Der Deutsche Nationalpreis würdigt Personen der Zeitgeschichte, die für das Zusammenwachsen, die Einheit und Vereinigung Deutschlands und Europas eingetreten sind. Er wird von der Deutschen Nationalstiftung vergeben, seit 1997 in der Regel jährlich. Obwohl der Name anderes suggerieren mag, handelt es sich um einen privat durch die Stiftung vergebenen Preis; die einzig allgemein vergebene offizielle Verdienstauszeichnung der Bundesrepublik Deutschland ist das Bundesverdienstkreuz. Der Preis ist mit bis zu 50.000 Euro dotiert und bezieht einen Förderpreis mit ein, mit dem in der Regel Organisationen ausgezeichnet werden, die sich für den Zusammenhalt junger Menschen starkmachen.
Preisträger 1997: Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Frauenkirche Dresden e. V. 1998: Wolf Biermann, sowie zwei Förderstipendien an Ekkehard Maaß und Jürgen Fuchs 1999: Heinz Berggruen und Heinz Bethge 2000: Die Erstunterzeichner des Gründungsaufrufs „Aufbruch 89 – Neues Forum vom 10. September 1989“; die Robert-Havemann-Gesellschaft erhielt einen Förderpreis. 2001: Tadeusz Mazowiecki und Joseph Rovan 2002: Günter de Bruyn und Wolf Jobst Siedler 2003: Václav Havel 2005: Fritz Stern 2006: Herbert-Hoover-Schule Berlin 2007: EUSTORY 2008: Florian Mausbach, Günter Nooke, Jürgen Engert, Lothar de Maizière und die Deutsche Gesellschaft als Initiatoren zur Errichtung des Freiheits- und Einheitsdenkmals 2009: Erich Loest, Monika Maron und Uwe Tellkamp bei focus.de, 16. Juni 2009 (aufgerufen am 17. Juni 2009) 2010: Karl Dedecius und Alfons Nossol als deutsch-polnische „Brückenbauer“ (Pressemitteilung der Deutschen Nationalstiftung vom 24. März 2010; PDF, 85 kB) 2011: Gottfried KiesowDenkmalschützer Kiesow wird geehrt. In: Saarbrücker Zeitung vom 5. Mai 2011, S. B4. (aufgerufen am 5. Mai 2011) 2012: Canto Elementar, angeregt von Karl Adamek und Hermann Rauhe 2013: Deutsche Jugendfeuerwehr. Der Preis würdigt das ehrenamtliche Engagement und die gesellschaftliche Integrationsleistung durch die Jugendorganisation der Feuerwehren in Deutschland. 2014: Christoph Wonneberger, Christian Führer und Uwe Schwabe, sowie das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V. als Repräsentanten der Leipziger Montagsdemonstrationen zur Erinnerung an die friedliche Revolution in der DDR und den Fall der Mauer vor 25 Jahren. 2015: Neil MacGregor 2016: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge 2017: Rafał Dutkiewicz 2018: Rüdiger Safranski 2019: Anita Lasker-Wallfisch 2020: Torsten Pötzsch 2021: Alena Buyx 2022: Werner Schulz 2023: Anselm Kiefer 2024: Igor Levit 2025: Özlem Türeci und Uğur Şahin 2026: Herbert Grönemeyer; Förderpreis: Rhapsody in School
Frühere Preise mit ähnlicher Bezeichnung mini|hochkant|Urkunde zum Deutschen Nationalpreis 1949verliehen von Wilhelm Pieck an Friedrich HundBerlin, den 25. August 1949
Sowohl im nationalsozialistischen Deutschen Reich als auch in der sowjetisch besetzten Zone und in der DDR wurden jeweils offizielle staatliche Preise mit der Bezeichnung Nationalpreis verliehen. Weder inhaltlich noch historisch stehen diese Preise in einer Kontinuitätslinie zueinander.
Im Mai 1933 wurde ein Deutscher Nationalpreis für Buch und Film geschaffen. 1937 und 1938 wurde ein Deutscher Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft gestiftet, der anstatt des Nobelpreises von Hitler persönlich an Deutsche verliehen wurde. Von 1949 bis 1989 wurde der Nationalpreis der DDR verliehen. Im ersten Jahr hieß er Deutscher Nationalpreis 1949. Die Auszeichnung wurde am 25. August 1949, und damit noch vor der Gründung der DDR, vom Präsidium des Deutschen Volksrats in Berlin verliehen.Die Originale der Urkunde und Medaille des an Friedrich Hund verliehenen Deutschen Nationalpreises 1949 sind im Besitz seines ältesten Sohnes.
Weblinks Offizielle Website zum Deutschen Nationalpreis
Einzelnachweise
Kategorie:Auszeichnung (Politik, Deutschland) Kategorie:Erstverleihung 1997