mini|hochkant=0.8|Otto Speckter, fotografiert von Carl Ferdinand Stelzner, um 1850. miniatur|hochkant|Erwin Speckter: Der Künstler und seine Freunde: (v.l.n.r.): Erwin Speckter, Carl Julius Milde, Otto Speckter, Friedrich Nehrlich (Nerly)

Otto Speckter (* 9. November 1807 in Hamburg; † 29. April 1871 ebenda) war ein deutscher Zeichner und Radierer.

Leben und Werk Otto Speckter war der Sohn von Johannes Michael Speckter, dessen lithographische Anstalt er 1834 übernahm, und der Bruder des Malers Erwin Speckter. Er machte sich zuerst durch Lithographien (u. a. „Der Einzug Christi“ von Friedrich Overbeck) bekannt und widmete sich dann der Illustration von Büchern durch Arabesken, Vignetten und Figurenbilder.

So illustrierte er Luthers Kleinen Katechismus, Adolf Böttgers Pilgerfahrt der Blumengeister, Klaus Groths Quickborn, August G. Eberhards Hannchen und die Küchlein, Fritz Reuters Hanne Nüte, den Gestiefelten Kater u. a. Die größte Verbreitung fanden seine Bilder zu Wilhelm Heys 50 Fabeln für Kinder,Siehe Scan bei Wikisource in der englischen Übersetzung von Mary Howitt als Otto Speckter’s Fable Book. Otto Speckter war Gründungsmitglied des Hamburger Künstlervereins von 1832.

Speckters Ehefrau Marie Auguste, geb. Bergeest, lebte von 1824 bis 1899. Sein Sohn Hans Speckter (1848–1888), ebenfalls als Illustrator tätig, verfiel der Schwermut und verstarb in der Lübecker Heilanstalt.

Die Familiengrabstätte befindet sich auf dem Friedhof Ohlsdorf zwischen Kapelle 2 und Waldstraße im Planquadrat X 21.Anschrift 1871: „Speckter, Otto, Maler, nst. Fuhlentwiete 80“, in: Hamburgisches Adressbuch bei Staatsbibliothek Hamburg

Ehrungen Nach Speckter ist die Otto-Speckter-Straße im Hamburger Stadtteil Barmbek-Nord benannt.

Briefe 4 Briefe Otto Speckter an Dethloff Carl Hinstorff 1. Juli 1864 bis 30. September 1864Fritz Reuter Literaturarchiv Berlin

Ausstellungen (Auswahl) 2019: Hamburger Schule – Das 19. Jahrhundert neu entdeckt (12. April bis 14. Juli), Hamburger Kunsthalle

Literatur Veronika Braunfels: Otto Speckter (1807–1871). Illustrator und Lithograph in Hamburg (= Veröffentlichungen des Vereins für Hamburgische Geschichte; Bd. 39). Verein für Hamburgische Geschichte, Hamburg 1995, ISBN 3-923356-63-3. Walter Hettche (Hrsg.): Theodor Storm – Otto Speckter, Theodor Storm – Hans Speckter. Briefwechsel Kritische Ausgabe. Erich Schmidt, Berlin 1991, ISBN 3-503-03024-7.

Speckter, Otto. In: Hamburgisches Künstler-Lexikon. Die bildenden Künstler. Band 1, bearb. von einem Ausschusse des Vereins für Hamburgische Geschichte. Hoffmann und Campe, Hamburg 1854, S. 243 (online Hamburg Staats- und Universitätsbibliothek).

Heinrich Schleiden: Otto Speckter. Nekrolog. In: Hamburgischer Correspondent. 17. Mai 1871, S. 1–4 (Digitalisat)

Weblinks

Grimms Märchen Brüderchen und Schwesterchen in Illustrationen von Otto Speckter

Der Froschkönig nach Grimm, Münchener Bilderbogen Nr. 193, kolorierter Holzdruck, 1856 Staatsarchiv Hamburg Nachlass 622-1/478

Einzelnachweise

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