Unter einem Verhängnis wird heute im Deutschen ein „(ungünstiges) Schicksal“,Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24. Auflage. 2002. ein „Unheil“Duden «Etymologie» – Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache. 2. Auflage. Dudenverlag, 1989. oder „Unglück“ verstanden.
Das Wort ist im Deutschen seit dem 14. Jahrhundert belegt. Im Mittelhochdeutschen hatte es als verhencnisse die Bedeutung „Zulassung“, „Einwilligung“, „Schickung“. Das Wort war eine Substantivbildung zum Verb verhengen („hängen lassen, nachgeben, geschehen lassen, ergehen lassen“).
Während der Zeit der Reformation erlangt das Wort die Bedeutung „Fügung Gottes“. Diese religiöse Verwendung schwindet im Zeitalter der Aufklärung, stattdessen wird Verhängnis in der Bedeutung „Schicksal“ verwendet.
Friedrich Schiller spricht an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert sowohl vom „göttlichen Verhängnis“
als auch vom eigenen:
Einzelnachweise und Fußnoten
Kategorie:Biblisches Thema