+JUNOS – Junge liberale NEOS300pxBundesvorsitzendeSophie WotschkeStv. BundesvorsitzendeFabienne LacknerJakob DirnböckGeneralsekretärJulian FritschAusrichtungLiberalismusInternationale VerbindungenLYMECIFLRYGründung2009SitzWienWebsitejunos.at

Die JUNOS – Junge liberale NEOS sind der Jugendverband der Partei NEOS – Das Neue Österreich und Liberales Forum. Als solche sind sie auch Vollmitglied von IFLRY und LYMEC.

Hervorgegangen sind die JUNOS aus den Jungen Liberalen Österreich, einer bis dahin bestehenden Partei und Hochschülerschaftsfraktion. Diese unterstützte seit Oktober 2012 als Jugendpartner die Partei NEOS, in die sie sich schließlich am 22. März 2014 als Jugendverband eingliederte.

Politische Ausrichtung Die JUNOS bekennen sich zum Liberalismus und zum System der Marktwirtschaft. Sie sprechen sich unter anderem für die Wahrung der Demokratie, die Achtung von Bürgerrechten und eine offene, tolerante Gesellschaft aus. Weitere wichtige Forderungen sind die Gründung der Vereinigten Staaten von Europa sowie ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit. Die individuelle Freiheit soll dabei die Grundlage der politischen Forderungen bilden.

Geschichte Gründung als Liberales StudentInnenforum Die Gründung der Jungen Liberalen erfolgte unter dem Namen Liberales StudentInnenforum (LSF) zeitgleich mit dem Liberalen Forum 1993, nachdem sich das Liberale Forum aufgrund der zunehmend rechtspopulistischen Linie der FPÖ unter Jörg Haider von ebendieser abgespalten hatte. Allein zur Wahl stand das LSF erstmals bei den ÖH-Wahlen im Jahre 1995, nachdem es 1993 noch eine Wahlplattform mit den dem moderaten Flügel zugehörigen Vereinten Grünen Österreichischen Studenten gegeben hatte. Darunter, dass das Liberale Forum seit 1999 nicht mehr mit einer Fraktion im Parlament vertreten war, hatte auch das LSF zu leiden – die Wahlergebnisse sanken seit 1999 kontinuierlich, ein Trend, der erst 2005 auf niedrigem Niveau vorübergehend gestoppt werden konnte. 2005 wurde die ÖH-Bundesvertretung nach neuem Wahlrecht gewählt und die BV-Direktwahl abgeschafft. Bei der ÖH-Wahl 2007 verlor das LSF alle Mandate auf Universitätsvertretungen und wurde in der Bundesvertretung erstmals seit Bestehen der Liberalen vom FPÖ-nahen Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) stimmenmäßig überholt.

Neuorganisation als JuLis 250px|mini|Logo der JuLis Österreich Am Bundesforum des LSF im Jänner 2009 wurden weitreichende Neuerungen beschlossen. Einerseits wurde das LSF, das bereits bei verschiedenen Anlässen unter dem Namen JuLis aufgetreten war, endgültig in JuLis – Junge Liberale Österreich umbenannt, andererseits auch eine neue Verbandsstruktur geschaffen.

Am 20. April 2009 hat die Abgeordnete im Europäischen Parlament Karin Resetarits mitgeteilt, mit ihrer Unterstützungsunterschrift auf der Wahlliste der Jungen Liberalen deren Antritt zur Europawahl in Österreich 2009 zu ermöglichen. Vorangegangen waren Überlegungen des Liberalen Forums, selbst anzutreten – die angeblich lange zugesagte Unterschrift von Karin Resetarits gab diese dann aber überraschend den Jungen Liberalen; ausschlaggebend waren diesbezügliche Bemühungen der Julis-Vorsitzenden Alegra Raising. Dieser Antritt führte zu einer maßgeblichen Entfremdung der Julis von ihrer ehemaligen Mutterpartei LIF, seither traten die JuLis eigenständig auf.LIF-Vertreter Ronald Pohoryles in seinem Blog: , 27. April 2009 Die Jungen Liberalen traten mit der mit Abstand jüngsten Liste aller acht antretenden Parteien zu den Europawahlen 2009 an. Spitzenkandidat war der in Graz lebende Kärntner Hannes Müllner.Die Presse: Liberale Kabale: JuLis treten statt LIF an, 29. April 2009 Mit letztlich 0,7 Prozent der Stimmen (20.668 Wahlberechtigte) glückte der Einzug in das Europaparlament nicht.

Auch bei der ÖH-Wahl 2009 traten die Julis an zahlreichen Universitäten an, darunter alle großen Universitäten mit Ausnahme der Universität Wien. An der Uni Wien scheiterten die Jungen Liberalen an formalen Gründen und konnten gar nicht kandidierenDie Presse: ÖH-Wahl: Liberale scheitern an rechtlichen Hürden, 13. Mai 2009, auch der für einen Einzug in die ÖH-Bundesvertretung notwendige Listenverband wurde nicht zugelassen. Die Julis waren demnach in der ÖH-Funktionsperiode von 2009 bis 2011 weder in Universitätsvertretungen noch in der Bundesvertretung der ÖH vertreten.

Am III. Bundeskongress in Wien am 30. und 31. Oktober 2010 kündigten die JuLis eine Kandidatur bei den ÖH-Wahlen 2011 an und beschlossen einstimmig ein „Liberales Hochschulprogramm“. Weiters wurde Nikolaus Scherak zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Bei den ÖH-Wahlen 2011 errangen die JuLis drei Mandate in der Bundesvertretung sowie mehrere Mandate in einzelnen Universitätsvertretungen (Universität Wien, Wirtschaftsuniversität Wien, Technische Universität Wien).Die Presse: Unis sollen über die Vergabe von Studienplätzen frei entscheiden, 29. Mai 2011

Kooperation mit NEOS Am 27. Oktober 2012 beteiligten sich die JuLis an der Gründung der Partei NEOS – Das Neue Österreich und Liberales Forum. JuLis-Vorsitzender Nikolaus Scherak wurde in den Vorstand der NEOS gewählt. Die JuLis bestanden jedoch zunächst als eigenständige Organisation weiter.Die Presse: NEOS: Die Neuen in der Mitte, 27. Oktober 2012.

Bei den ÖH-Wahlen 2013 erreichten die JuLis mit +2,2 % den prozentuell höchsten Zugewinn aller antretenden Fraktionen und konnten ihre Mandate in den Universitätsvertretungen von vier auf acht verdoppeln. Neben der Universität Wien, der Wirtschaftsuniversität Wien und der Technischen Universität Wien waren die JuLis somit auch an der Karl-Franzens-Universität Graz, der Technischen Universität Graz und der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck in der Universitätsvertretung vertreten.Die Presse: ÖH-Wahl: ÖVP-nahe Studenten weiter voran, 17. Mai 2013FM4: ÖH-Wahlen 2013: Die Ergebnisse, 16. Mai 2013

Am 22. März 2014 erfolgte im Rahmen eines Bundeskongresses in Salzburg die Umbenennung der Partei in JUNOS – Junge liberale NEOS und damit verbunden die Einbindung in die Parteistrukturen der NEOS. Bundesvorsitzender der JUNOS wurde der bisherige JuLis-Vorsitzende und NEOS-Nationalratsabgeordnete Nikolaus Scherak, der bereits zuvor Mitglied im Vorstand der NEOS war.JuLis heißen nun JUNOS und sind Teil der NEOS. Artikel auf derStandard.at vom 22. März 2014. Um sich in Zukunft den hochschulpolitischen Agenden anzunehmen und an ÖH-Wahlen teilzunehmen, wurde der Zweigverein JUNOS – Junge liberale Studierende gegründet. Beim XI. Bundeskongress der JUNOS in Wien trat Scherak als JUNOS-Vorsitzender zurück und übergab die Führung der NEOS-Parteijugend in der Folge an Douglas Hoyos, der zuvor einer seiner Stellvertreter gewesen war. Am XXI. Bundeskongress der JUNOS in Wien trat Hoyos 2019 als Vorsitzender zurück und übergab die Führung an Anna Stürgkh, die zuvor schon drei Jahre im Bundesvorstand war und die letzten zwei Jahre davon als Hoyos’ Stellvertreterin arbeitete.

Um auch in der Schülerpolitik mitzumischen und bei Schülervertretungswahlen anzutreten, gründeten die JUNOS gemeinsam mit dem stellvertretenden Bundesschulsprecher Leopold Plattner im September 2020 den Zweigverein JUNOS – Junge liberale Schüler_innen. Bereits beim ersten Antritt bei den LSV-Wahlen 2021 schafften es die JUNOS Schüler_innen auf Anhieb, mit Ivana Monz in Tirol eine Landesschulsprecherin und somit ein Mitglied in der Bundesschülervertretung zu stellen.

Beim XXVI. Bundeskongress im November 2022 wurde die ehemalige Spitzenkandidatin und Vorsitzende der JUNOS Studierenden, Sophie Wotschke, zur neuen Bundesvorsitzenden der JUNOS gewählt.

Mandatsträger Folgende Politiker sind aktuelle oder ehemalige Mitglieder der JUNOS:

Dolores Bakos (Abgeordnete zum Wiener Landtag und Mitglied des Wiener Gemeinderats) Julia Deutsch (Mitglied des Bundesrats) Felix Eypeltauer (Abgeordneter zum Oberösterreichischen Landtag) Claudia Gamon (Abgeordnete zum Vorarlberger Landtag) Johannes Gasser (Abgeordneter zum Nationalrat) Ines Holzegger (Abgeordnete zum Nationalrat) Douglas Hoyos (Abgeordneter zum Nationalrat) Christoph Müller (Abgeordneter zum Niederösterreichischen Landtag) Fabienne Lackner (Abgeordnete zum Vorarlberger Landtag) Susanna Riedlsperger (Abgeordnete zum Tiroler Landtag) Nikolaus Scherak (Abgeordneter zum Nationalrat) Yannick Shetty (Abgeordneter zum Nationalrat) Anna Stürgkh (Mitglied des Europäischen Parlaments) Nikolaus Swatek (Abgeordneter zum Landtag Steiermark) Christoph Wiederkehr (Bundesminister für Bildung) Sophie Wotschke (Abgeordnete zum Nationalrat)

Ergebnisse bei ÖH-Bundesvertretungswahlen LSF1 und JuLis2 bei den ÖH-Bundesvertretungswahlen Jahr Spitzenkandidat Stimmen3 BV-Mandate 1995 Johannes Vetter 8,8 % 6 1997 Udo Pappler 10,4 % 7 1999 Andreas Putz 9,9 % 4 2001 Michaela Köberl 5,3 % 2 2003 Florian Schweitzer 3,4 % 1 2005 Martin Ehrenhauser 3,9 % 1 2007 Philipp Weingartshofer 2,27 % 1 2009 Alegra-Isabel Raising 1,7 % 0 2011 Claudia Gamon 4,32 % 3 2013 Claudia Gamon 6,4 % 3 2015- 4 1 bis 20072 2009–20133 Zwischen 2005 und 2013 wurde die Bundesvertretung nicht direkt gewählt, die Prozentsätze sind deshalb nur bedingt aussagekräftig.4 Ergebnisse für JUNOS ab 2015

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Einzelnachweise

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