mini|Logo klimaaktiv-Initiative des BMIMI, BMLUK, BMWET

Der klimaaktiv Gebäudestandard ist ein im Rahmen der Klimaschutzinitiative klimaaktiv definierter Standard für Energieeffizienz, ökologische Qualität, Komfort und Ausführungsqualität. Er geht über einen reinen Energiestandard und die verstärkte Nutzung der erneuerbaren Energieträger – das eigentliche Kernprogramm von klimaaktiv zur Verringerung des CO2-Ausstoßes – hinaus. Zuständig für die Umsetzung von klimaaktiv sind die Bundesministerien BMIMI, BMLUK und BMWET.

Der klimaaktiv Gebäudestandard als Hebel für zukunftsorientiertes Bauen In Österreich ist der Gebäudesektor für etwa ein Drittel des Endenergieverbrauchs verantwortlich, wobei Raumwärme und Warmwasser hier die wesentlichen Bereich sind, die Energie einsetzen. Zu den Treibhausgasemissionen tragen Gebäude jährlich mit mehr als 10 Prozent bei, global gesehen der Bausektor sogar mit 38 Prozent. Gleichzeitig ist der Gebäudesektor eine wichtige Stütze der heimischen Volkswirtschaft: Über 40.000 Unternehmen erwirtschaften mit mehr als 310.000 Mitarbeitenden einen jährlichen Umsatz von mehr als 60 Milliarden Euro, das entspricht 5 Prozent der österreichischen Bruttowertschöpfung. Damit ist dieser Bereich unumstritten ein zentraler Hebel zur Erreichung der Klimaziele von Paris und zur Erhaltung des Wohlstands und der Lebensqualität in Österreich.

Aus voranstehend genannten Zahlen ist die Notwendigkeit einer Strategie ableitbar, die sich der Senkung von Energie und Emissionen im Gebäudesektor in Österreich verschreibt. Als ein wichtiges Instrument ist hier der klimaaktiv Gebäudestandard hervorzuheben. Seine Einzigartigkeit liegt in der Zusammenstellung der Kriterien für eine erfolgreiche Zertifizierung und deren laufende Anpassung: Klimawandelanpassung, Baulandqualität, Biodiversität, Kreislaufwirtschaft sowie Gesundheit und Komfort sind fest im klimaaktiv Kriterienkatalog verankert. Damit sind auch Klimarisikoanalysen, der Einsatz emissionsarmer Bauprodukte, Rückbaufähigkeit und Recycling von Baustoffen integraler Bestandteil der Bewertung. Themen wie Sommertauglichkeit, Tageslichtversorgung und Raumluftqualität sorgen dafür, dass Gebäude behaglich und langfristig nutzbar sind.

Der klimaaktiv Gebäudestandard ist ein im Rahmen der Klimaschutzinitiative klimaaktiv definierter Standard für Energieeffizienz, ökologische Qualität, Komfort und Ausführungsqualität. Er geht über einen reinen Energiestandard und die verstärkte Nutzung der erneuerbaren Energieträger hinaus: Klimawandelanpassung, Baulandqualität, Biodiversität, Kreislaufwirtschaft sowie Gesundheit und Komfort sind fest im klimaaktiv Kriterienkatalog verankert. Damit sind auch Klimarisikoanalysen, der Einsatz emissionsarmer Bauprodukte, Rückbaufähigkeit und Recycling von Baustoffen integraler Bestandteil der Bewertung. Themen wie Sommertauglichkeit, Tageslichtversorgung und Raumluftqualität sorgen dafür, dass Gebäude behaglich und langfristig nutzbar sind.

Der klimaaktiv Gebäudestandard ist europaweit eines der erfolgreichsten und gleichzeitig anspruchsvollsten Gütesiegel für nachhaltiges Bauen, denn er definiert die im internationalen Vergleich strengsten Anforderungen im Bereich Energieeffizienz. Bis zum Jahr 2025 wurden in Österreich über 2.200 Wohngebäude und Dienstleistungsgebäude nach dem klimaaktiv Standard errichtet. Alle klimaaktiv Gebäude werden auf der klimaaktiv Website veröffentlicht.

Wie funktioniert der klimaaktiv Gebäudestandard Dem Gebäudestandard zugrunde liegt ein Kriterienkatalog, der 2025 überarbeitet wurde. Dabei hat sich nichts an den hohen Anforderungen an Energieeffizienz und bei der ausschließlichen Versorgung mit erneuerbaren Energien (ohne Öl und Gas) geändert. Stärker als bisher werden die Anforderungen aus der EU-Taxonomie bei der Zertifizierung berücksichtigt.

Alle klimaaktiv Kriterienkataloge (für Wohnbauten und Dienstleistungsgebäude) sind nach einem 1.000-Punkte System aufgebaut, anhand dessen die Planungs- und Ausführungsqualität, die Energie und Versorgung, die Qualität der Baustoffe und der Konstruktionen sowie zentrale Aspekte zu Komfort und Raumluftqualität von neutraler Seite beurteilt und bewertet werden. Konkret umfasst der Kriterienkatalog folgende vier Bereiche:

Klimawandelanpassung und Standort: Bereits bei der Auswahl des Standortes wird die Basis für einen nachhaltigen Gebäudebetrieb gelegt. Hier sind Infrastrukturangebote und umweltfreundliche Mobilität am Standort ebenso wichtig wie das Themen Klimawandelanpassung, Mikroklima und Freiraum. Energie und Versorgung: Niedriger Energiebedarf, weniger CO2-Emissionen und ein geringerer Primärenergieeinsatz als in Standardbauten sind für das Erreichen von hochwertiger klimaaktiv Qualität maßgeblich. Innovative Effizienztechnologien wie Energieflexibilität und Speicher, PV-Erträge und Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit werden bewertet. Ressourcen und Kreislaufwirtschaft: Besonders klimaschädliche Baustoffe und besorgniserregende Substanzen werden ausgeschlossen, die Verwendung umweltschonender Materialien wird belohnt. Die ökologische Optimierung von der Herstellung eines Gebäudes bis hin zur Entsorgung wird bei klimaaktiv berücksichtigt. Komfort und Raumluftqualität: Sommertauglichkeit, die Verwendung emissionsarmer Baustoffe im Innenausbau und eine optimierte Tageslichtversorgung führen zu überdurchschnittlicher Behaglichkeit und guter Raumluftqualität.

Stufen der Gebäudebewertung Alle klimaaktiv Kriterienkataloge sind nach einem 1.000-Punkte System aufgebaut. Je nach erreichter Punktezahl wird ein Gebäude in den drei Qualitätsstufen ausgezeichnet:

klimaaktiv Bronze: Gebäude, die alle Musskriterien erfüllen, werden mit klimaaktiv Bronze ausgezeichnet. Eine Bepunktung erfolgt nicht. klimaaktiv Silber: Gebäude, die alle Musskriterien erfüllen und mindestens 750 Punkte erreichen, werden mit der Stufe klimaaktiv Silber ausgezeichnet. klimaaktiv Gold: Gebäude, die alle Musskriterien erfüllen und mindestens 900 Punkte erreichen, werden mit klimaaktiv Gold ausgezeichnet.

Kostenlose Online-Deklaration Die klimaaktiv Zertifizierung ist ein offenes, nicht kommerzielles System, das vom Bund getragen wird. Die Zertifizierung ist gebührenfrei, erfolgt digital über eine Deklarationsplattform und wird von unabhängigen Fachleuten geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung werden die Projekte in einer allgemein zugänglichen Datenbank veröffentlicht. Die Offenheit und Nachvollziehbarkeit ist im österreichischen Kontext einzigartig. Voraussetzung für die Zertifizierung eines Gebäudes ist der erfolgreiche Abschluss der Online-Gebäudedeklaration auf klimaaktiv.baudock.at.

Anlaufstelle Mit dem klimaaktiv Gebäudestandard stellt das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) ein zukunftsorientiertes Instrument für die Gebäudezertifizierung zur Verfügung. Die zentrale Koordination und Leitung für das klimaaktiv Gebäude-Programm wird von der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT GmbH) vollzogen. Die Programmleitung wird in allen Bundesländern von Partnern unterstützt. Diese Unternehmen und Institutionen stehen für alle Fragen der Gebäudedeklaration / -bewertung bereit und unterstützen bei der regionalen Verankerung.

Literatur klimaaktiv Gebäude - Bauen und Sanieren mit Zukunft Rechtliche Einordnung des klimaaktiv Gebäudestandards Der klimaaktiv Gebäudestandard- Die 10 wichtigsten Fakten

Einzelnachweise

Kategorie:Größe (Bauwesen) Kategorie:Referenzgröße Kategorie:Bauplanung Kategorie:Energiestandard Kategorie:Umweltpolitik (Österreich) Kategorie:Energiepolitik (Österreich) Kategorie:Qualitätsmanagement (Nachhaltiges Bauen)