mini|Züge von U-Bahn, S-Bahn und Regionalbahn in Hamburg (Blick von der Brücke Wallstraße in Richtung Nordost) mini|Gleisverzweigungen östlich des Hamburger Hauptbahnhofs

Dieser Artikel enthält eine allgemeine Übersicht und Zusammenstellung der einzelnen Verkehrsträger von schienengebundenen Verkehrssystemen in Hamburg und der umgebenden Region.

Der Hamburger Hauptbahnhof ist mit über 550.000 Passagieren der meistfrequentierte Fernbahnhof in Deutschland und nach dem französischen Gare Du Nord auf Platz 2 in Europa.

Bahnsysteme mini|Links ein U-Bahn-Zug des Typs DT4 auf der Linie U1, rechts eine Lok der AKN bei Gleisbauarbeiten auf der Güterumgehungsbahn

Der Schienenverkehr in Hamburg und der umgebenden Region besteht derzeit aus den drei Bahnsystemen Eisenbahn, S-Bahn und U-Bahn, vormals auch der Straßenbahn und einigen Rollbock-Industriebahnen und Feldbahnen. Gemeinsam ist ihnen (außer bei einigen Industrie- und Feldbahnen) die Normalspur von 1435 Millimetern.

Der Betrieb der Straßenbahn Hamburg, der Ottensener Industriebahn und der Wandsbeker Industriebahn sowie von Feldbahnen wurde bis zu den 1970er Jahren geführt, danach eingestellt. Das differenzierte Nahverkehrsangebot der Straßenbahn verlagerte sich im Wesentlichen auf ein ausgedehntes Buslinien-Netz, teils auch auf die mit 750 Volt Gleichstrom elektrifizierte U-Bahn.

Eisenbahn Gleisanlagen Alle innerhalb von Hamburg gelegenen Streckenabschnitte und Verbindungsstrecken der Fernbahn, der Regionalbahnen (außer der AKN) sowie des Güterfernverkehrs und weite Teile der Hamburger Hafenbahn sind mit Oberleitung für Einphasenwechselstrom 15 Kilovolt 16,7 Hertz ausgerüstet. Die Strecken der S-Bahn Hamburg werden über seitlich bestrichene Stromschienen mit Gleichstrom mit einer Spannung von 1200 Volt betrieben.

Nicht elektrifiziert sind Teile der Hamburger Hafenbahn und einige Güterverladeanlagen wie z. B. der Umschlagbahnhof Billwerder-Moorfleet, hier kommen Diesellokomotiven zum Einsatz. Die z. T. auch in Hamburg verlaufende Strecke der AKN zwischen Eidelstedt und Kaltenkirchen wird gerade mit Oberleitung elektrifiziert. Früher fuhren auch zwischen Eidelstedt und Hamburg Hauptbahnhof dieselelektrische AKN-Triebzüge mit Hybridantrieb, sie nutzten das Gleichstromsystem der S-Bahn-Strecke mit Stromschiene.

Bahnhöfe mini|Hamburg Hauptbahnhof: Aufnahme von der Südseite (2013) Fernbahnhöfe: Hamburg Hauptbahnhof Fasst die vorgänger Bahnhöfe Lübecker, Hannoverschen und Berliner Bahnhof zusammen. siehe: Vorgänger Bahnhöfe Bahnhof Hamburg Dammtor (betrieblich: Haltepunkt) Bahnhof Hamburg-Altona (ab 2027: Verlegung zum Bahnhof Hamburg Diebsteich) Bahnhof Hamburg-Harburg Bahnhof Hamburg-Bergedorf außerhalb Hamburgs, aber innerhalb des HVV-Gemeinschaftstarifs: Bahnhof Lüneburg Bahnhof Itzehoe Bahnhof Büchen Regionalbahnhöfe:

S-Bahn

U-Bahn

AKN Eisenbahn

Güterverkehr: Eidelstedt (AKN) Hamburg-Eidelstedt (DB) Ubf Hamburg-Billwerder Hamburg-Waltershof (Hamburger Hafenbahn) Rangierbahnhöfe: Maschen Rbf Alte Süderelbe Hamburg Süd Tiefstack (AKN)

Betriebswerke Bw Hamburg-Rothenburgsort (bis 1972) S-Bahn-Werk Ohlsdorf S-Bahn-Werk Elbgaustraße Bw Hamburg-Eidelstedt Bw Hamburg-Wilhelmsburg Bw Hamburg-Altona (bis 1991) Bw Hamburg-Berl (Berliner Bahnhof, heute Hbf) Bw Hamburg-Tiefstack (seit 2015) S-Bahn-Werk Stellingen (seit 2018)

Betriebswagenwerk: Bww Hamburg-Langenfelde

Ausbesserungswerk: Aw Hamburg-Harburg (bis 1995)

S-Bahn

Die Streckenlänge des S-Bahn-Netzes beträgt 147 Kilometer, davon 115 Kilometer im Gleichstromnetz. Es besteht ein Gleichstrombetrieb (1200 Volt) mit seitlich bestrichener Stromschiene. An den Betriebshöfen Ohlsdorf und Elbgaustraße, am Bahnhof Wilhelmsburg und am nördlichen Ende des Bahnhofteils Hamburg-Eidelstedt sowie an den Endpunkten Aumühle und Neugraben befinden sich Gleisanschlüsse zur Eisenbahn. Ebenfalls ist ein Wechsel in den Bahnhöfen Hamburg Hbf und Hamburg-Altona möglich, jeweils zum Gleis 5 der Fernbahn. In Neugraben wurde diese Verbindung zweigleisig im Rahmen der S-Bahn-Erweiterung nach Stade ausgebaut, so dass speziell dafür ausgerüstete S-Bahn-Züge dort automatisch vom Gleichstrombetrieb auf den Wechselstrombetrieb (Oberleitung 15 Kilovolt) umschalten. Dadurch fährt die S-Bahn seit dem 9. Dezember 2007 bis Stade – durch stark gestiegene Fahrgastzahlen während der Hauptverkehrszeiten mittlerweile im 20-Minuten-Takt, ansonsten alle 60 Minuten.

mini|hochkant|Gleisrest der Ottensener Industriebahn (2006)

U-Bahn

Das mit Gleichstrom 750 Volt mit von unten bestrichener Stromschiene betriebene Netz hat eine Streckenlänge von 104,7 Kilometern. Am Bahnhof Ohlsdorf befindet sich ein Gleisanschluss zur Güterumgehungsbahn, der für Fahrzeug- und Gleisanlieferungen genutzt wird.

Straßenbahn

Rollbockverkehr Ottensener Industriebahn Wandsbeker Industriebahn

Triebwagen S-Bahn

Baureihe Baujahre Betriebsstatus Anmerkungen Erscheinungsbild Innenraum ET 171 ab 1968: 471 1939–1958 bis 2001 ausgemustert ursprünglich zwei Einzelscheinwerfer, 2.-Klasse-Wagen von 1939/1940 besaßen ursprünglich Holzbänke; vorwiegend eingesetzt auf Linien S1, S10, S11, später auch HVZ-Linie S2. Ein Exemplar als sog. Museumszug heute im Besitz des Historische S-Bahn Hamburg e. V. 150px|zentriert 150px|zentriert ET 170 ab 1968: 470 1959–1970 2002 ausgemustert Doppelscheinwerfer; zunächst vorwiegend eingesetzt auf Linie S2 (später S21). Ein Exemplar als mietbarer sog. Traditionszug heute im Besitz des Historische S-Bahn Hamburg e. V. 150px|zentriert s. ET 171 oben (Sitze nun mit Plastikbezug)Bilder ET 170 (Lackierung der 1980er Jahre) s. ET 170 (oben) s. ET 170 (oben) ab Ende der 1970 Jahre sukzessive Umlackierung der Baureihe 470 in den neuen Farben Beige-Ozeanblau 150px|zentriert s. ET 170 (oben) Baureihe 472/473 1974–1984 zum großen Teil ausgemustert (später umlackiert in Rot) Hamburgweite Einführung der Farben Beige-Ozeanblau, war noch bis 2005 so im Hamburger Netz zu sehen. 150px|zentriert Baureihe 472/473 s. Baureihe 472 (oben) zum großen Teil ausgemustert sukzessive Umlackierung der 472er im Zeitraum von 1997 bis 2005 („Re-Design“) Rot/Weiß 150px|zentriert Baureihe 474 1996–2006 in Betrieb 150px|zentriert 150px|zentriert Baureihe 490 in Betrieb seit 2018 150px|zentriert|Mock-up DB-Baureihe 490 S-Bahn Hamburg Bombardier

U-Bahn

Baureihe Baujahre Betriebsstatus Anmerkungen Erscheinungsbild Innenraum DT2 1962–1966 bis 2015 ausgemustert zweiteilige Einheiten (Doppeltriebwagen) in verschiedenen Bauserien, All-Electric-Wagen mit Pedalsteuerung, Quersitze 2+2, Höchstgeschwindigkeit 70 km/h, ab Mitte der 1980er Jahre „Ertüchtigung“ zu DT2E u. a. mit neuen Fronten (ein statt drei Fenster und zwei rechteckige anstatt vier runde Leuchteinheiten) 150px|zentriert 150px|zentriert DT3 1968–1971 bis 2023 ausgemustert dreiteilige Einheiten, Quersitze 2+1 (außer Prototyp), Höchstgeschwindigkeit 80 km/h, für Linie U1; letzte Einheiten für automatischen Fahrbetrieb umgebaut, inzwischen ausgemustert; die anderen ab Mitte der 1990er Jahre „ertüchtigt“ zu DT3E mit neuen Fronten (Angleichung an DT4-Front) und Fenstern an den Kurzkupplungsenden; ab Mitte der 2000er Jahre hauptsächlich auf Linie U3 und Verstärkerverkehr eingesetzt 150px|zentriert 150px|zentriert DT4 1988–2005 in Betrieb vierteilige Einheiten mit Drehstromantrieb und Sprinkleranlage, Quersitze 2+2, ursprünglich auf Linie U2, mittlerweile auf allen U-Bahn-Linien. Besitzt als Neuerung Monitore für das betriebseigene HOCHBAHN-TV, das über Wetter, Nachrichten und kulturelle Veranstaltungen informiert. 150px|zentriert 150px|zentriert DT5 2012–2020 in Betrieb durchgängig begehbare dreiteilige Einheiten mit Drehstromantrieb, zuerst auf Linie U3; Monitore mit HOCHBAHN-TV sowie Fahrgastinformationssystem (Informationen zur nächsten Haltestelle) 150px|zentriert 150px|zentriert

AKN

Baureihe Baujahre Betriebsstatus Anmerkungen Erscheinungsbild Innenraum VTA der AKN 1993 in Betrieb zweiteilige Einheiten mit Dieselmotoren und Generator und Elektromotoren, ersetzten die letzten MAN-Schienenbusse 150px|zentriert LINT 54 der AKN 2015 in Betrieb ersetzten die dieselelektrischen VT 2E der AKN 150px|zentriert

Geschichte: Chronologischer Überblick Diese Abschnitt beschränkt sich auf Eisenbahn, U- und S-Bahn.