Yezda Urfa ist eine US-amerikanische Progressive-Rock-Gruppe.

Geschichte

Yezda Urfa wurde 1973 gegründet und existierte in ihrer klassischen Besetzung mit Rodenbaugh, Tippins, Kimbrough, Miller und Christoff bis Anfang 1981. 1975 nahmen sie Titel für ein Album auf, welches jedoch nicht realisiert wurde und die sie lediglich in ein paar Kopien auf Kassetten in Umlauf brachten. Wohl aufgrund des nachlassenden Interesses an progressiver Rockmusik Ende der 70er Jahre wurden Yezda Urfa nie unter Vertrag genommen. 1989 erschien das 1976 aufgenommene Album Sacred Baboon, das gegenüber den früheren Aufnahmen technisch professioneller produziert war, und 2002 wurden schließlich die 1975/1976 aufgenommenen Titel der Masterbänder als Boris veröffentlicht.

Im Rahmen der reichlich späten Veröffentlichung von Boris 2002 und dem Angebot an die Band, beim amerikanischen Progfestival „NEARfest“ 2004 live zu spielen, kam es 2003 zu einer Wiedervereinigung von Yezda Urfa. Am 5. März 2008 verstarb Sänger Rick Rodenbaugh.

Stil

Yezda Urfa orientierten sich musikalisch an britischen Progressive-Rock-Gruppen wie Yes, King Crimson und Gentle Giant, kreierten dabei aber einen sehr eigenständigen Stil: Schnelle Tempo- und Riff-Wechsel sowie Nonsens-Songtexte beherrschten die Musik der Band. Sänger Rick Rodenbaugh war stimmlich mit Yes-Sänger Jon Anderson vergleichbar. Bei ihren Aufnahmen senten Yezda Urfa ungewöhnliche Soundeffekte ein, wie ein lautes Husten aller Bandmitglieder oder Spielfehler der Akustikgitarre auf Sacred Baboon.

Sonstiges

Der Bandname ist ein Fantasieprodukt, das sich aus den Städtenamen „Yazd“ (Iran) und „Urfa“ (Türkei) zusammensetzt. Auf der Suche nach einem Bandnamen, kamen die Musiker beim Burchblättern eines Wörterbuches auf die beiden Begriffe, wobei sie Yazd der einfacheren Aussprache wegen in Yezda änderten. Manche Stücke von Yezda Urfa sind sowohl auf Boris als auch auf Sacred Baboon zu finden. Die Versionen unterscheiden sich aber in Komposition, Arrangement und Instrumentierung zum Teil sehr stark.

Diskografie

1975: Boris 1976: Sacred Baboon 2010: Yezdaurfalive (Konzertmitschnitt von 2004)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Progressive-Rock-Band Kategorie:US-amerikanische Band