mini|Chi Chi LaRue 2019

Chi Chi LaRue (* 8. November 1959 in Hibbing, Minnesota, USA; eigentlich Lawrence David Paciotti) ist ein US-amerikanischer Produzent und Regisseur von hauptsächlich schwulen und bisexuellen Pornofilmen. Sein weiblich klingendes Pseudonym erklärt sich daraus, dass er oft als Drag Queen auftritt. Einige Filme drehte er unter dem Pseudonym Taylor Hudson.

Leben Lawrence David Paciotti trat ab Ende der 1970er in Minneapolis–Saint Paul als Teil des Drag-Queen-Duos The Wather Gals auf und nahm dort das Pseudonym Chi Chi LaRue auf, unter der sie danach bekannt wurde. Sie zog in den 1986 nach Los Angeles, wo sie als Verwaltungsangestellte und Publizistin für Catalina Video arbeitete. Durch die AIDS-Krise in der Pornoindustrie kam es zu einer hohen Fluktuation von Darstellern aber auch Regisseuren, so dass sie Ende der 1980er häufiger mit der Regie von Pornofilmen betreut wurde. Seit 1988 begann sie mit der Regie von vor allem homosexuellen Pornofilmen, wobei sie ab 2003 auch heterosexuelle Pornofilme für Vivid Video drehte. Außerdem war sie bei Falcon Entertainment beschäftigt, wo sie nach John Rutherfords Weggang zum bekanntesten Regisseur aufstieg. Durch ihr schrilles Auftreten wurde sie zur Lieblingsregisseurin diverser Pornostars wie unter anderem Jenna Jameson und Tera Patrick.

1992 trat sie in Madonnas Musikvideo zu Deeper and Deeper auf. Einen weiteren Auftritt hatte sie in RuPauls Musikvideo zu Jealous of My Boogie (2009). Selbst drehte sie das Musikvideo I am a Pig für das Halford/Reznor 2wo.

2004 erlitt sie einen leichten Herzinfarkt, als sie für Taking Flight nach London fliegen wollte. Chris Steele übernahm daher die Regie für den Bestseller von Falcon. Kurz danach verließ sie Falcon, um sich auf die Filme ihrer eigenen Produktionsfirma Rascal Videos zu konzentrieren. 2005 erschien mit Heaven to Hell, einem Fantasy-Porno ihr letzter Film für Falcon.

Im Februar 2006 wurde berichtet, sie habe sich von der Pornofilmgesellschaft Vivid Video getrennt, da diese zu einer condom-optional-Politik übergegangen sei. Sie ist eine starke Vertreterin der Rechte von Angestellten der Pornoindustrie und eine Verfechterin von Safer Sex am Set.

Chi Chi LaRue ist Miteigentümer des Unternehmens Channel 1 Releasing. Postkarten, Fotobücher und Kalender von Chi Chi LaRue und seinem Label Rascal erscheinen im deutschen Bruno Gmünder Verlag.

Seit mehreren Jahren tritt sie auch als DJ auf, wobei die Musik in Richtung Eurodance geht. Chi Chi LaRue ist trockene Alkoholikerin und Drogenabhängige. Sie benötigte 2015 einen Magen-Bypass und kämpft seitdem gegen ihre Sucht an. Über ihre Probleme spricht sie offen.

2020 wurden Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegenüber Chi Chi LaRue laut. Sie soll den Pornodarsteller Papi Suave belästigt haben. Als Konsequenz beendete Mile High Media die Zusammenarbeit mit ihr. Chi Chi LaRue gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Interracial-Porn-Labels Noir Male. Sie gab später zu, zu diesem Zeitpunkt einen schweren Rückfall gehabt zu haben und zudem depressiv gewesen zu sein. Ihre Karriere kam damit zum Erliegen. Allerdings bestritt sie den Missbrauch und gab an, Suave habe gelogen, um sich wichtig zu machen und so ihre Karriere sabotiert.

Nominierungen und Auszeichnungen mini|Chi Chi LaRue (2000)

Auszeichnungen 1991 gewann sie bei den GayVN Awards ihren ersten Award als Best Director (Gay Video) für The Rise (unter dem Pseudonym Taylor Hudson) sowie den Award für die Best Non-Sexual Performance – Bi,Gay, Trans Video für More of a Man. Es folgten zahlreiche weitere Auszeichnungen. Chi Chi LaRue wurde in die AVN Hall of Fame aufgenommen.

1991: GayVN Award als Best Director (Gay Video) für The Rise (unter dem Pseudonym Taylor Hudson) 1991: GayVN Award für die Best Non-Sexual Performance – Bi,Gay, Trans Video für More of a Man. 1993: GAyVN Award als Director Best Director (Gay Video) für Songs in the Key of Sexual 1999: Grabby Award: Wall of Fame 1999: Grabby Award für das Best All-Sex Video für Link 2 Link 1999: Grabby Award als Best Director (Zusammen mit Kristen Bjorn) 1999: Grabby Award für das Best Ethnic Video mit Black Ballad 2 2000: Grabby Award für das Best All-Sex Video für The Final Link 2001: GayVN Award als Best Director (Gay Video) für Echoes 2001: Grabby Award als Best Director für Echoes 2001: Grabby Award für Best Video mit Echoes 2004: Grabby Award für Classic Movie Remake für The Back Row 2002: GayVN Award als Best Director (Bisexual Video) für Mile Bi Club 2003: Grabby Award als Best Director für Deep South: The Big And The Easy Part I and Part II (mit John Rutherford) 2003: GayVN Award als Best Director für Deep South: The Big And The Easy Part I and Part II (mit John Rutherford) 2006: Grabby Award als Best Director für Wrong Side of the Tracks Part I and II 2006: GayVN Award als Best Director (Bisexual Video) für Wrong Side of the Tracks Part I and II 2007: eine der „50 Most Powerful Gay Men and Women in America“ laut Out Magazine 2007: Grabby Award für Lifetime Achievement Award

Nominierungen

2001: Grabby Award für Best Comedy Video für Jacked to Vegas 2001: Grabby Award für Best Non-Sex Performance in Jacked to Vegas 2002: Grabby Award als Best Director für The Back Row 2003: Grabby Award für Best Non-Sex Performance in Porn Academy 2004: Grabby Award für Best Non-Sex Performance in Homecoming 2005: Grabby Award als Best Director für Detention 2005: Grabby Award als Best Director für Bolt 2006: AVN Award als Best Director – Film für Sentenced 2006: Grabby Award für Best Non-Sex Performance in Wicked 2006: Grabby Award für das Best Screenplay für Wrong Side of the Tracks Part I and II (zusammen mit Doug Jeffries) 2007: Grabby Award für Best Non-Sex Performance in The Velvet Mafia: Part 1 & 2 2008: GayVN Award als Best Director für Link: The Evolution 2008: Grabby Award als Best Director für Link: The Evolution 2008: XBIZ Award als GLBT Director of the Year 2009: XBIZ Award als GLBT Director of the Year 2010: Grabby Award als Best Director für Raising the Bar 1 2010: AVN Award für das Best Screenplay für Jenna Confidential 2010: Grabby Award als Best Non-Sexual in Fuck U 2013: AVN Award für die Best Non-Sex-Performance für Star Wars XXX: A Porn Parody 2016: AVN Award als Mainstream Star of the Year 2018: GayVN Award: Social Media Star (Fan Award) 2020: Cybersocket Award als Best Personality 2020: Cybersocket Award als Director of the Year

Filmografie (Auswahl)

Regie In ihrer langen Karriere drehte Chi Chi LaRue über 500 Filme als Regisseurin, zum Teil unter verschiedenen Pseudonymen wie Lawrence David und Taylor Hudson. Als Performer trat sie oft in nicht-sexuellen Szenen auf.

1987: Black Attack 1989: All Night Long 1989: The Buddy System I & II 1990: French Kiss 1991: Introducing Tracey Wynn 1991: Big Switch 3: Bachelor Party 1991: The Rise 1991: More of a Man 1992: Sex Shooters II 1992: Songs in the Key of Sex 1992: She-Male Mistress 1992: Sex in Wet Places 1992: Long Distance Lovers 1992: Powertool 2: Breaking Out 1992: My Cousin Danny 1992: Midnight Sun 1992: Bi-ology: The Making of 'Mr. Right' 1993: Rags to Riches 1994: Secret Sex 1–3 1997: Black Attack II 1998: Fit for a Man 1998: Black Ballad II 1999: Miss Kitty's Litter: Days Gone Bi 1999: Hardbody 2000 2: Chi Chi's Birthday Bash 1999: Link 2 Link 2000: Echoes 2000: Final Link 2001: the Back Row 2001: Shock Part 1 & 2 2002: Deep South: The Big and the Easy, Part 1 & 2 2002: After Shock 1 & 2 2003: Drenched Part 1 & 2 2003: Detention 2004: Sentenced 2004: Bolt 2005: Wrong Side of the Tracks: Part One & Two 2005: Wicked 2005: Klötenwoche (Set in Stone) 2006: Die juckende Prostata (No Cover) 2007: Link: The Evolution 2007: Durchgeballerte Po-Muschis (In His Dreams) 2009: Jan Fischer: Superstar 2010: Tommy Ritter Superstar 2011: Leading men 2019: Scared Stiff 2: The Amityville Whore

Schauspieler

1992: The Erotic Adventures of the Three Musketeers 1992: The Three Musketeers Part 1 & 2 1992: Powertool 2: Breaking Out 1992: Batwoman & Catgirl 1993: Valley of the Bi Dolls 1994: Sinderella She-Males 1994: Hung Riders 1994: The Revenge of the Bi Dolls 1995: Bi Now, Pay Later 1996: The Hills Have Bis 1996: Hung Riders 2: The Heat Is On 1997: Night of the Living Bi-Dolls 1997: Goodfellas, Badfellas 2000: Jacked to Vegas 2001: The Seven Deadly Sins: Gluttony 2002: Porn Academy 2003: Homecoming 2005: World Splash Orgy 2006: Open Set 2006: The Velvet Mafia 1 & 2 2012: Star Wars XXX: A Porn Parody

Fotobände von Chi Chi LaRue (Auswahl) Link - The Evolution, Bruno Gmünder Verlag, 2007, ISBN 978-3-86187-474-4 Smut - The Evolution, Bruno Gmünder Verlag, 2007, ISBN 978-3-86187-472-0

Literatur

Weblinks

(englischsprachig)

Einzelnachweise

Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Träger des GayVN Award Kategorie:Träger des Grabby Award Kategorie:Travestiekünstler Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1959 Kategorie:Mann