mini|Christian Kolonovits (Wien 2014) Christian Kolonovits (* 25. Februar 1952 in Rechnitz, Burgenland) ist ein österreichischer Komponist, Dirigent und Musikproduzent.

Leben Kolonovits wuchs als Sohn einer aus Köszeg stammenden Ungarin und eines als Elektriker tätigen Kroaten in Rechnitz im südlichen Burgenland auf.Kolonovits: „Burgenland hat mich musikalisch mitgeprägt“https://www.youtube.com/watch?v=M_BXYmpQWsw&t=2640s Von seinen musikalischen Eltern bereits früh stark beeinflusst, lernte er ab seinem fünften Lebensjahr Klavier und Akkordeon. Seinen Vater, der privat gerne Stücke aus Opern und Operetten sang, begleitete er am Klavier. Auch die vielfältigen musikalischen Einflüsse der Volksmusik im Burgenland beeinflussten ihn sehr. Nach dem Besuch des Gymnasiums der Schulbrüder in Wien-Strebersdorf studierte er an der Wiener Musikhochschule Klavier, Cello, Dirigieren und Komposition. Schon während des Studiums arbeitete er als Studiomusiker, Barpianist, Klavierlehrer und spielte in diversen Gruppen.https://www.kolonovits.com/biographie/index.html

Im Jahr 1972 wurde Kolonovits Klavierspieler in der Band Milestones und machte sich bald in der österreichischen Musikszene einen Namen als Komponist und Arrangeur.

Im Jahr 1974 komponierte Kolonovits für Waterloo & Robinson den Hit Hollywood. Fortan arbeitete er für die Schmetterlinge, Wolfgang Ambros, Georg Danzer, Peter Cornelius, Rainhard Fendrich, Stephan Remmler, Ludwig Hirsch, STS, Maria Bill, Stefanie Werger, EAV, Tony Wegas, Franz Morak, Manuel Ortega, Andreas Gabalier, Alexandra Caró. 1974 arbeitete er in Deutschland auch in der Hitfabrik (Boney M., Eruption) des Musikproduzenten Frank Farian, daneben aber auch für die Oberkrainer und Costa Cordalis.

Im Jahr 1976 entstand seine erste Solo-LP Life Is Just a Carnival, die von Peter Hauke produziert wurde, unter Mitwirkung von Kurt Hauenstein am Bass und Hartmut Pfannmüller an den Drums und am Mischpult. Hauke, Hauenstein und Pfannmüller würden im Folgejahr mit Rainer Marz und Richard Schönherz das erfolgreiche Debüt-Album von Supermax verantworten. Kolonovits wirkte in den Folgejahren bei etlichen Supermax-Produktionen mit.

1979 komponierte Kolonovits seine erste Filmmusik.

International bekannt wurde Kolonovits durch seine Zusammenarbeit mit den Wiener Symphonikern: Ab 1986 entstanden Interpretationen von Popnummern im Klassik-Sound im Rahmen des VSOP – Vienna Symphonic Orchestra Project. Zweimal, 1977 und 1993, dirigierte Christian Kolonovits das Orchester für den österreichischen Beitrag beim Grand Prix Eurovision de la Chanson. Im Jahr 2000 dirigierte er die Berliner Philharmoniker auf der Expo 2000 im Zusammenspiel mit den Scorpions und erstellte auch die Arrangements für die Alben Moment of Glory und Acoustica. Im Jahr 2003 hatte Kolonovits die künstlerische Gesamtleitung der Linzer Klangwolke.

Im Jahr 2009 wurde seine Pop-Oper für Kinder und Erwachsene Antonia und der Reißteufel an der Wiener Volksoper uraufgeführt. Im Oktober 2013 erschien das Album Meraviglioso von José Carreras, für das Kolonovits als Produzent, Dirigent und Arrangeur verantwortlich zeichnete. Im Sommer 2014 wurde die Oper El Juez nach ihrer Uraufführung mit José Carreras in Bilbao bei den Tiroler Festspielen im Festspielhaus Erl gegeben., in: Kurier, 26. April 2014

Anfang 2016 hatte das Musical Der Kongress tanzt an der Wiener Volksoper Premiere. Christian Kolonovits schrieb die Orchesterarrangements zur Musik von Werner Richard Heymann und er dirigierte das Orchester der Volksoper.

Im Juni 2017 wurde die BaRock-Oper Vivaldi – die fünfte Jahreszeit an der Wiener Volksoper uraufgeführt, das Bühnenstück erhielt am 18. September 2017 beim Deutschen Musical Theater Preis 2017 in Berlin drei Auszeichnungen und wurde für den Österreichischen Musiktheaterpreis 2018 in der Kategorie Beste Gesamtproduktion Musical nominiert.orf.at: Musiktheaterpreis: Zwei Burgenländer nominiert. Artikel vom 19. Juni 2018, abgerufen am 19. Juni 2018.

Im Jahr 2020 führte Kolonovits im Rahmen von Red Bull Symphonic gemeinsam mit den Drum and Bass Künstlern Camo & Krooked und dem Max Steiner Orchestra eine Musikshow auf. Hierbei wurden bekannte Stücke von Camo & Krooked gemeinsam mit klassischen Elementen verbunden.

Im Februar 2022 leitete er das Max Steiner Orchester für das Projekt Red Bull Symphonic Seiler & Speer am Wiener Konzerthaus mit dabei der Geigerin Lidia Baich sowie der Sängerin Juliette Khalil. Das Konzert wurde auf ServusTV übertragen, eine Aufnahme erschien bei Preiser Records.

2022 wurde er zum Mitglied des ORF-Stiftungsrats bestellt.

Am 3. Juli 2022 dirigierte Kolonovits ein Konzert von Rainhard Fendrich mit großem Orchester der Philharmonie Salzburg und fast 100 Mitwirkenden.

Privates Kolonovits war der Trauzeuge des Bassisten Kurt Hauenstein (* 1949, † 2011). Wien heute Bericht: Supermax Begräbnis Er ist mit der Modedesignerin Brigitte Just verheiratet. Seit Jahrzehnten besitzt er ein Haus in Eschenau.

Diskografie

Alben

Autorenbeteiligungen und Produktionen

Filmografie (Auswahl) 2023: Am Ende wird alles sichtbar 2025: Aufputzt is’

Auszeichnungen 2005: Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien 2013: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik ÖsterreichAuszeichnung für Christian Kolonovits im BMUKK auf OTS vom 19. Februar 2013, abgerufen am 20. Februar 2013. 2017: Ehrenbürger der Gemeinde RechnitzBVZ: Festakt in Rechnitz - Kolonovits wird Ehrenbürger. Artikel vom 22. März 2017, abgerufen am 16. August 2017. 2017: Deutscher Musical Theater Preis der Deutschen Musical Akademie in den Kategorien „Beste Musik“ und „Bestes Arrangement“ für „Vivaldi - Die fünfte Jahreszeit“ an der Volksoper Wien. 2018: Romyverleihung 2018 – Akademiepreis Platin-Romy für das LebenswerkKurier: Platin-ROMY der Akademie an Christian Kolonovits. Artikel vom 25. März 2018, abgerufen am 25. März 2018. 2018: Gläsener Rathausmann der Stadt WienConchita strahlt bei Best of Austria. Artikel vom 22. Juni 2018, abgerufen am 23. Juni 2018.Rot-weiß-rotes Hit-Feuerwerk. Artikel vom 23. Juni 2018, abgerufen am 23. Juni 2018. 2022: Ehrenbürger von Eschenau 2025: Kulturpreis des Landes Burgenland (Sparte Musik)

Literatur Christian Kolonovits (* 1952). Komponist, Arrangeur, Dirigent, Musikproduzent. In: Dominik Oriesching: Das uneindeutige Land. Eine Geschichte des Burgenlands, erzählt durch Objekte, Orte und Menschen. echomedia Buchverlag Wien 2022, ISBN 9783903989221, S. 132–135.

Einzelnachweise

Weblinks

Website von Christian Kolonovits Der größte Luxus ist, seine Ruhe zu haben aus Der Standard, von 15. Dezember 2013

Kategorie:Songwriter Kategorie:Komponist (Oper) Kategorie:Komponist (Jazz) Kategorie:Komponist (Österreich) Kategorie:Dirigent Kategorie:Autor eines österreichischen Beitrags beim Eurovision Song Contest Kategorie:Romy-Preisträger Kategorie:Träger des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien Kategorie:Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1952) Kategorie:Ehrenbürger von Rechnitz Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1952 Kategorie:Mann