Maggia ist eine politische Gemeinde und ein Dorf im Tessin. Sie gehört zum Kreis Maggia und zum Bezirk Vallemaggia. mini|Maggia. Historisches Luftbild von Werner Friedli (1954)

Geographie Die Gemeinde liegt im unteren und mittleren Teil des Maggiatals nordwestlich von Locarno. Die verschiedenen Ortsteile liegen beiderseits des Flusses Maggia.

Geschichte Die erste Erwähnung erfolgte im Jahr 1200 als de madia, im Jahr 1225 wurde der Ort als Madiis erwähnt und im Jahr 1270 als Madia. Der Name wird auf den Monat Mai (ital. Maggio) zurückgeführt.

Die Gemeinde Maggia entstand am 4. April 2004 durch die Fusion der bisherigen Gemeinden Aurigeno, Coglio, Giumaglio, Lodano, Maggia, Moghegno und Someo. Maggia bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.Patriziato di Maggia (mit Fotos) (italienisch) auf patriziatomaggia.ch

Bilder

Bevölkerung Die Bevölkerung entwickelte sich seit dem Jahr 2003 wie folgt: Einwohnerzahlen: Volkszählungsdaten

Die Gemeinde zählte Ende 2004 2358 Einwohner. Davon waren 2115 (= 89,7 %) Schweizer Staatsangehörige und 243 Zuwanderer aus anderen Ländern.

Politik Die Legislative von Maggia ist der Consiglio Comunale (Gemeindeparlament), bestehend aus 30 Mitgliedern. Die Zusammensetzung für die Legislaturperiode 2024–2028 (Wahlen vom 14. April 2024): 11 Partito Liberale Radicale (FDP), 10 Il Centro (Die Mitte), 4 Unità della Sinistra (linke Bürgerliste), 3 UDC (SVP), 2 Lega.

Die Exekutive wird gebildet durch den fünfköpfigen Municipio (Gemeinderat). Nach den Wahlen vom 14. April 2024 setzt er sich wie folgt zusammen: 2 FDP, 2 Die Mitte, 1 Unità della Sinistra. Ihm steht als Sindaco (Gemeindepräsident) Andrea Sartori (FDP) vor.

Verkehr Die meisten Ortsteile der Gemeinde sind durch die Linie 315 der FART Locarno-Bignasco-Cavergno erschlossen. Der Grossteil der Ortsteile liegt an der Hauptstrasse von Locarno durchs Valle Maggia.

Maggia ist mit Migros, Coop und Denner das Versorgungszentrum für das Maggiatal.

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche San Maurizio, löste sich um 1000 von der Stiftskirche San Vittore in Muralto. Der 1636 dem heiligen Mauritius geweihte Bau wurde 1855 (Fassade) und 1881 (monumentale Treppe) erweitert sowie 1996–1998 restauriert.Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 244–245. Oratorium Santa Maria delle Grazie oder «di Campagna», 1510 an der Stelle einer früheren Kapelle erbaut, enthält Fresken aus der Entstehungszeit und Votivbilder von Giovanni Antonio Vanoni.Kirche Santa Maria delle Grazie in CampagnaKirche Santa Maria delle Grazie ehemaliger Stall der Martinelli, mit einem Fresko mit der Geburt Jesu, später Casa Martinelli aus dem 17. Jh., zwischenzeitlich Schulhaus, heute Altersheim Oratorium Madonna del Carmine Altersheim San Luigi Guanella Betkapelle Santa Maria della Pioda oder della Cascata Betkapelle d’Antrobbio, mit spätgotischen Fresken Atelier Casè, Architekten: Emilio Bernegger, Edy Quaglia Grabfunde aus der Römerzeit neue gekurvte Hängebrücke, 120 m langarchitektonisch gekurvte neue Hängebrücke, 120 m

Sport Associazione Calcio VallemaggiaAssociazione Calcio Vallemaggia

Abbildungen

Persönlichkeiten Giacomo Bassi (* um 1690 in Maggia; † nach 1734 ebenda?; von Valmaggia), Baumeister, baute am Anfang des 18. Jahrhunderts den grossen Turm der San Lorenzokirche von Bormio und 1732–1734 die Kruzifixkapelle in der Sant’Antoniokirche von Bormio.Celestino Trezzini: Giacomo Bassi. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band II: Basel–Berikon. Neuenburg 1924, Seite 42, PDF (Digitalisat). Victor Emanuel Camanini (* 30. November 1862 in Someo; † 15. November 1919 in Kilchberg ZH), Dekorations- und Flachmaler Marta (Martha) Holmboe-Streiff (* 17. Januar 1897 in Manila; † 23. Januar 1970 in Maggia), Teppichweberin Friedrich Glauser (1896–1938), Schriftsteller Pierre Casè (1944–2022), Maler, Zeichner, Kupferstecher und Illustrator Francesco Lorenzetti (* 1983), Concept ArtistFrancesco Lorenzetti auf artstation.com

Literatur Giovanni Bianconi: Vallemaggia. Edizioni L.E.M.A., Agno 1969. Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 237–241, 243–249, 251, 258, 259, 267.

Martino Signorelli: Storia della Valmaggia. Tipografia Stazione SA, Locarno 1972. Celestino Trezzini: Maggia. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 4: Maillard – Saint Didier. Attinger, Neuenburg 1927, S. 791 (Digitalisat). Stefano Vassere: Maggia. Archivio di Stato, Bellinzona 2000.

Weblinks

Offizielle Website der Gemeinde Maggia Amt für Statistik des Kantons Tessin: Maggia (italienisch) Maggia: Kulturgüterinventar des Kantons Tessin Renzo Dionigi: Kirche Madonna delle Grazie, Fresken auf www.flickr.com

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Kanton Tessin Kategorie:Schweizer Gemeinde Kategorie:Gemeindegründung 2004 Kategorie:Ersterwähnung 1200