Elvira Bach (* 22. Juni 1951 in Neuenhain) ist eine deutsche Künstlerin, die in den 1980er Jahren als eine Vertreterin der Neuen Wilden bezeichnet wurde.
Leben Elvira Bach erlebte mit ihrer Zwillingsschwester Ingrid Kindheit und Jugend in ländlicher Umgebung. In einer Anthologie schilderte Elvira Bach 1995 ihre Erinnerungen an Kindheit und Jugend.Selbst-Porträt der Kindheit und Jugend. In: Florian Langenscheidt (Hrsg.): Bei uns zu Hause: Prominente erzählen von ihrer Kindheit. Econ, Düsseldorf 1995, ISBN 3-430-15945-8. Ihr Sohn ist der Basketballer Maodo Lô.
Wirken Von 1967 bis 1970 studierte sie an der Staatlichen Glasfachschule in Hadamar. Danach zog sie nach Berlin und studierte von 1972 bis 1979 an der Hochschule der Künste Berlin Malerei, zuletzt als Meisterschülerin des informellen Malers Hann Trier; zeitgleich mit Rainer Fetting, Salomé und Helmut Middendorf, die bei Karl Horst Hödicke studierten. Während des Studiums arbeitete sie an der Berliner Schaubühne, damals unter Leitung von Peter Stein, als Requisiteurin, Souffleuse und Foyerdame. Ein Stipendium führte Elvira Bach in die Dominikanische Republik. 1982 wurde sie zur documenta 7 in Kassel eingeladen. Dies war ihr Durchbruch, nationale und internationale Ausstellungen folgten.
Ihre neoexpressionistischen Frauenbildnisse spiegeln die Themen ihres eigenen Lebens. Die Ähnlichkeit der Bilder mit ihrer eigenen Person sind unverkennbar. Die Werke der frühen 1980er Jahre drehten sich größtenteils um das Thema „Ich“ (Nachteule, Sophisticated Lady, Immer Ich). Nach Heirat, Geburt der Söhne und Rückzug ins häusliche Privatleben spiegelt sich in ihren Werken verstärkt ihr familiäres Umfeld (Kinder, Küche, Kunst). Bis heute ist sie ihrem Malstil treu geblieben. Ihre Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen und Museen. Neben der Malerei arbeitet Elvira Bach auch an Bronzeskulpturen, Keramiken und Muranoglas-Plastiken.
Ausstellungen (Auswahl) 1979: Badewannenbilder, SO 36, Berlin 1982: documenta 7, Kassel 1988: Refigured Painting – The German Image 1969–1988, Guggenheim Museum, New York 1990/1991: Mannheimer Kunstverein, Mannheim und Kunsthalle Wilhelmshaven, Wilhelmshaven und Neue Galerie Graz 1999: Haus am Lützowplatz Berlin 2001: Bayrisches Landesmuseum im Kloster Asbach 2002: Kunsthalle Dominikanerkirche, Osnabrück 2004: Kunstverein Salzgitter 2006: Kronacher Kunstverein e. V., auf der Festung Rosenberg 2006: Haus am Lützowplatz, Berlin 2007: Galerie Noah, Augsburg 2009: Stadtgalerie Bad Soden im Taunus; influences africaines, Frauenmuseum Bonn 2010: Museum Europäischer Kunst (NRW), Schloss Nörvenich bei Köln 2011: Galerie Jaeschke, Braunschweig 2012: Galerie Anne Moerchen, HamburgKatja Engler: Frauen unter sich. Welt am Sonntag, 26. Februar 2012, abgerufen am 6. Juli 2016. 2013: Galerie Art350, Istanbul 2013: Historisches Rathaus, Limburg an der Lahn 2015: Museum für zeitgenössische Kunst – Diether Kunerth, Ottobeuren 2020: Museum Bensheim, Bensheim 2021: „70 Jahre Elvira Bach“, Bode Galerie & Edition, Nürnberg 2023: „Meine Schwester und ich“ (gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Ingrid Honneth), Galerie Barbara von Stechow, Frankfurt am Mainhttps://zeitung.faz.net/webreader-v3/index.html#/471094/54 2023: „Elvira Bach“ (Retrospektive), Ernst Barlach Museum WedelElvira Bach. In: ernst-barlach.de. Abgerufen am 28. Mai 2023. 2023: Kunstsammlungen der Stadt Limburg
Öffentliche Sammlungen Deutschland Kunstmuseum Walter, Augsburg Städtische Galerie Wolfsburg, Wolfsburg Sammlung Alison & Peter W. Klein, Eberdingen-Nussdorf Projekt „Column Painting“ (1995): Bemalung der tragenden Säulen der U-Bahn-Station Markthalle/Landtag der Stadtbahn Hannover mit weiblichen Motiven. Landgericht Fulda: Bilderzyklus an der Foyerwand vor den Sitzungssälen Städelmuseum, Frankfurt a. M. Stiftung Kunstforum der Berliner Volksbank
Kanada Vancouver Art Gallery, Vancouver
Österreich Museum Liaunig, Neuhaus
Vereinigte Staaten von Amerika Museum of Modern Art, New York City
Einzelnachweise
Auszeichnungen
2021 Ehrenmitgliedschaft des „Vereins Berliner Künstler“
Weblinks
Homepage von Elvira Bach „Feeling Hot“, 1983, Staatsgalerie Stuttgart
Kategorie:Absolvent der Universität der Künste Berlin Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Maler der Neuen Wilden Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Künstler (documenta) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1951 Kategorie:Frau