Werner Ehrlicher (* 4. März 1927 in Oer-Erkenschwick; † 7. Oktober 2016)Wir erinnern in Newsletter der DEFA-Stiftung, April 2017 war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.
Leben Ehrlicher war vor allem in den 1970er-, 1980er- und frühen 1990er-Jahren ein gefragter Darsteller. Unter anderem stand er in drei Episoden der Fernsehreihe Polizeiruf 110 vor der Kamera, spielte 1972 in dem Drama Januskopf an der Seite von Armin Mueller-Stahl und übernahm 1982 eine Nebenrolle in Dein unbekannter Bruder.
Als Synchronsprecher lieh er seine Stimme zum Beispiel Richard Harris in Gladiator und Die Bibel – Die Apokalypse sowie Jack Lemmon in Wer Sturm sät und Die Legende von Bagger Vance. Außerdem sprach er die Rolle des Martin Crane in der Serie Frasier.
Filmografie (Auswahl) 1959: Algier 12 Uhr 5 (Fernsehspiel) 1960: Die Hunde bellen nicht mehr (Kriminalfernsehspiel, Städtische Bühnen Erfurt) 1962: Rausch, Regie: Erich Geiger (Fernsehspiel) 1962: Der Vierte 1963: Die Ursache 1963: Bonner Pitaval: Die Affäre Heyde-Sawade (Fernsehreihe) 1963: Drei Kriege, Regie: Norbert Büchner (dreiteiliger Fernsehfilm) 1966: Die erste Reiterarmee 1970: Ich – Axel Cäsar Springer (Fernsehmehrteiler) 1970: Caesar und Cleopatra (Theateraufzeichnung) 1970: Abdu, der Schelm 1970: Salut Germain 1972: Bettina von Arnim (zweiteiliger Fernsehfilm) 1972: Januskopf 1972: Der Prozeß gegen die Neun von Catonsville 1974: Die Frauen der Wardins (Fernseh-Dreiteiler) 1975: Kriminalfälle ohne Beispiel: Mord im Märkischen Viertel (Fernsehreihe) 1976: Die Insel der Silberreiher (Fernsehfilm) 1977: Der graue Hut 1978: Sonnig – aber Frosteinbruch 1979: Die blonde Geisha 1980: Andreas und der Knochenmann 1980: Yvonne 1980: Die Schmuggler von Rajgrod 1980: Die Heimkehr des Joachim Ott (Fernsehfilm) 1980: Archiv des Todes (Fernsehserie) 1981: Dein unbekannter Bruder 1983: Zille und ick (Fernsehfilm) 1983: Der Staatsanwalt hat das Wort: Zur Kasse bitte 1984: Familie intakt, 10tlg. Fernsehserie 1984: Front ohne Gnade (Fernsehserie) 1985: Die dritte Frau (Fernseh-Zweiteiler) 1985: Der Doppelgänger 1986: Polizeiruf 110: Ein großes Talent (Fernsehreihe) 1986: Ernst Thälmann 1986–1988: Vera – Der schwere Weg der Erkenntnis (dreiteiliger Fernsehfilm) 1987: Maxe Baumann aus Berlin (Fernsehfilm) 1987: Bebel und Bismarck (Fernseh-Dreiteiler) 1988: Die Schauspielerin 1990: Polizeiruf 110: Tod durch elektrischen Strom 1990: Albert Einstein (Fernseh-Zweiteiler) 1991: Polizeiruf 110: Der Fall Preibisch
Theater (Auswahl) Städtische Bühnen Erfurt 1955: Friedrich Schiller: Wallensteins Lager (1. Holkischer Jäger) – Regie: Eugen Schaub 1955: Friedrich Schiller: Wallensteins Tod (Schwedischer Hauptmann) – Regie: Eugen Schaub 1955: Friedrich Gentz: Liebe ist nicht immer blind (Sprecher) – Regie: Eugen Schaub 1956: Bertolt Brecht: Der kaukasische Kreidekreis (Panzerreiter) – Regie: Eugen Schaub 1956: William Shakespeare: Hamlet (Voltimand, englischer Gesandter, zwei Besetzungen) und Regieassistenz – Regie: Eugen Schaub 1956: Wolfgang Martin Schede: Goldmarie und Pechmarie (Westwind) – Regie: Eugen Schaub 1956: Hedda Zinner: Lützower (Legge) – Regie: Georg Leopold 1956: Oscar Wilde: Keine Hochzeit ohne Ernst (Algernon Moncrieff) – Regie: Arno Wolf 1956: Nordahl Grieg: Die Niederlage (Minister) – Regie: Georg Leopold 1956: Erwin Vollsdorff (nach R. L. Stevenson): Die Schatzinsel (John Dirk und Pirat – doppelt besetzt) – Regie: Alexander Stillmark (Uraufführung) 1956: William Shakespeare: Der Widerspenstigen Zähmung (Hortensio und Putzhändler – doppelt besetzt) – Regie: Eugen Schaub 1957: Heinrich Spoerl: Der Maulkorb (Person am Stammtisch) – Regie: Georg Leopold 1957: William Shakespeare: König Lear (Oswald, Gonerils Haushofmeister) – Regie: Eugen Schaub 1957: Boris S. Romaschow: Die feurige Brücke (Stationsvorsteher) – Regie: Eugen Schaub (deutsche Erstaufführung) 1958: Bertolt Brecht: Schweyk im Zweiten Weltkrieg (Gestapoagent Brettschneider) – Regie: Eugen Schaub (deutsche Erstaufführung) 1958: Heiner Müller: Der Lohndrücker (Stettiner) – Regie: Eugen Schaub / Horst Ludwig 1958: Johann Wolfgang von Goethe: Götz von Berlichingen (Franz von Sickingen) – Regie: Eugen Schaub 1958: Friedrich Wolf: Matrosen von Cattaro (Deckmatrose Alois Zapp) – Regie: Georg Leopold 1958: Adolf Wilbrandt: Dame Kobold (Don Manuel) – Regie: Arno Wolf 1959: Hedda Zinner: Auf jeden Fall verdächtig (Ordonnanz) – Regie: Eugen Schaub 1959: William Shakespeare: Julius Cäsar (Volumnius) – Regie: Eugen Schaub 1959: William Shakespeare: Was ihr wollt (Schiffshauptmann Antonio) – Regie: Eugen Schaub 1959: Friedrich Schiller: Wilhelm Tell (Hermann Geßler, Reichsvogt in Schwyz und Uri) – Regie: Eugen Schaub 1959: Curt Goetz: Ein Abend für Curt Goetz Das Märchen (Advokat Hastings) – Fernsehinszenierung: Eugen Schaub (wurde von der DEFA gefilmt) Lohengrin (Robert, der andere Kompagnon) – Fernsehinszenierung: Eugen Schaub (wurde von der DEFA gefilmt) 1959: Nikolai Gogol: Der Revisor (Kaufmann Abdulin) – Regie: Eugen Schaub 1960: Gerhart Hauptmann: Die Weber (Herr Dreißiger) – Regie: Arno Wolf 1960: Chu Su-chen: 15 Schnüre Geld (Lou, die Ratte) – Regie: Eugen Schaub 1960: Johannes R. Becher: Winterschlacht (Major von Rundstedt) – Regie: Eugen Schaub 1960: Fritz Kuhn: Kredit bei Nibelungen (Klein) – Regie: Arno Wolf 1960: Gotthold Ephraim Lessing: Emilia Galotti (Marinelli, Kammerherr des Prinzen) – Regie: Albrecht Delling 1960: Gerhard Fabian: Die Stärkeren (Bergarbeiter Brennecke) – Regie: Eugen Schaub 1961: William Shakespeare: Richard III. (Richard, Herzog von Gloster) – Regie: Eugen Schaub 1961: Bertolt Brecht: Das Leben des Galilei (Kardinal Inquisitor) – Regie: Walter Beck 1964: Roger Planchon nach Alexandre Dumas der Ältere: Die drei Musketiere (Musketier) – Regie: Rudolf Vedral 1965: Curt Goetz: Hokuspokus (Staatsanwalt) – Regie: Ottofritz Gaillard (Volksbühne Berlin – Theater im III. Stock) 1967: George Bernard Shaw: Cäsar und Cleopatra – Regie: Ottofritz Gaillard 1967: Friedrich Schiller: Kabale und Liebe (Hofmarschall von Kalb) – Regie: Hans-Joachim Martens 1968: William Shakespeare: Die lustigen Weiber von Windsor (Herr Fluth) – Regie: Harald Engelmann / Hans-Joachim Martens / Volkmar Neumann 1968: Armand Gatti: V wie Vietnam (Dr. XXX) – Regie: Hans-Joachim Martens / Wolfgang Pintzka
Hörspiele 1961: Klaus Glowalla: Mordprozeß Consolini – Regie: Fritz-Ernst Fechner (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1962: Anton Tschechow: Perpetuum Mobile (Swistizki) – Regie: Beter Brang (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1963: Rolf Schneider: Der Ankläger – Regie: Fritz Göhler (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1964: William Shakespeare: Macbeth (Nenox) – Regie: Fritz Göhler (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1965: Henryk Keisch: Der Sachverständige (Justiziar) – Regie: Peter Groeger (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1967: Rolf Wohlgemuth: Verraten und verkauft – Regie: Peter Groeger (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1968: Maxim Gorki: Pasquarello – Der Redakteur – Regie: Detlef Kurzweg (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)
1969: Dimitar Gulew: Unterwegs zum anderen Ufer (Inspektor) – Regie: Helmut Hellstorff (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1969: Fritz Selbmann: Ein weiter Weg (von Wolff) – Regie: Fritz-Ernst Fechner (Hörspiel (8 Teile) – Rundfunk der DDR) 1970: Michail Schatrow: Der sechste Juli (Müller) – Regie: Helmut Hellstorff (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1970: Horst Liepach: Der Dichter und seine Fabeln (Lafontaine) – Regie: Christa Kowalski (Rätselörspiel (4 Teile) – Rundfunk der DDR) 1970: Klaus G. Zabel: Napoleon und die Zöllner (Lafont, Makler) – Regie: Peter Groeger (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1970: Helga Pfaff: Die Schildbürger (Flavius) – Regie: Horst Liepach (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR) 1970: Hans Pfeiffer: Identifizierung eines unbekannten Toten (Redakteur) – Regie: Horst Liepach (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1972: Jan Klima: Der Tod liebt die Poesie (Dr. Wladimir Lamac) – Regie: Werner Grunow (Kriminalhörspiel – Rundfunk der DDR) 1973: Hans-Ulrich Lüdemann: Überlebe das Grab (Ankläger) – Regie: Werner Grunow (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1973: Bertolt Brecht: Leben des Galilei – Regie: Fritz Göhler (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1974: Hans-Jürgen Bloch: Hundert Mark für eine Unterschrift (Verteidiger) – Regie: Joachim Staritz (Hörspielreihe: Tatbestand, Nr. 4 – Rundfunk der DDR) 1974: Giorgio Bandini: Der verschollene Krieger (2. Sprecher) – Regie: Peter Groeger (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1976: Adolf Glaßbrenner: Antigone in Berlin (Reporter) – Regie: Werner Grunow (Hörspiel (Kunstkopf) – Rundfunk der DDR) 1976: Raymond Chandler: Gefahr ist mein Geschäft (Estel) – Regie: Werner Grunow (Kriminalhörspiel – Rundfunk der DDR) 1976: Robert Soulat: Malembreuse oder Die übertriebene Höflichkeit (Du Mauduit de Vergennes) – Regie: Peter Groeger (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1978: Karl-Heinz Tesch: Der schreckliche Gott – Regie: Fritz-Ernst Fechner (Kriminalhörspiel – Rundfunk der DDR) 1978: Barbara Neuhaus: Alles Blech (Altmann) – Regie: Joachim Gürtner (Hörspielreihe: Neumann, zweimal klingeln – Rundfunk der DDR) 1978: Erika Runge: Die Verwandlungen einer fleißigen, immer zuverlässigen und letztlich unauffälligen Chefsekretärin – Regie: Peter Groeger (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1979: Brigitte Martin: Ermutigung 79 (Gorin) – Regie: Hannelore Solter (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1980: Lia Pirskawetz: Stille Post – Regie: Horst Liepach (Biografie – Rundfunk der DDR) 1980: Fritz Rudolf Fries: Der fliegende Mann – Regie: Horst Liepach (Biographie – Rundfunk der DDR) 1981: Giorgio Bandini: Unser unmenschliches Haus – Regie: Helmut Hellstorff (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1982: Rolf Wohlgemuth: Auf der Schaukel – Regie: Werner Grunow (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1983: Hans Christian Andersen: Die Schneekönigin (Rat) – Regie: Uwe Haacke (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR) 1983: Wolfgang David: Furcht vor Amseln (Gerichtsoffizier) – Regie: Manfred Täubert (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR) 1983: Linda Teßmer: 21:00 Uhr Erlenpark (Herr Bruck) – Regie: Fritz-Ernst Fechner (Kriminalhörspiel/Kurzhörspiel – Rundfunk der DDR) 1985: Jacob Grimm/Wilhelm Grimm: Zaunkönig (Adler) – Regie: Uwe Haacke (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR) 1985: Vaclav Cibulka: Der Golem (Rabbi Löw) – Regie: Uwe Haacke (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR) 1987: Michail Bulgakow: Die letzten Tage (Dansas) – Regie: Ingeborg Medschinski (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1987: Leonid Leonow: Die Bändigung Badadoschkins (Lausin) – Regie: Peter Groeger (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
Synchronrollen (Auswahl) Charles Durning 1995: Familienfest und andere Schwierigkeiten als Henry Larson 1996: Tage wie dieser … als Lew Richard Harris 2000: Gladiator als Marcus Aurelius 2002: Die Bibel – Die Apokalypse als Johannes 2002: Julius Caesar als Lucius Cornelius Sulla Hugh Hefner 2005–2010: The Girls of the Playboy Mansion als Hugh Hefner 2008: House Bunny als Hugh Hefner 2009: Miss March als Hugh Hefner
Filme 1961: Emil J. Horvath in Der Mann, der nicht zurückkehrte als Typograf Tomovic 1961: Oldrich Vykypel in Verräter im Netz als Pecha 1961: Georgi Naumow in Und sie waren jung als Mladen 1962: B. Ryshuchin in Und wieder wird es Morgen als Odinzow 1963: Niall MacGinnis in Nimm nichts Süßes von Fremden als Verteidiger 1964: L. Markow in Nacht ohne Gnade als Captain Benson 1968: Raymond Pellegrin in Der Rächer aus dem Sarg als Morcerf 1972: Sergiu Nicolaescu in Der Seewolf als Kapitän Raffy 1982: Tom Baker in Der Hund von Baskerville als Sherlock Holmes 1982: Leonard Nimoy in Marco Polo als Achmet 1983: Bernard Blier in Vor der Sintflut als Monsieur Marcel Noblet 1985: Gino Cervi in Zehn Italiener für einen Deutschen als Baron Alfonso di San Severino 1985: Morgan Wallace in Blinde Wut als Fred Garrett 1988: Iwan Nestorow in Melanios letzte Liebe als Senor Recaredo