirufen, der Rohstoffe tauscht.

Man kann die Dunkle Materie auch auf „Expeditionen“ finden, die Ausbeute dabei ist jedoch eher gering. Deshalb dauert es vergleichsweise lange, allein mit „Expeditionen“ genug Dunkle Materie für das Kaufen von Offizieren oder ähnlichen Ingame-Erweiterungen zu erhalten.

Ende August 2010 wurden mit der Einführung eines Updates sowohl die Preise für einige Offiziere erhöht als auch eine Neuerung eingeführt, mit der man für Dunkle Materie (für etwa 12,50 €) einen der Planeten mit allen Einrichtungen und Mond auf einen freien Platz im Universum verschieben kann. Das Handelsvolumen ist durch den verfügbaren Lagerplatz sowie die vorhandene Menge an Dunkler Materie begrenzt.

Expeditionen Expeditionen ermöglichen das Entsenden von Flotten in unerforschte Regionen außerhalb des eigenen Systems. Dabei können Ressourcen, Schiffe oder Dunkle Materie gefunden werden, allerdings bestehen auch Risiken wie feindliche Begegnungen oder Flottenverluste. Erfolg und Ausgang von Expeditionen hängen unter anderem von der Flottenzusammensetzung und dem Forschungsstand ab.

Monde Monde können aus großen Trümmerfeldern entstehen, die nach Kämpfen zurückbleiben. Ihre Entstehung erfolgt probabilistisch, wobei größere Trümmerfelder die Wahrscheinlichkeit erhöhen.

Monde bieten unter anderem Zugang zu speziellen Gebäuden wie dem Sprungtor, das sofortige Flottenbewegungen zwischen Monden ermöglicht, sowie zur Sensorphalanx, mit der Flottenbewegungen innerhalb eines bestimmten Radius überwacht werden können.