Eine Klasse für sich ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1992. Er erzählt die Geschichte zweier Schwestern aus den USA, die zur Zeit des Zweiten Weltkriegs der All-American Girls Professional Baseball League angehören. Regie führte Penny Marshall. Zur Riege der Darsteller gehören unter anderem Tom Hanks, Geena Davis und Madonna. Die Geschichte basiert lose auf tatsächlichen Begebenheiten. Die Erstaufführung in Deutschland fand am 26. November 1992 statt.

Handlung Im Jahr 1988 wird Dottie Hinson von ihrer Tochter dazu gedrängt, an einem Jahrestreffen der ehemaligen Frauen-Baseballliga teilzunehmen. Dottie hat große Zweifel und würde am liebsten gar nicht hinfahren. Ihre Tochter kann sich jedoch durchsetzen und so findet sich Dottie nach ihrer Reise auf dem „Doubleday Field“ in Cooperstown wieder. Sie blickt in die Runde und schwelgt alsbald in Erinnerungen. Als erstes kommt ihr hierbei eine Nachrichtensendung aus den 1940er-Jahren in den Sinn, in der berichtet wird, dass sich die männlichen Baseball-Spieler für ihren Einsatz in Europa gemeldet haben und infolgedessen der Spielbetrieb bis zum Ende des Krieges eingestellt werden muss.

Willamette, Oregon 1943: Bei einem Baseballspiel weiblicher Amateure versucht Dottie ihre jüngere Schwester Kit, die sich zum Schlagmal (Home Plate) begeben muss, nützliche Tipps mit auf den Weg zu geben. Doch Kit ignoriert die Warnung vor zu hohen Bällen und trifft in keinem ihrer drei Versuche. Die nach ihr antretende große Schwester kann das Spiel hingegen auf Anhieb durch einen Home Run für sich entscheiden. Das bleibt auch dem Talentscout Ernie Capadino nicht verborgen.

Wieder auf der Farm der Eltern widmen sich die rivalisierenden Geschwister profaneren Dingen: Capadino trifft die beiden beim Kühemelken an. Er will Dottie dazu überreden, professionelle Baseballspielerin zu werden und ihn zu einer Vorentscheidung nach Chicago zu begleiten. Dottie zeigt jedoch kein großes Interesse, zumal sie bereits verheiratet ist und sich ihr Mann als Soldat im Kriegseinsatz befindet. Ihre Schwester hingegen ist sofort begeistert, doch von ihr will der Talentsucher zunächst nichts wissen. Er macht Kit aber den Vorschlag, dass sie mitkommen darf, sofern es ihr gelingt, ihre Schwester von der Teilnahme an den Vorentscheidungen zu überzeugen. Für Kit geht es um mehr als nur Baseball: Als sie ihrer Schwester gesteht, dass sie es auf der Farm der Eltern nicht länger aushalten kann, lässt sich Dottie ihr zuliebe auf das Angebot ein.

Wenig später sitzt Capadino schon im Zug nach Chicago, als Kit und Dottie den Bahnsteig entlangrennen und gerade noch auf den schon fahrenden Zug aufspringen können. Auf ihrem Weg nach Chicago machen sie einen Zwischenstopp in Fort Collins, wo sich Capadino noch eine weitere Kandidatin anschauen will. Marla entpuppt sich als überragende, da sogar beidhändig einsetzbare Schlagfrau (Batter), aber Capadino will sie nicht mitnehmen, da sie alles andere als eine Schönheit ist. Kit und Dottie reagieren verärgert und weigern sich weiter mitzufahren, sollte Marla nicht mitdürfen. Als ihm auch noch Marlas Vater ins Gewissen redet, lässt Capadino sich erweichen und die Fahrt nach Chicago kann fortgesetzt werden. Dort sind über 100 junge Frauen zur Vorauswahl zusammengekommen, insgesamt werden jedoch nur 64 Spielerinnen für vier Teams benötigt. Dottie, Kit und Marla treffen hier erstmals auf die vorlaute Doris und deren beste Freundin Mae. Die zwei machen sich zunächst über die Neuankömmlinge aus der Provinz lustig. Als Doris ihnen mit voller Wucht einen Baseball zuwirft, fängt Dottie diesen mit der bloßen Hand, was den beiden sofort Respekt einflößt und das Eis brechen lässt. Nach den Ausscheidungen werden alle fünf dem Team der „Rockford Peaches“ zugeteilt. Doch bevor es losgehen kann, steht zunächst einmal der Besuch einer Benimmschule auf dem Programm. Das damit einhergehende Umstyling muss ebenso in Kauf genommen werden, wie die äußerst knappe Spielbekleidung; schließlich soll die neue Liga publikumswirksam vermarktet werden.

Walter Harvey, seines Zeichens Hersteller von Schokoladenriegeln, Sponsor der Liga und Besitzer der „Peaches“, überredet derweil den abgehalfterten früheren Baseball-Star Jimmy Dugan, das Team zu trainieren. Zum ersten Spiel erscheint Jimmy trotz gegenteiliger Versprechungen völlig betrunken, ignoriert sein Team gänzlich, winkt – dies zumindest wie von Harvey verlangt – einmal kurz ins Publikum und döst den Rest des Spiels auf der Bank. In ihrer Not organisiert Dottie die Aufstellung selbst, gibt taktische Anweisungen und schafft es so, die Mannschaft zum Sieg zu führen. Der für die Liga als PR-Manager tätige Ira Lowenstein ist vom Team beeindruckt, nicht jedoch von dessen Trainer. Er gibt den sich weiterhin uneinsichtig zeigenden Dugan deutlich zu verstehen, dass er sich gefälligst zusammenreißen und sich um sein Team kümmern soll.

Einer Spielerin kommt derweil das Familienleben in die Quere: Evelyn ist gezwungen, ihren Sohn Stilwell zu den Auswärtsspielen mitzunehmen. Doch der kleine, pummelige Junge erweist sich schnell als wahrer Teufelsbraten, der allen ziemlich auf die Nerven geht. Dennoch wächst die Gruppe individueller Spielerinnen auf den langen Fahrten zum jeweils nächsten Spielort zu einer Einheit zusammen: So komponiert Evelyn etwa eine Hymne für das Team und Mae bringt der Analphabetin Shirley anhand eines schlüpfrigen Romans das Lesen bei. Aber all dies kann nicht verhindern, dass die meist eintönige, streng kontrollierte Tournee durch das Land einigen Spielerinnen aufs Gemüt zu schlagen droht. Angeführt von Mae und Doris wird daher eines Abends der Plan gefasst, heimlich auszubüxen und ein örtliches Tanzlokal zu besuchen. Die das Team stets begleitende Anstandsdame Miss Cuthbert wird hierzu kurzerhand mit einem Brechmittel außer Gefecht gesetzt. Die Verschwörerinnen können sich absetzen und kommen im Lokal auf ihre Kosten – es wird getanzt, getrunken, geraucht und geflirtet. Da das Verschwinden der Gruppe nicht unentdeckt bleibt, sieht sich Dottie gezwungen, ihnen hinterher zu fahren, um sie zurückzuholen. Als sie eintrifft, geht die Party bereits dem Ende zu. Schnell gelingt es ihr, fast alle Ausflügler aufzuscheuchen. Nur eine fehlt noch: Die eigentlich sonst so introvertierte Marla steht betrunken auf der Bühne und singt – zum Verdruss der sie begleitenden Jazzband mehr schlecht als recht – für ihren Verehrer Nelson Liebeslieder. Dottie hat Mühe, die verliebte Marla von der Bühne zu zerren…

Beim nächsten Spiel der „Peaches“ kann Jimmy Dugan sich seines alkoholbedingten Dämmerzustandes tatsächlich soweit entledigen, um einen taktischen Fehler Dotties zu erkennen. Diese hatte der am Schlagmal (Home Plate) stehenden Marla die Anweisung gegeben, den nächsten Ball einfach abprallen zu lassen. Dugan, der weiß, dass Marla die beste Schlagfrau (Batter) des Teams ist, kann das nicht auf sich sitzen lassen und gibt Anweisungen, auf Home Run zu spielen. Von der Bank erhält die verwirrte Marla nun abwechselnd völlig gegenteilige Handzeichen. Dottie lässt Dugan schließlich gewähren, macht ihm jedoch zugleich deutlich, dass er sich ab sofort gefälligst auch wie ein Trainer aufführen soll. Der Streit ist schnell vergessen, da es Marla dank der Anweisung ihres Trainers tatsächlich gelingt, einen viel umjubelten Home Run zu schlagen.

Doch es droht bereits eine andere Krise: Lowenstein muss dem Team berichten, dass die Geldgeber planen, die Frauen-Baseballliga mangels Zuschauerinteresses wieder einzustellen. Da beim Spiel auch Reporter des TIME Magazine anwesend sind, bittet er die Spielerinnen, ihr Bestes zu geben. Und diese bemühen sich tatsächlich, ihren Sport noch attraktiver zu gestalten. So fängt Dottie beispielsweise einen Ball im Spagat, was sie auf die Titelseite bringt. Auch Mae nutzt ihre Reize, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. In der Folge steigt das Interesse an den Spielen deutlich. Während Doris den Avancen eines Zwillingspärchens auszuweichen sucht, heiratet Marla spontan ihren Nelson und beendet die Saison vorzeitig.

Während das Team sportliche Erfolge feiert, eskaliert der Streit zwischen Dottie und ihrer sich ungerecht behandelt fühlenden Schwester Kit. Nach einer Schwächephase will Dugan die als Werferin (Pitcher) spielende Kit vom Feld nehmen, Dottie sieht den Erfolg des Teams gefährdet und stimmt der Auswechslung trocken zu. Das bringt das Fass zum überlaufen: Kit ist außer sich vor Wut und wähnt sich ein weiteres Mal im Schatten ihrer großen Schwester. Dottie hingegen kommt zum Schluss, dass sie Kit nicht weiter im Weg stehen will. Der um Schadensbegrenzung bemühte Lowenstein kann sie nur schwer davon abhalten, den Baseball-Sport gänzlich aufzugeben. Dottie deutet ihm gegenüber an, dass sie sich allenfalls einen Wechsel zu einem anderen Team vorstellen könne. Lowenstein, der unendlich erleichtert darüber ist, seine Starspielerin halten zu können, missversteht dies und sorgt dafür, dass stattdessen Kit das Team verlassen muss. Es kommt zum endgültigen Bruch zwischen den Schwestern, da Kit der irrigen Überzeugung ist, der erzwungene Wechsel zum Team „Racine Belles“ sei auf Wunsch Dotties zustande gekommen.

Wenig später wird das Team zudem von der brutalen Realität des in Übersee tobenden Weltkrieges eingeholt, als unmittelbar vor einem Spiel ein Telegramm des Kriegsministeriums eintrifft. Jedem Anwesenden in der Umkleidekabine ist sofort klar, was dies zu bedeuten hat. Jimmy Dugan entreißt dem Boten das Telegramm und übernimmt die schwere Aufgabe kurzerhand selbst. Als er Betty mitteilen muss, dass ihr Mann gefallen ist, bricht diese zusammen. Sie wird von ihren Mitspielerinnen und Dugan selbst getröstet, ehe sie von Miss Cuthbert aus der Kabine geführt wird. Es fällt allen sichtlich schwer, zur Routine überzugehen und zum Spiel anzutreten. Wieder zurück in der Abgeschiedenheit ihres Herbergszimmers, kann Dottie die Tränen nicht mehr zurückhalten. Doch sie erhält unerwarteten Besuch: Ihr Mann Bob ist aufgrund einer Fußverletzung aus dem Krieg zurückgekehrt. Überglücklich will Dottie nun alles hinter sich lassen und mit ihrem Mann nach Hause fahren. Dugan, der nicht fassen kann, seine Starspielerin so kurz vor den Playoffs zu verlieren, schafft es nicht, sie davon abzuhalten.

Doch auch ohne Dottie gelingt es den „Rockford Peaches“ in das Finale der Meisterschaft, der sogenannten World Series, einzuziehen. Sie treffen dort ausgerechnet auf die durch Kit verstärkten „Racine Belles“. Es folgt ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, nach sechs harten Spielen steht es 3:3. Das Finale geht in ein alles entscheidendes siebtes Spiel. Dottie, die das Geschehen auf dem Weg nach Hause mitverfolgen konnte, kann ihre Leidenschaft für den Sport letztlich doch nicht verleugnen und kehrt rechtzeitig zum Team zurück.

Das Endspiel, in dem die beiden zerstrittenen Schwestern erstmals wieder aufeinandertreffen, gestaltet sich äußerst spannend. In der entscheidenden Phase muss Kit für die „Belles“ als Schlagfrau (Batter) antreten, während Dottie als Fängerin (Catcher) der „Peaches“ am Schlagmal (Home Plate) auf sie wartet. Kits Nerven liegen dank ihrer bis dahin recht durchwachsenen Leistung völlig blank. Dottie gibt ihrer Werferin (Pitcher) den Tipp, hohe, schnelle Bälle zu werfen, denn diese bekommt Kit, obwohl sie es immer wieder versucht, fast nie. Der Plan geht zunächst auf, die beiden ersten hochgeworfenen Bälle verpasst Kit deutlich. Doch beim dritten Versuch klappt es, sie trifft und rennt los. Beim Lauf zurück zum Schlagmal (Home Plate) kommt es unweigerlich zu einem Zusammenstoß mit Dottie, die mit dem inzwischen zurückgespielten Ball in der Hand das Mal blockiert. Die Wucht des Aufpralls lässt beide Schwestern zu Boden stürzen und Dottie verliert im alles entscheidenden Moment den Ball: Kit ist durch, das Spiel ist aus, die „Racine Belles“ gewinnen die Meisterschaft.